Endstand
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Heil nach Hartberg-Niederlage: "Die Rote Karte war naiv"

Auch die Wiener Austria tut sich beim TSV Hartberg schwer. Das Spiel wird durch eine Rote Karte von Startelf-Debütant Schopp entschieden.

Heil nach Hartberg-Niederlage: "Die Rote Karte war naiv" Foto: © GEPA

Erstmals in der laufenden Saison kann die Austria gegen den TSV Hartberg gewinnen.

Am Sonntag bezwingen die Veilchen den TSV auswärts mit 1:0 dank des Goldtores von Austria-Kapitän Manfred Fischer. Den Assist zum Tor liefert der Startelf-Debütant Vasilije Markovic. (hier geht es zum Spielbericht >>>)

Zwei Startelf-Debütanten im Fokus

In einer anfangs sehr ausgeglichenen Partie rückt ebenfalls mit Konstantin Schopp ein Startelf-Debütant unfreiwillig in den Mittelpunkt. Er sieht nach hartem Einsteigen gegen Wiesinger Glattrot (38.).

Zu diesem Zeitpunkt sind die Hausherren aus Hartberg gut in der Partie und haben sich einige Chancen erarbeitet.

"Da darf man nicht zu hart sein"

"Dann passiert eine Rote Karte, die leider naiv war. Ich will ihm (Schopp Anm.) keine Absicht unterstellen, aber er muss daraus lernen. Er ist trotzdem noch ein junger Spieler, da darf man nicht zu hart sein", tröstet Hartberg-Kapitän Jürgen Heil den Pechvogel im "Sky"-Interview.

Weiters baut Heil den Debütanten auf: "Er ärgert sich selbst am meisten, sitzt in der Kabine und ist fertig. Aber es ist ein Teamsport. Er wird sich zwar als Schuldiger fühlen, aber wir hätten trotzdem die Chance gehabt, etwas mitzunehmen."

Auch von Hartberg-Trainer Manfred Schmid kommen tröstende Worte: "Dass der Junge in seinem Ehrgeiz und seinem Willen einmal einen Fehler macht, da kann ich ihm jetzt keine großen Vorwürfe machen."

Schmid muss aber auch zugeben: "Der Schlüssel war natürlich die Rote Karte."

Austria-Coach mit Lob an Markovic

Kurz vor der Halbzeitpause gelingt den Gästen durch Manfred Fischer in Überzahl das einzige Tor der Partie. Nach einer Flanke von Reinhold Ranftl bereitet Markovic mit der Hacke den Treffer seines Kapitäns vor.

Lob für diesen Assist gibt es von Austria-Cheftrainer Stephan Helm: "In diesem Moment einfach super gemacht. Junge Spieler sind da natürlich unbekümmerter."

Auch Kapitän Fischer zeigt sich erfreut: "Vaso gibt immer 100 Prozent - und solchen Spielern vergönne ich es am meisten."

"Müssen den Sack zumachen"

In der zweiten Halbzeit merkt man kaum etwas von der Überzahl der Gäste. Dafür gibt es vom Austria-Kapitän kritische Worte: "Wir müssen in der zweiten Halbzeit den Sack zumachen."

Die Austria lässt einige Chancen liegen, wodurch gegen Ende des Spiels die Hausherren kommen können. Ein Punktgewinn gelingt den Oststeirern zwar nicht mehr. Dennoch zeigt sich der Hartberg-Coach mit dem Auftritt seiner Mannschaft zufrieden: "In der zweiten Hälfte kann ich der Mannschaft nur gratulieren zu dieser Moral und diesem Kampfgeist."

Zukunft noch offen

In der kommenden Länderspiel-Pause gibt es in Hartberg dennoch einiges zu erarbeiten. Hartberg-Kapitän Heil zieht aus den vergangenen beiden Spielen folgende Schlüsse: "Jede Mannschaft tut sich bei uns schwer und wir tun uns schwer, Chancen zu erarbeiten. Wir müssen im letzten Drittel wieder mehr Entschlossenheit entwickeln, damit die Gegner wieder mehr Angst vor uns haben."

Auch über eine mögliche Verlängerung von Hartberg-Trainer Manfred Schmid kann in der Liga-Pause spekuliert werden. Er könne zwar über seine Zukunft über den Sommer hinaus noch nichts sagen, aber "Hartberg wird sicher mein erster Ansprechpartner sein", so Schmid.

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