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Kühbauer: "Werden uns nicht ins Schneckenhaus zurückziehen"

Der LASK droht, etwas den Anschluss an die Spitze zu verlieren. Im Kracherduell mit Salzburg spielten die Linzer nicht schlecht, aber zu fehlerhaft.

Kühbauer: "Werden uns nicht ins Schneckenhaus zurückziehen" Foto: © GEPA

Dem LASK fehlt momentan ein wenig das Momentum, welches ihn im Frühjahr zum Doublesieger machte.

Mit dem vielleicht größten Sieg der Klubgeschichte gegen Sporting im Rücken erwischen die Linzer im Kracher der zehnten Runde der ADMIRAL Bundesliga einen Traumstart gegen den FC Red Bull Salzburg, müssen sich den "Bullen" schlussendlich aber dennoch mit 1:3 geschlagen geben (Spielbericht>>>).

Zu früh vom Gas gegangen

"Wir sind sehr gut reingestartet. Es war dann irgendwie zwangsläufig, das 1:0 zu erzielen. Dann sind wir einfach ein bisschen vom Gas runtergegangen und haben Salzburg kommen lassen", hadert LASK-Trainer Dietmar Kühbauer nach dem Spiel.

Es war nicht so, dass der LASK danach körperlich eingegangen wäre. Vielmehr wirkte es, als würde in manchen entscheidenden Momenten die Genauigkeit fehlen, während Salzburg nach dem frühen Nackenschlag hellwach im Spiel gegen den Ball und eiskalt vor dem gegnerischen Tor agierte. Dazu kommt die hohe individuelle Qualität der "Bullen".

Ljubicic: "Werden zurzeit für kleine Fehler bestraft"

"Fußball ist ein Spiel der Momente. Wenn du schlampig in gewissen Bereichen bist, wirst du bestraft", analysiert Samuel Adeniran danach.

Robert Ljubicic teilt bei "Sky" folgende Beobachtung: "In der Liga werden wir zurzeit für kleine Fehler bestraft. Das müssen wir abstellen."

Alle drei - durch Haris Tabakovic vollendeten - Salzburger Treffer fielen aus (leichten) Linzer Eigenfehlern. "Das hat uns ein bisschen verfolgt", so Kühbauer, der ein organisierteres und in Halbzeit zwei auch tiefstehenderes Salzburg als gewohnt wahrnahm.

LASK mit 0-0-3 gegen die Meisterkonkurrenz

So hat der LASK in dieser Saison nun alle bisherigen Duelle mit den vermeintlichen Titelkontrahenten Salzburg, Sturm und Rapid verloren; der Rückstand auf letztere, tabellenführende Mannschaft beträgt schon acht Zähler.

"Aber es ist nicht so, dass mich die Tabelle verrückt macht und wir uns deswegen ins Schneckenhaus zurückziehen. Es sind noch so viele Spiele Zeit, dorthin zu kommen, wo man hin will", hält Kühbauer fest.

Er ist sich sicher: "Die anderen oben werden auch einmal ein Spiel verlieren. Da werden wir der Nutznießer sein."

Tatsächlich spricht momentan, trotz des einen oder anderen danebengegangenen Ergebnisses in der Liga, wenig dagegen, dass der LASK auch heuer zum engsten Kreis der Titelfavoriten gehören wird.

Kühbauers Luxusproblem

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Das Privileg, zwei ÖFB-Teamspieler als Joker bringen zu können, haben nur wenige Trainer
Foto: ©GEPA

Mit Ausnahme von George Bello und Ramiz Harakate ist nun der gesamte Kader fit, nachdem am Sonntag auch Moses Usor sein Startelf-Comeback nach Schulterproblemen gab.

So verfügt Kühbauer mit Sasa Kalajdzic, Christoph Lang, Samuel Adeniran und eben Usor nun über vier hochqualitative Optionen für aktuell nur zwei Positionen im Sturm.

"Meine Stürmer würden bei vielen Klubs Starter sein. Das ist das Luxusproblem, das ich habe", sagt Kühbauer, der sich auch eine Rückkehr auf das System mit Kalajdzic auf der Zehn und zwei schnellen Angreifern davor vorstellen kann, dazu.

Gutes Programm, um Selbstvertrauen zu sammeln

Mit dem ÖFB-Cup-Derby gegen die SV Ried, dem Bundesliga-Duell mit der WSG Tirol und dem Champions-League-Spiel gegen ein schwächelndes Slovan Bratislava - allesamt daheim - geht es in den nächsten eineinhalb Wochen nun Schlag auf Schlag. Das Programm bis zur nächsten Länderspielpause, welches zusätzlich auch noch ein Bundesliga-Auswärtsspiel in Ried beinhaltet, scheint aber machbar.

Die Zeichen stehen also gut, dass die "Athletiker" mit ein paar Erfolgserlebnissen in Folge in den kommenden Wochen wieder etwas Momentum aufnehmen können.

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