Volksbefragung zum LASK-Stadion fix

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Die Bürger-Initiative "Rettet den Pichlinger See" hat die notwendigen Unterschriften gesammelt, um eine Volksbefragung zum geplanten Neubau des LASK-Stadions in Linz zu initiieren.

Mit 8.890 Unterstützern wird die notwendige Anzahl von 6.100 klar übertroffen, wie NEOS-Gemeinderat Lorenz Potocnik, gleichzeitig Sprecher der Bürger-Initiative, erklärt.

Der Wunschtermin am 29. September, an dem voraussichtlich die vorgezogene Nationalratswahl stattfinden wird, ist aktuell aber rechtlich nicht möglich. Denn für gemeinsame Wahlen müsste die Kommunalwahlordnung geändert werden. Grundsätzlich wünscht sich die Inititative, die im Kern aus 17 Proponenten besteht, aber einen Herbsttermin.

Dann sollen die Linzerinnen und Linzer über folgende Frage abstimmen: "Soll die Stadt Linz den Pichlinger See und den umliegenden Grüngürtel weiterhin als unbebautes Naherholungsgebiet schützen und die Umwidmung für ein Stadion ablehnen?"

Geplanter Standort sei ungeeignet

Die Initiative hält den Standort für das neue Stadion in dem geschützten Naherholungsgebiet am Rande von Linz für ungeeignet. Die Gegner sprechen von einem "Mammutprojekt" mit 20.000 Sitzplätzen, 3.500 Parkplätzen, Trainingsplätzen, Nebengebäuden und 50 Millionen Euro Baukosten. Zudem sei die Rede von einer eigenen Autobahnabfahrt um 20 bis 30 Millionen Euro von der öffentlichen Hand. Daher machen sie gegen die dafür notwendige Umwidmung von rund 200.000 Quadratmeter Grünfläche beim Pichlinger See mobil.

Nachdem SPÖ, ÖVP und FPÖ im Frühjahr im Linzer Gemeinderat eine Befragung zum beabsichtigten Standort abgelehnt hatten, startete die BI die Unterschriftenkampagne für das Einleiten einer Volksbefragung. In rund 50 Sammelaktionen in Linz und 2.000 Stunden Freiwilligenarbeit seien insgesamt an die 11.000 Unterstützungserklärungen schriftlich abgegeben worden, 8.890 davon stammen von den notwendigen wahlberechtigten Linzern.

Die Volksbefragung richte sich nicht gegen den Fußballklub, versichert Stadträtin Eva Schobesberger (Grüne), die sich ebenfalls in der BI engagiert. Vielmehr dürfe man nicht zulassen, dass "ein seit Jahren geschützter Naturraum für welchen Zweck auch immer zerstört wird".

Allerdings braucht der LASK dringend eine neue Heimstätte. Derzeit ist der Bundesligist im Stadion der Stadtrandgemeinde Pasching einquartiert. Dort muss er aber laut Pachtvertrag bis 2022 ausziehen. Potocnik ist persönlich der Überzeugung, dass statt eines Neubaus das Stadion auf der Linzer Gugl entsprechend adaptiert werden solle.

Das Verhältnis des NEOS-Gemeinderats zum Fußballklub ist derzeit nicht das beste. Der LASK hatte ihn wegen des Verdachtes der Verletzung des Amtsgeheimnisses, weil er die Stadionpläne den Medien zugespielt haben soll, sowie der Verleumdung durch Social-Media-Postings angezeigt. Noch sind die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft nicht abgeschlossen. Potocnik sieht das alles "sehr entspannt". Er sei sich sicher, "die Sache implodiert".

LASK-Boss Gruber im Mai mit einer Brandrede zum Stadion:

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Textquelle: © LAOLA1.at/APA

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