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Salzburgs richtige Reaktion - "Haben heute wie Männer gespielt"

Noch am Donnerstag waren die Salzburger "kindlich" unterwegs, in Linz gewannen sie auch dank ihrer mentalen Reife - und eines überragenden Haris Tabakovic:

Salzburgs richtige Reaktion - "Haben heute wie Männer gespielt" Foto: © GEPA

Das war eine starke Reaktion des FC Red Bull Salzburg beim LASK - sowohl im Rahmen des Spiels als auch ganzheitlich betrachtet.

Nachdem die "Bullen" nicht ideal aus der Mega-Länderspielpause gekommen waren, ging auch noch der Start ins Spitzenspiel der zehnten Runde der ADMIRAL Bundesliga daneben.

Beim Doublesieger kam der Liga-Krösus überhaupt nicht gut rein und kassierte früh einen Gegentreffer. Am Ende jubeln die Salzburger dennoch über einen völlig verdienten 3:1-Auswärtssieg (Spielbericht>>>).

Diesmal kein Kinderfußball

Am Donnerstag haben wir ein bisschen wie Kinder gespielt, heute haben wir wie Männer gespielt.

Jesper Lindström

"Am Donnerstag haben wir ein bisschen wie Kinder gespielt, heute haben wir wie Männer gespielt. Wir sind in jedes Duell gegangen, haben versucht, das Foul zu ziehen. Obwohl wir in Rückstand geraten sind, haben wir immer weitergemacht", spricht Jesper Lindström das unnötige 2:2-Remis beim NK Celje an.

Valentin Zabransky ergänzt: "Wir haben vor dem Spiel gesagt, dass wir erwachsener spielen müssen, damit uns solche Fehler wie gegen Celje nicht wieder passieren."

Jener Fehler in Celje war ein in der Nachspielzeit unnötig kurz ausgespielter Freistoß, der einen Ballverlust und schließlich den Gegentreffer zum Ausgleich zur Folge hatte.

"Wir haben uns diesen Freistoß genau angeschaut. Heute haben wir es verstanden, mal über den langen Ball zu kommen und uns auch mal festzusetzen", so Coach Danny Röhl.

Restverteidigung sitzt noch nicht

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Röhl war auf der Pressekonferenz nach dem Spiel in Linz sehr zufrieden und freute sich danach auf "El Clasico"
Foto: ©GEPA

Beim Europa-League-Auswärtsmatch in Slowenien zeigte man sich zudem immer wieder in der Restverteidigung unorganisiert und so nach Kontern anfällig.

In der ersten Halbzeit in Linz war das nicht anders. Samuel Adenirans sehenswerter Führungstreffer für die "Athletiker" passierte aus einer einfachen Umschaltsituation, kurz vor der Pause legte der US-Amerikaner beinahe in einer ähnlichen Szene für Moses Usor auf.

"Wir hatten in der Anfangsphase Probleme über die Außenspur. Da waren wir in der ein oder anderen Situation nicht konsequent. Einmal hat der Druck gefehlt, einmal die Absicherung. Das haben wir in der der Halbzeit angepasst", verrät Röhl einen der Gründe für den speziell nach Seitenwechsel sehr dominanten Auftritt seiner Mannschaft.

Röhl: "War beeindruckt von meiner Mannschaft"

Aber schon vor der Pause lief einiges richtig. Anders als wie oftmals in der Vorsaison gaben sich die Salzburger nach einem Fehlstart nicht sofort auf. Im Gegenteil, sie arbeiteten sich richtig in die Partie hinein.

Röhl schwärmt diesbezüglich: "Ich war beeindruckt von meiner Mannschaft, wie sie weitergespielt und die Vorgaben weiter umgesetzt hat, sich minütlich reingespielt hat."

Die zurückliegende Woche mit der gefühlten Niederlage in Celje sei nicht leicht gewesen, "dann zum LASK zu fahren, der den ersten Champions-League-Sieg geholt hat - das sind schon andere Emotionswelten zwischen den beiden Teams", gibt Röhl zu bedenken.

Sein Nachsatz lautet: "Aber meine Mannschaft hat das sehr gut gemacht, war tagsüber sehr fokussiert. Das gibt uns wieder viel Energie und Überzeugung auf unserem Weg."

Tabakovic mit "One-Touch"-Show

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Gleich drei Mal hörte Tabakovic am Sonntag das Netz nach einem Treffer von ihm rascheln
Foto: ©GEPA

Der Sieg in Linz stand schlussendlich aber freilich unter Haris Tabakovics Stern. Der Bosnier schnürte den bereits zweiten Triplepack in dieser Saison, alle drei Tore waren klassische "One-Touch-Tore" in absoluter Knipser-Manier.

"Wenn du einen Stürmer hast, der jede Chance verwertet, ist es leichter, Fußballspiele zu gewinnen. Er war heute ein Gamechanger", weiß Lindström.

Am Donnerstag war Tabakovic noch die große tragische Figur, als er in Celje gleich zwei Sitzer vergab - einen unmittelbar vor dem späten Ausgleich.

"Haris ist auch nur ein Mensch. Natürlich war er enttäuscht. Umso mehr hat er heute gezeigt, wie wichtig er ist", sagt Röhl.

Röhl über Rapid-Lauf: "Da musst du mental stark sein"

Insgesamt wirkt der Deutsche recht gelöst nach dem Sieg in Linz, ihm habe speziell die Art und Weise gefallen: "Wie wir aufgetreten sind, dass wir mutig waren und hoch verteidigt haben und, wie wir nach Verletzungen zwei Mal in Unterzahl kompakt verteidigt haben."

Gleichzeitig betont er: "Am Ende gewinnen wir hochverdient. Nicht mehr, nicht weniger. Ich bewerte Siege nicht zu hoch und Niederlagen nicht zu tief."

Die Konkurrenz schlafe nicht, es sei schwierig "donnerstags zu spielen, die Konkurrenz legt samstags immer vor und du musst jeden Sonntag nachziehen", spielt Röhl auf den aktuellen Lauf des dem Europacup ferngebliebenen SK Rapid an. "Da musst du mental stark sein."

Und genau das dürften die Salzburger aktuell - speziell im Gegensatz zu den letzten Krisenjahren - sein.

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