Hartberg will nach LASK auch RBS ärgern

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Spitzenreiter Red Bull Salzburg will sich am Sonntag gegen den TSV Hartberg (LIVE ab 17 Uhr im LAOLA1-Ticker >>>>) weiter von seinen Verfolgern absetzen.

Die ersten beiden Verfolger, der WAC und der LASK, treffen im Parallelspiel aufeinander und werden sich dort gegenseitig Punkte abnehmen.

Mit einem Sieg würden die "Bullen" den Abstand auf beide Kontrahenten vergrößern.

Allerdings sollte Salzburg die Hartberger nicht unterschätzen. Mit dem 2:1-Überraschungssieg der Oststeirer gegen den LASK sind die Mozartstädter gewarnt.

Marsch: Erwarten Gegner, "der uns alles abverlangt"

"Mit diesem Erfolg steigt auch ihr Selbstvertrauen, und wir erwarten am Sonntag einen Gegner, der uns alles abverlangt", erklärt Salzburg-Trainer Jesse Marsch. "Wir haben uns das Video vom Hartberg-Sieg beim LASK genau angesehen und registriert, dass sie mutig und aggressiv gespielt haben."

Das wollen die fünftplatzierten Oststeirer laut Trainer Markus Schopp auch in ihrem ersten Geister-Heimspiel tun - wohlwissend, dass die Salzburger "von der Qualität noch einmal eine ganz eigene Liga" sind. "Das ist das Beste, was wir in Österreich haben, auch in der Breite", betont Schopp den tiefen Kader des Meisters, der sich gerade in Zeiten englischer Wochen bezahlt machen könnte.

Bei Hartberg, dem Klub mit dem kleinsten Budget der Bundesliga, sind die Vorzeichen andere. "Wir müssen mit unseren Mitteln und Ideen gut haushalten, damit wir über das dichte Programm drüberkommen", meint Schopp. Trotz des gelungenen Starts in die Meistergruppe müsse man realistisch bleiben. "Wir sind die Mannschaft, die in dieser Runde nur überraschen kann."

Den Salzburgern hatte man im Dezember in Hartberg einen Punkt abgeluchst (2:2). Salzburgs Majeed Ashimeru sah früh Rot, zudem standen die Bullen noch unter dem Eindruck ihres Champions-League-Outs vier Tage davor gegen Liverpool. Mehr Hoffnung schöpft Schopp aus dem jüngsten Auftritt. Die ersten 45 Minuten beim LASK seien die besten seines Teams in dieser Saison gewesen. "Es war gewaltig, wie wir die Dinge umgesetzt haben." Wegen Salzburgs Variabilität bedürfe es nun mehrerer unterschiedlicher Pläne. "Wir werden ihnen alles abverlangen", versprach Schopp.

Salzburg seit vier Spielen mit weißer Weste

Der Tabellenführer hat seine vergangenen vier Pflichtspiele allesamt zu Null gewonnen. Nach der Corona-Pause gab es bisher ein 5:0 im Cupfinale gegen Austria Lustenau und ein 2:0 im Ligaschlager gegen Rapid. "Die beiden Spiele waren aufgrund der Rahmenbedingungen sehr speziell", sagt Marsch über die Geisterspiele.

Sein Team habe "viel Persönlichkeit gezeigt" und würde sich mit jedem Spiel besser an den intensiven Rhythmus gewöhnen, erklärt der US-Amerikaner. "Auch wenn wir noch nicht in Topform sind, haben wir bisher durchaus gute Leistungen gebracht und sind - was sehr wichtig ist - zweimal erfolgreich gewesen."

Salzburg muss auf Okugawa und Kristensen verzichten

In Hartberg fehlen weiterhin Masaya Okugawa und Rasmus Kristensen wegen ihrer Oberschenkelverletzungen. Auch bei Antoine Bernede dürfte Marsch nach dessen Sprunggelenksblessur nichts riskieren. Statt Kristensen dürfte erneut Albert Vallci den Rechtsverteidiger geben. "Hartberg ist ein unangenehmer Gegner, der vor allem daheim sehr aggressiv und giftig spielt", warnt der Defensiv-Allrounder.

Die 76 Tore, die die Salzburger in den ersten 23 Runden erzielt haben, sind Ligarekord. Auswärts ist der Titelverteidiger aber vier Ligapartien sieglos. Der letzte volle Erfolg in einem Bundesligaspiel in der Fremde am 10. November (3:0 beim WAC) liegt über ein halbes Jahr zurück. Hartberg ist zu Hause seit Dezember drei Partien ohne vollen Erfolg. Gegen Salzburg ist dem TSV ein solcher in fünf Pflichtspielen noch nie gelungen.

Textquelle: © LAOLA1.at/APA

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