So wie die Politik, Bundesliga und ÖFB zeigte sich auch Austria-Sportvorstand Peter Stöger, Mitglied einer Bundesliga-Arbeitsgruppe, über die am Dienstag verkündeten Entscheidungen erfreut. "Uns ist klar, dass wir eine große Verantwortung haben, die wir mit diesem Konzept übernehmen. Wir könnten eine Vorreiterrolle haben, und der werden wir auch gerecht werden", versprach der Ex-Teamspieler.
Richtungsweisende Beschlüsse für Breitenfußball
(Text wird unter dem Video fortgesetzt)
ÖFB-Präsident Leo Windtner blickte ebenfalls optimistisch in die Zukunft, lobte die Zusammenarbeit aller Beteiligten und sprach von einem "effizienten Doppelpass mit den Ministern und den Damen und Herren der Beamtenschaft".
Die getroffenen Beschlüsse für die Bundesliga als "Flaggschiff des Klubfußballs in Österreich" (Windtner) sollen für den Breitenfußball und andere Mannschaftssportarten richtungsweisend sein. "Damit könnte ein Role Model entwickelt werden, das auch für andere Sportarten und Gesellschaftsbereiche anwendbar ist", meinte der Oberösterreicher.
Beim ÖFB als größtem Sportfachverband des Landes sind laut Windtner etwa 2.200 Vereine und 300.000 Spielerinnen und Spieler gemeldet - sie alle dürfen sich Hoffnungen auf eine baldige Rückkehr machen. Bereits vor einigen Wochen waren sämtliche Ligen unter den beiden höchsten Spielklassen abgebrochen worden.
"Wir werden alles tun, dass die Meisterschaften im Herbst wieder starten können. Denn wenn ein noch größeres Loch zwischen Spielen ist, dann müssten wir von einem wirklichen Corona-Loch reden", betonte Windtner.
Die Freizeit-Kicker dürfen zwar ebenfalls ab Freitag wieder mit dem Ball trainieren. Denn das Betretungsverbot für Sportstätten und Mannschaftssport im Freien wird aufgehoben. Allerdings gilt im Amateur- und Breitensport weiterhin eine 2-Meter-Abstandsregel. Spiele und Training mit Körperkontakt sind damit weiter nicht möglich.