Rieder Ärger über Punkteteilung: "Nicht fair!"

 

Was müsste geschehen, damit die SV Ried in der kommenden Saison nicht bis zur letzten Runde um den Klassenerhalt zittern muss?

"Keine Punkteteilung mehr, dann hätten wir keine Probleme", zwinkert Seifedin Chabbi.

Was als Spruch gemeint ist, hat einen ernsten Hintergrund. Denn bei aller riesiger Erleichterung nach dem mit dem 1:1 in Hartberg fixierten Liga-Verbleib herrscht bei den Innviertlern weiterhin Ärger über das Bundesliga-Format.

Acht Punkte mehr als Altach

Letztlich sind es acht Punkte, welche die SV Ried in dieser Saison mehr erobert hat als der nun ebenfalls gerettete SCR Altach - trotzdem musste man bis zuletzt zittern.

"Heute sind es schöne Emotionen und eine riesige Erleichterung, aber wir Spieler können es nur immer wieder sagen: Für Zuschauer und Fernsehen ist das Format schön, es geht bis zum Schluss um etwas, aber sportlich ist das so nicht fair", ärgert sich Marcel Ziegl.

Das Rieder Urgestein weiter: "Man spielt 22 Runden lang um die halben Punkte. Blöd gesagt, reicht es, wenn du in den letzten zehn Spielen punktest. Das sollte meiner Meinung nach nicht so sein."

Man habe drei Viertel der Saison gut gespielt und nur hauchdünn die Qualifikation für die Meistergruppe verpasst. "Alles in allem war es für unsere Verhältnisse zu eng, weil wir schon besser waren."

Sahin-Radlinger: "Hätten uns das ersparen können"

Zum Ärger über das System gesellt sich selbiger über das eigene Unvermögen.

So schön die Momente in Hartberg nach dem Schlusspfiff auch waren, findet Torhüter Samuel Sahin-Radlinger:

"Wir hätten uns das auch ersparen können, denn wir hatten genügend Chancen, den Sack früher zuzumachen. Jetzt ist es eine extreme Last, die von unseren Schultern fällt. Es waren extrem nervenaufreibende Wochen. Wir sind froh, dass das vorbei ist."

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