Aber Debakel mit Ansage finden nicht statt. Und Djuricin verfolgte einen Plan. Das 1:2 (Spielbericht), eine Niederlage – aber mit der Chance auf einen überraschenden Punktgewinn.
Ein klarer Plan – der nicht aufgeht
Primär sollte die Defensive abgesichert stehen, über die schnellen Flügel Berisha und Guillemenot sowie den ballsicheren Verteiler Pavlovic dann Chancen im Umschaltspiel kreiert werden.
In den ersten 45 Minuten ging nur der erste Teil einigermaßen auf. Offensiv kam von Rapid nichts.
"Da war Salzburg klar die dominante Mannschaft. Wir waren nicht mutig genug, sind aus dem Gegenpressing nicht herausgekommen", sah es Djuricin, der mit der Einwechslung von Thomas Murg und Andrei Ivan zur Halbzeit für wesentlich mehr Schwung sorgen konnte.
Es folgte erst ein Stangenschuss von Pavlovic (57.), dann der Anschlusstreffer durch Maximilian Hofmann – und die strittige Szene rund um den vermeintlichen Ausgleich.
Die Automatismen haben gefehlt
Der Torschütze des regulären Rapid-Treffers stand aber 90 Minuten in der Innenverteidigung am Feld. Und wusste, dass so eine starke Rotation auch Folgen nach sich ziehen würde.
"Weder mit dem Ball noch gegen den Ball hat anfangs das funktioniert, was wir uns vorgestellt haben. Sicher auch aufgrund der Umstellungen, aber jeder, der jetzt auch gespielt hat, hat es sich verdient, bei Rapid zu spielen", wollte Hofmann gegenüber LAOLA1 den Begriff "B-Elf" gar nicht erst aufkommen lassen.
"Dass die Automatismen dann nicht so gepasst haben, ist halt so. Das müssen wir uns ankreiden. Andersrum, wenn es funktioniert hätte, hätte den Trainer jeder wegen seiner Aufstellung gelobt. Und in der zweiten Hälfte hat man gesehen, wie viel besser es gleich funktionieren kann, wenn man nur Kleinigkeiten umstellt."
Gogo hätte es wieder gemacht
Die beiden Einwechslungen und leichte Adaptionen machten Rapid in der Offensive konkurrenzfähig, ohne Red Bull Salzburg die Türe weit aufzumachen. Wäre mit diesem Wissen die Entscheidung um die Startelf anders ausgefallen?
"Ich hätte es zu hundert Prozent das nächste Mal wieder gemacht. Wir rotieren seit Wochen. Wenn es nicht funktioniert, wird es kritisiert, logisch. Aber die Jungs haben gefightet und alles gegeben, ich habe Verantwortung gegenüber der Mannschaft und jedem einzelnen Spieler, es war einfach wichtig, dass wir die frischesten anfangen lassen", resümierte Djuricin.
"Das war die Grundidee und das Wichtigste, weil Salzburg mit hohem Druck und Tempo spielen kann. Vom Ergebnis ist das leider in die Hose gegangen, das war zu wenig zum Schluss."
Doppel-Null: "Das ist eigentlich verrückt"
Allerdings sind es die Ergebnisse, die letzten Endes über den Erfolg einer Idee maßgeblich entscheiden. Und da stehen nach einer Schlüsselwoche zwei Niederlagen im Wiener Derby und beim großen Rivalen aus der Mozartstadt zu Buche. In Punkten ausgedrückt: Null.