Endstand
3:0
1:0 , 2:0
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"Haben nicht volle Leistung gezeigt": Sturm hadert mit Niederlage

Nach der klaren Niederlage gegen Bournemouth ärgern sich die Grazer über einen verpatzten Beginn und eine vergebene Chance. Viel Zeit zum Grübeln bleibt aber nicht. Bereits am Sonntag wartet das nächste Highlight auf die "Blackies".

"Haben nicht volle Leistung gezeigt": Sturm hadert mit Niederlage Foto: © IMAGO / Every Second Media

Die "Cherries"– zu Deutsch "die Kirschen" – hingen an diesem Abend in Südengland für die Grazer zu hoch. Der SK Sturm muss sich dem AFC Bournemouth mit 3:0 geschlagen geben (zum Spielbericht>>>).

Verschlafene Anfangsphase

"Für uns war es ein Privileg, hier zu spielen, aber wir wollten natürlich etwas Zählbares mitnehmen", beißt nach dem Spiel ein zerknirschter Arjan Malic die Zähne zusammen.

Der Qualitätsunterschied zwischen dem SK Sturm und dem wertvollsten Team der Europa League war vor allem zu Beginn deutlich sichtbar.

"Ich habe das Gefühl, dass wir am Anfang nicht die volle Leistung gezeigt haben", so Malic, der aber auch sieht, dass man sich danach gefangen habe.

Heil: "Haben gegen keine Nasenbohrer gespielt"

Just in dieser Phase geht der Favorit aber durch ein Tor von Evanilson in Front (43.). "Ein richtig guter Kopfball, ich habe mich gefragt: 'Wann fällt der endlich einmal runter?'", ärgert sich Jürgen Heil.

Der Routinier weiß aber auch um die Qualität des Gegners Bescheid: "Wir haben gegen keine Nasenbohrer gespielt."

Heil ist es auch, der die beste Chance zum Ausgleich hat, aber mit seinem Schuss nur die Stange trifft (62.)!

"Der Ball rutscht durch, ich habe mich für den 60-Meter-Sprint belohnt und dann nimmst du ihn mit dem ersten Kontakt. (...) Ich habe ihn auch richtig gut erwischt, es ist dann halt Pech, dass er an die Stange gegangen ist", hadert Heil.

Standards als entscheidendes Mittel

Rund eine Viertelstunde später macht Rayan nach einem Corner und einer missglückten Khudyakov-Parade den Deckel drauf (76.).

Die Standardstärke war an diesem Abend die größte Waffe Bournemouths, weiß auch Sturm-Trainer Fabio Ingolitsch: "Da hat sich jeder Ball in unsere Box wie eine Bombe angefühlt."

So ist es abermals eine Ecke, die zum entscheidenden Elfmeter gegen Sturm und zum 3:0 für Bournemouth führt (90.+3.).

Aus Sicht des Sturm-Coaches war das Ergebnis zu hoch: "Wenn man das Ergebnis sieht und sieht, was wir geleistet haben, dann passt das nicht zusammen."

Auch wenn das Ergebnis schmerzt, kann Ingolitsch Positives aus der Partie gegen die Mannschaft "seines Vorbilds" Marco Rose ziehen.

Sturm vor Derby hochmotiviert: "Wollen zeigen, dass Graz Schwarz-Weiß ist"

Viel Zeit zum Ärgern bleibt den "Blackies" aber so oder so nicht. Schon am kommenden Sonntag (ab 17:00 im LIVE-Ticker>>>) wartet mit dem Grazer Derby gleich das nächste große Highlight.

Die Sturm-Fans gaben ihrer Mannschaft bereits nach dem Abpfiff in Südengland noch eine Motivationsspritze für "das wichtigste Spiel der Saison" mit, wie es Arjan Malic formuliert.

Extra-Motivation brauche es danach keine mehr, meint etwa Jürgen Heil, für den es das erste Derby als Sturm-Spieler ist: "Wer jetzt noch Extra-Motivation braucht, ist fehl am Platz."

Sturm wolle zeigen, "dass Graz Schwarz-Weiß ist und bleibt", sagt Fabio Ingolitsch, der weiß, dass er und seine Mannschaft diesbezüglich eine große und wichtige Verantwortung tragen.

Anders als in Bournemouth ist dabei Sturm der Favorit. Doch ein Derby hat ja bekanntlich seine eigenen Gesetze.

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