Endstand
0:2
0:1 , 0:1
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Kein Rapid-Torschuss! "Das war von Anfang an nicht magisch"

Im Gipfeltreffen fehlte offensive Genauigkeit, dann rächten sich auch einmal die Fehler. Die Reaktion auf diesen ersten Meistergruppen-Dämpfer wird interessant.

Kein Rapid-Torschuss! "Das war von Anfang an nicht magisch" Foto: © GEPA

Erster Dämpfer für Rapid in der Meistergruppe!

Nachdem zuletzt Ansätze wiedergefunden wurden, um Spiele zu gewinnen, fehlte im Gipfeltreffen mit Sturm Graz doch zu viel. Die Grün-Weißen mussten sich dem amtierenden Meister mit 0:2 geschlagen geben.

Diesmal rächten sich die Fehler hinten, während vorne überhaupt nichts zustande kam: Erstmals seit rund fünf Jahren gelang den Hütteldorfern in einem Heimspiel kein einziger Torschuss.

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Keine Torschüsse, keine Treffer, kaum Aussicht auf Punkte - einfache Rechnung. Im Duell der formstärksten Teams der letzten Wochen setzte sich die Stabilität des Meisters klar durch.

"Von Anfang an war es nicht magisch", ächzte Kapitän Matthias Seidl. Auch wenn der eigene Auftritt keineswegs ein Totalausfall war, "aber das haben wir schon besser gezeigt. Wir haben zu langsam nach vorne gespielt, zu langsam die Seiten gewechselt. Dann haben sich einige Fehler eingeschlichen, mit denen wir den Gegner zum Kontern eingeladen haben."

Und das reicht in einer Meistergruppe, in der es unter den Teilnehmern keinen echten Ausreißer gibt, dann auch nicht.

Es war Sturms Spiel, nicht Rapids

Der frühe Rückstand fiel aus einem lasch verteidigten Standard, jedoch hätte es danach weitere Gelegenheiten für die Gäste gegeben. Rapid hingegen fand in Person von Niki Wurmbrand rechts viel Raum, wusste damit aber viel zu wenig anzufangen: Im letzten Drittel fehlte die Idee.

Das größte Spiel der Bundesliga-Geschichte

"Wir hatten nicht immer eine gute Boxbesetzung, haben die Bälle nicht immer gut reingebracht und daher auch wenige Chancen bekommen", wusste Seidl genau.

Sein Trainer monierte, dass der Gameplan diesmal nicht ausreichend auf den Platz gebracht wurde. "Sturm war besser darin, das Spiel zu ihrem zu machen statt zu unserem", musste Johannes Hoff Thorup einsehen.

In der ersten Hälfte hätte der Effort ausreichen müssen, um für Gefahr zu sorgen. "Aber wenn die Hereingaben von Wurmbrand nicht zu Torschüssen werden, müssen wir uns da sicher verbessern."

Hedls Antwort ist gefragt

Dass dann ein kapitaler Bock von Niklas Hedl einen zweiten Gegentreffer bedeutete, war am Ende nicht spielentscheidend, passte ins Potpourri der Dinge, die den Unterschied machten.

Vom Torhüter ist nun eine Reaktion gefragt, um diesen Fehler nicht lange nachzuschleifen. "Als Raux-Yao gegen den LASK in der ersten Minute den Fehler machte, habe ich nur auf seine Reaktion in den nächsten zehn Minuten geschaut. Weil er da die richtigen Dinge gemacht hat, war es kein Problem für mich."

Auch Hedl werde damit umgehen: "Er weiß, wie man von sowas zurückkommt. Das hat er schon nach dem Ried-Spiel im ÖFB-Cup bewiesen. Seine Antwort darauf war richtig gut und er ist danach nur besser geworden", erinnerte Hoff Thorup an das erste Spiel unter seiner Leitung, in dem der Schlussmann ebenfalls einen Ball ausließ.

Gegen Sturm war dann zumindest die Möglichkeit dahin, zurück in einen Rhythmus zu finden.

Das Gesicht von letztens muss zurück

Letzten Endes war mehr als nur das nicht gut genug, um gegen den Meister in guter Form zu punkten. "Wenn man so eine Leistung bringt wie heute, hat man den Sieg auch nicht verdient", wusste Seidl.

Und für den Rapid-Trainer stand die Aufgabe im Fokus, aus dieser ersten Niederlage seit einigen Wochen eine Eintagsfliege zu machen: "Wir waren zu langsam und schlampig, das war gegen den LASK noch anders - und wir müssen den Grund dafür finden."

Das sei das einzige, was zählt. "Denn jedes Team kann Spiele verlieren, aber die Frage ist, wie wir darauf antworten, wie die Leader in der Gruppe darauf reagieren und wie ich damit umgehe. Und ich werde ihnen sagen, dass wir uns immer noch nach vorne bewegen und viel Positives haben, auf dem wir aufbauen können."

Nächste Woche gibt es mit dem Auswärtsderby einen guten Anlass, die Fortschritte deutlich zu machen. Der letzte Auftritt in Favoriten war bekanntlich einer zum Vergessen, auch auf dem Platz.

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