Bundesliga startet am 2. Juni

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Anfang Juni ist es wieder soweit. Österreichs Bundesliga nimmt den Ligabetrieb mit Dienstag, den 2. Juni wieder auf.

Die Bundesliga-Runden werden im Schnelldurchlauf komplettiert, jeden dritten Tag soll ein Spiel stattfinden. Die Auslosung des Spielplans bleibt bestehen, es werden ausschließlich "englische Wochen" absolviert.

Nach Komplettierung der Meister- und Qualifikationsgruppen folgt das drei Spiele zählende Europa-League-Play-off, wo der letzte internationale Startplatz ausgespielt wird. Gespielt wird in der Meistergruppe immer sonntags und mittwochs, in der Quali-Runde samstags und dienstags. Das Play-off-Halbfinale ist für 8. Juli, die beiden Finalspiele sind für 11. bzw. 15. Juli terminiert.

(Text wird unter dem Video fortgesetzt)

"Wichtiger Schritt für alle"

Vor dem Wiederbeginn wird es kein verpflichtendes Quarantäne-Camp geben, und es darf nur ein Testspiel absolviert werden. Im Falle eines Abbruchs würde die laufende Meisterschaft annulliert werden.

"Es ist ein wichtiger Schritt für uns alle, und es ist vor allem wichtig, dass der Ball wieder auf den Rasen zurückkehrt", sagt Liga-Vorstand Christian Ebenbauer. Er zeigt sich erleichtert und freute sich, dass Österreichs Liga "eine Vorreiterrolle für den Mannschaftssport" auch hierzulande einnehmen könne.

"Wir hoffen, dass wir von der Spitze in die Breite alle unterstützen und allen die Möglichkeit geben können, schon bald wieder ihrer Sportart nachgehen zu können." Die Bundesregierung sieht die Fortsetzung der Bundesliga bekanntlich als Modellversuch auch für andere Sportarten.

Mit dem straffen Terminplan versuche man, so Ebenbauer, vor allem der drohenden Rechtsunsicherheit auslaufende Spielerverträge betreffend aus dem Weg gehen. Zudem hätte die Liga für möglicherweise notwendige Verschiebungen noch zweieinhalb Wochen Zeit, um die Meisterschaft notfalls bis Ende Juli fertig zu spielen.

Geisterspiele sind Notlösung

Geisterspiele seien derzeit die einzige Möglichkeit, um den Ball wieder Rollen zu lassen. "Geisterspiele sind ein Notfallplan und schaden den Klubs finanziell. Aber nichtsdestotrotz müssen wir den Ball aufnehmen und jetzt einmal wieder starten. Und wir hoffen, dass wir schnellstmöglich wieder mit Zusehern im Stadion Fußball verfolgen können."

Die medizinischen Rahmenbedingungen wurden in einem von der Bundesliga und dem Gesundheitsministerium ausgearbeiteten Hygiene- und Präventionskonzept abgesteckt und teilweise in einer Verordnung geregelt. Bei Mannschaftssportarten müssen sich alle Akteure - also Spieler, Betreuer und Trainer - vor dem ersten gemeinsamen Training PCR-Tests unterziehen und nachweisen, dass sie SARS-CoV-2 negativ sind.

Der Gesundheitsverlauf wird mit täglichem Fiebermessen in einem Tagebuch dokumentiert. "Die Klubs haben sich einstimmig dazu entschlossen, dass sie wöchentlich einen PCR-Test machen, um das abzusichern", erklärt Ebenbauer.

Keine Quarantäne für gesamte Mannschaft

Im Infektionsfall muss lediglich der Betroffene in Quarantäne. Die restliche Mannschaft, alle Betreuer und Trainer sind angehalten, Kontakte zu minimieren, sie dürfen aber weiter zu Trainings und Spielen gehen. Diese Gruppe muss aber in den folgenden 14 Tagen nach Bekanntwerden einer Infektion vor jedem Bewerbspiel getestet werden.

An Spieltagen selbst gibt es ebenfalls Umgangsregeln. Das Präventionskonzept soll laut Ebenbauer veröffentlicht werden. Auf dem Platz werde es "kein Shakehands geben und es soll auch der Torjubel nicht mit Umarmungen und sonstigen Liebkosungen stattfinden", sagt Ebenbauer. Sanktionen wurden noch nicht diskutiert. Die Balljungen sollen außerhalb des Spielfeldes landende Bälle desinfizieren. Die Trainer an der Seitenlinie brauchen keinen Mund/Nasen-Schutz tragen.

Über eine Erhöhung des Auswechselkontingents auf fünf Spieler, die das International Football Association Board und der Weltverband FIFA mittlerweile erlauben, wird erst entschieden. Fünf Wechsel seien aus Regenerationssicht sinnvoll, meint Ebenbauer. "Allerdings wird es im Falle Einschränkungen geben müssen, ob wirklich fünf einzelne Wechsel möglich sind - vor allem Richtung Spielende." Ebenfalls noch im Laufen sind Gespräche mit TV-Rechteinhaber Sky, um Liga-Spiele im frei empfangbaren Fernsehen zu zeigen.

Auch in der 2. Liga könnte die Saison fortgesetzt werden - bei Einhaltung des für die oberste Liga geltenden Präventionskonzeptes. Die Lage sei hier komplizierter, meint Ebenbauer. "Am Ende wird es aus meiner Sicht um die wirtschaftlichen Voraussetzungen gehen." Am kommenden Montag könnte in einer Klubkonferenz eine Letztentscheidung fallen.

Die erste Runde nach Re-Start im Überblick:

Qualifikationsgruppe, Dienstag, 2. Juni:

Austria Wien - Admira Wacker
SV Mattersburg - SCR Altach
WSG Tirol - spusu SKN St. Pölten

Meistergruppe, Mittwoch 3. Juni:

LASK - TSV Hartberg
Sturm Graz - Wolfsberger AC
Red Bull Salzburg - SK Rapid Wien

Textquelle: © LAOLA1/APA

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