Ebenbauer: LASK-Anzeigen "sehr bald" möglich

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Liga-Vorstand Christian Ebenbauer war in dieser Spielzeit nicht zu beneiden.

Die Causa LASK, das sexistische Transparent vor dem Bundesligaspiel zwischen Rapid und Hartberg sowie die Coronakrise sorgen seit Monaten für stete Beschäftigung des 44-Jährigen. Der ausgebildete Jurist erklärt im "Kurier", dass der Trainingsskandal für die LASK-Verantwortlichen noch lange nicht ausgestanden sei.

Die Bundesliga warte demnach die Langfassung des Urteils des Protestkomitees ab, bevor über mögliche Anzeigen gegen LASK-Funktionäre entschieden werde. "Das sollte sehr bald vorliegen, danach entscheiden wir über eine Anzeige", so Ebenbauer gegenüber der Tageszeitung.

Ebenbauer rechnet damit, dass ein möglich Einsprucher des LASK erst nach Ende der Bundesliga-Saison erfolgen wird. "Ich denke, dass der LASK das Meisterschaftsende abwarten wird, um zu sehen, was der Protest bewirken könnte."

"Danach gilt für mich, dass ich Vertrauen in die unabhängigen Organe der Bundesliga habe und davon ausgehe, dass das Urteil hält", so Ebenbauer, Nachsatz: "Aber vor Gericht ist es wie auf hoher See: Man weiß nie, wie das Wetter wird."

Ebenbauer glaubt nicht an CAS-Anrufung

(Text wird unter dem Video fortgesetzt)

Dass der Fall vor dem internationalen Sportgerichtshof CAS landen könnte, glaubt Ebenbauer indes nicht. "Die Klubs haben einen Vertrag mit dem Schiedsgericht. Deswegen ist aus meiner Sicht für letztinstanzliche Beschwerden in einem österreichischen Fall nicht der CAS zuständig, sondern ausschließlich das Schiedsgericht."

Die Linzer stoßen sich nicht nur an der Strafhöhe sondern auch am Umstand, dass der Punkteabzug für die aktuelle und nicht die nächste Saison gelten wird. Ebenbauer stellt klar, dass beide Varianten "juristisch vertretbar" wären. "Es hat in verschiedenen Fällen sowohl für jeweils die laufende als auch für die kommende Saison Sanktionen gegeben."

"Klar ist: Aufgrund der aktuellen Fristen hätte es mit einer Strafe für die kommende Saison weniger Termindruck und mehr Rechtssicherheit gegeben".

Rapid-Transparent vor Ethik-Komitee

Im Gegensatz zur Causa LASK, die vom Strafsenat behandelt wird, landet der Fall um das sexistische Rapid-Transparent vor dem Bundesliga-Spiel gegen Hartberg beim Ethik-Komitee. Dieses beschäftige sich mit "Grundwerten, die nicht klassisch im Strafsenat abgebildet sind", so Ebenbauer. "Beim Ethik-Komitee geht es um Bewusstseinsbildung."

Rapids Geschäftsführer Wirtschaft Christoph Peschek hatte in einem Interview mit "Sky" erklärt, dass er "keinen Skandal erkennen könne", da das Transparent bereits vor Spielbeginn abgenommen wurde. Das Ethik-Komitee ist da möglicherweise anderer Meinung, wie Ebenbauer erklärt. "Mir wurde mitgeteilt, warum das Verfahren eingeleitet wurde: Aufrgund der Dauer, in der das Plakat in seiner enormen Größe zu sehen war, geht es in seinen Auswirkungen klar über den Fußballplatz hinaus."

Textquelle: © LAOLA1.at

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