Pacult setzte seine Wutrede fort: "Er schießt und man sieht es eindeutig: Was soll er mit seinem Körper machen? Vielleicht gibt es einmal einen Schiedsrichter, der sich nicht vom VAR beeinflussen lässt, sondern für sich selbst entscheidet. Scheinbar haben die Schiedsrichter aber Angst davor und gehen einfach nach der Entscheidung des VAR. Ich kann mit dieser Entscheidung nicht leben. Dann müssen wir langsam aufhören, Fußball zu spielen."
Es seien Entscheidungen, wo man sich frage, "ob wir den Fußball damit nicht noch komplizierter und unverständlicher machen - es ist einfach nicht nachvollziehbar." Auf die Frage, wie er die Szene erlebt habe, scherzte Pacult: "Ich habe geglaubt, der checkt einen Elfer für uns."
"Nein, ich habe das gar nicht mitbekommen. Erst als meine Assistenten meinten, der Schiedsrichter schaut sich die Szene an, habe ich gefragt, wofür es Rot geben soll? Damit kann ich einfach nicht einverstanden sein", meinte Pacult weiter.
Pacult erhoffe sich einen Freispruch durch den Bundesliga-Strafsenat, damit Amanda eine seiner Meinung nach ungerechte Strafe umgeht. "Sonst müssen wir mit dem Fußball aufhören. Das sind Entscheidungen, die den Fußball kaputtmachen."
Austria: "Gehen mit Torchancen fahrlässig um"
Auf Seiten der Wiener Austria präsentierte sich eine nicht minder unzufriedene Gemütslage. Diese hing allerdings nicht mit dem VAR zusammen, sondern mit der eigenen Leistung. Denn gegen den Aufsteiger war definitiv mehr als ein hart erkämpftes 1:1-Unentschieden möglich.
Die "Veilchen" fanden zahlreiche Top-Chancen vor, Innenverteidiger Florian Mühl verfehlte unter anderem das leere Tor. In einer anderen Situation hatte Marco Djuricin das leere Tor vor sich, wartete jedoch zu lange ab, sodass Nicolas Wimmer rechtzeitig dazwischen grätschen konnte.
Trainer Manfred Schmid war nach dem Spiel unglücklich: "Es ist schwierig. Wir erzielen im Training Tore, im Spiel gelingt uns das aber noch nicht. Wir haben zwei große Themen: Zum einen der letzte Pass, der oft nicht ankommt. Und zum anderen, wie fahrlässig wir mit unseren Torchancen umgehen."
Man treffe das leere Tor nicht, habe weitere Großchancen, ergänzte Schmid. Nachsatz: "Da muss man sich selbst hinterfragen und kritisch damit umgehen."