Das neue, junge Gesicht der SV Ried

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"Ich habe keine Erfahrung, aber ich habe eine klare Idee. Ich habe keine Angst", sagt Miron Muslic.

Der 38-Jährige muss sich bei seinem ersten Auftritt als neuer Chefcoach der SV Ried bereits für seine – für Trainer-Verhältnisse – Jugend rechtfertigen.

Aber er kenne das. Als er vor fünf Jahren zum ersten Mal bei den "Wikingern" als Nachwuchscoach aufgeschlagen sei, sei ihm ebenso mangelnde Erfahrung vorgeworfen wie dann als Coach der Rieder Amateure, danach als Co-Trainer der Innviertler und zuletzt als Cheftrainer des FAC in der 2. Liga.

Unbestritten ist, dass der gebürtige Bosnier die Zweifel bei jeder seiner bisherigen Aufgaben schnell ausräumen konnte.

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Nach einem halben Jahr in Wien-Floridsdorf ist Muslic jedenfalls zurück in Oberösterreich. Er habe die SV Ried "im Sommer verlassen müssen, um den nächsten Schritt zu gehen", sagt er. Aber: "Mit dem klaren Ziel und Fokus im Hinterkopf, irgendwann zurückzukehren. Dass es so schnell geht, damit habe ich nicht spekuliert", grinst der Ex-Profi.

Viel Macht für Wolfgang Fiala

Muslic ist nur ein Teil der neuen SV Ried. Der Bundesliga-Aufsteiger hat sich nach dem Aus von Trainer Gerald Baumgartner, der als Chefcoach und Sportdirektor viel Macht, aber wenig Rückendeckung hatte, neu erfunden.

Das neue Gesicht ist jung. Fünf Jahre jünger als Muslic ist Wolfgang Fiala, der neue Sportchef der Rieder. Der 33-Jährige ist im Sommer zur SVR gekommen und hat dort die Leitung der Akademie übernommen. Das bleibt er neben seiner neuen Aufgabe auch.

"Fiala sagt als Wiener, der erst knapp sechs Monate im Innviertel ist, dass wir wieder mehr Ried werden müssen. Da haben wir schon viel richtig gemacht!"

Rainer Wöllinger

"Die gesamte sportliche Kompetenz des Vereins wird bei ihm gebündelt", sagt Rainer Wöllinger, auch er ist als Geschäftsführer neu im Verein. Wöllinger berichtet lachend: "Fiala sagt als Wiener, der erst knapp sechs Monate im Innviertel ist, dass wir wieder mehr Ried werden müssen. Da haben wir schon viel richtig gemacht."

Die Rieder wollen künftig nicht nur Spieler, sondern auch Trainer und Betreuer entwickeln. Mit Dennis Baraznowski, Chefcoach der U18, wurde im Sommer schon ein weiteres Trainertalent ins Innviertel geholt.

Zwei junge Assistenten

Auch jene Männer, die Muslic bei den Profis zur Seite stehen, sind noch ziemlich jung. Christian Heinle wird zumindest bis zum Sommer die Doppelfunktion als Chefcoach der zweiten Mannschaft und Co-Trainer der Profis übernehmen.

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"Ein Power-Typ mit Stärken beim Vermitteln von Ballbesitz- und Positionsspiel", sagt Muslic über den 35-Jährigen. Zudem kehrt Clemens Zulehner nach Ried zurück. Der 29-Jährige war zuletzt bei der Admira und gilt als Spezialist in den Bereichen Video- und Gegneranalyse.

Auch auf dem Platz sollen bald wieder junge Rieder zu sehen sein. "Heute beginnt’s!", richtet Fiala den Innviertler Talenten aus, "wer hart arbeitet und Erfolg haben will, dem ist das hier möglich." Das geflügelte Wort der Durchgängigkeit fällt freilich auch.

Zudem soll die Spielanalyse schleunigst verbessert (Soft- und Hardware) sowie in die Scoutingabteilung investiert werden. "Wir wollen wieder gezielt scouten", gibt Fiala – ebenso wie Muslic im aktuellen UEFA-Pro-Lizenz-Kurs des ÖFB – als Ziel aus.

Der Klassenerhalt hat Prio 1

Oberste Priorität hat aber freilich der Verbleib in der Bundesliga, daran besteht kein Zweifel. "Erfolg ist immer der erste Schwerpunkt", sagt Fiala. Muslic ergänzt: "Der Klassenerhalt ist ganz klar das Ziel, dem wird alles untergeordnet."

Der Fußball, mit dem die Rieder dieses Ziel erreichen sollen, ist jener, für den Muslic steht: "Meine Idee ist sehr aktiv, das Spiel ist aggressiv, mutig und von hoher Intensität geprägt. Ich habe keine Sorge, dass wir das nicht umsetzen können."

Fiala: "Seine Mannschaften sind immer auf Zug. Wir wollen diese Tugenden am Platz haben, das passt zur SV Ried."

Nebenbei wird auch schon am Kader für die neue Saison gebastelt. "Wir werden den Kader anhand der erarbeiteten Kaderstruktur zusammenstellen", kündigt Fiala an. Auslaufende Verträge gibt es ja einige.

Viel zu tun also für die neuen Bosse bei der SV Ried. Und sicher kein Platz für Angst…

Textquelle: © LAOLA1.at

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