"Für mich darf das keine Ausrede sein. Diese Situationen müssen wir einfach besser lösen und konsequenter verteidigen. Da ist egal, wer spielt. Die sind alle fit. Wenn sie reinkommen, erwarte ich mir auch dementsprechend das Verhalten. Alle gehören zum Team und wir gewinnen und verlieren als Team", stellt der 54-Jährige klar.
"Da werde ich auch keinen Schuldigen rauspicken, sondern wir müssen uns gemeinsam den Schuh anziehen, dass wir das vorne aber auch hinten einfach nicht konsequent genug umgesetzt haben", weiß Ibertsberger, dass es einiges aufzuarbeiten gibt.
Und das soll so schnell wie möglich der Fall sein, trifft man doch kommendes Wochenende erneut auf WSG Tirol. "Es sind hängende Köpfe in der Kabine, was auch normal und verständlich ist. Jetzt ist auch wichtig, dass wir die Köpfe wieder so schnell wie möglich frei kriegen und uns richtig gut vorbereiten auf das Retourspiel in Innsbruck."
WSG: "Natürlich gehört Glück auch dazu"
Ganz andere Töne schlägt man am Samstag im Lager der WSG Tirol an, die über doch recht unerhoffte drei Punkte jubeln darf. "Natürlich gehört Glück auch dazu in der Qualirunde, das ist ganz logisch", weiß WSG-Cheftrainer Thomas Silberberger.
"Das Spiel hat extrem viele Facetten gehabt. Wir waren eigentlich schon auf der Verliererstraße, haben es dann beeindruckend gedreht. Das war heute das beste Beispiel für die Qualigruppe", findet der Tiroler, der vor allem die starke Moral seiner Mannschaft bewundert.
"Das ist was, was meine Mannschaft auszeichnet: Wenn schon alles verloren ist, dann fighten sie sich zurück. Plötzlich spielen wir vernünftige Kombinationen und erzielen toll herausgespielte Treffer", erklärt Silberberger.
Silberberger bewies Näschen bei Matchwinner Vrioni
Erzielt wurden die beiden letzten Tore von Giacomo Vrioni. So richtig im Spiel war er nicht, Silberberger wehrte sich jedoch dagegen, den in Italien geborenen Albaner auzutauschen.
"Ich habe das Gefühl gehabt, Giacomo ist heute ein ganz wichtiger Spieler für uns und er hat es dann bewiesen. "Das zeichnet einen Spieler von dieser Qualität aus, dass er dann zum Schluss zwei Mal zuschlagen kann", so der WSG-Coach.
"Du musst immer bereit sein. Ich freue mich, dass ich der Mannschaft zu drei Punkten verholfen habe", sagt Vrioni nach dem Match.
Auch in der Tabelle konnte die WSG Tirol einen kleinen Polster auf Schlusslicht Hartberg herausspielen. Mittlerweile liegt man vier Punkte vor den Oststeirern, Qualigruppen-Leader Admira ist aber auch nur einen Zähler entfernt.
Silberberger weiß, dass im Abstiegskampf noch lange nichts entschieden ist. Aber immerhin gibt der Sieg am Samstag "ein bisschen Luft."