Salzburger wollen 1000. Tor in Red-Bull-Ära

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Der FC Red Bull Salzburg steht nach dem CL-Quali-Fight in Belgrad wieder in der Bundesliga unter Druck und vor dem Auswärtsspiel in Altach (Samstag, 17 Uhr im LIVE-Ticker) vor einem Jubiläum.

Seit dem Einstieg von Red Bull zur Saison 2005/06 halten die "Bullen" bei exakt 999 Bundesliga-Treffern. Nach dem Spiel gegen Schlusslicht Altach soll das Tor-Konto erstmals vierstellig ausfallen.

RBS-Coach Marco Rose warnt jedoch vor den bisher unglücklichen Vorarlbergern und will trotz Rotation den Rhythmus behalten.

Rhythmus trotz Rotation?

"Sie haben gegen Rapid in Wien und gegen Sturm in Graz gepunktet und zweimal unglücklich verloren", erinnerte Rose an die bisherige Ausbeute der Vorarlberger. "Das heißt, wir müssen alles geben und alles abrufen, um dort zu punkten."

Im Hinblick auf das Rückspiel gegen Roter Stern (Hinspiel 0:0) dürfte er zumindest die halbe Startformation schonen. Zlatko Junuzovic fehlt wegen seiner Oberschenkelverletzung und scheint auch für Mittwoch fraglich. Im Angriff dürfte wieder einmal Smail Prevljak seine Chance erhalten, dazu steht Takumi Minamino vor seinem 100. Ligaeinsatz für Salzburg.

Für den einen oder anderen Akteur gehe es noch darum, sich für Mittwoch zu zeigen, sagte Rose. "Die Jungs sind gut drauf. Wir wollen im Rhythmus bleiben", erklärte der Coach. "Meine Jungs haben Bock auf die Spiele. Wir stehen gerade am Anfang der Saison, und da darf es nicht viel Müdigkeit geben." Er sei in ständigem Austausch mit der medizinischen Abteilung. "Bei den jungen Spielern entscheidet der Trainer, bei den erfahrenen Spielern wird das mit ihnen abgeklärt." Keine Option sind die Kooperationsspieler Dominik Szoboszlai und Romano Schmid vom Zweitteam FC Liefering. Beide fehlen verletzt.

Salzburg hat die vergangenen sieben Duelle mit Altach gewonnen und gegen die Vorarlberger zehnmal in Folge nicht verloren. In der Bundesliga gelangen saisonübergreifend in den vergangenen elf Runden zehn Siege.

"Haben Ansprüche an uns selber"

Der Spagat zwischen internationalem und nationalem Geschäft soll weiterhin gelingen. "Wir haben klare Ziele, und wir haben natürlich Ansprüche an uns selber", erklärte Rose. "Diese Ansprüche haben wir uns auch erarbeitet. Man darf aber nicht Anspruch und Erwartung verwechseln, denn man kann nicht erwarten, dass wir jedes Spiel gewinnen."

Die bisherigen vier Ligapartien hat sein Team allesamt mit zwei Toren Differenz für sich entschieden. Vor dem Tabellenletzten zeigte Rose dennoch Respekt. "Altach ist gut drauf, ist sehr gut organisiert. Sie spielen viel mit einer Fünferkette, setzen aber trotzdem fußballerisch Akzente." Und dann wäre da noch Hannes Aigner, der mit vier Treffern ex aequo die Liga-Schützenliste anführt. Rose: "Der weiß, wo das Tor steht."

Altach will nicht nur mit seinem Routinier, sondern mit einer Mischung aus Eigeninitiative und konsequenter Abwehrarbeit zumindest einen Punkt in Vorarlberg behalten. "Es gibt immer wieder verschiedene Konzepte gegen Salzburg: Mutig nach vorne spielen oder mit einer breiten, großen Wand. Die richtige Mischung braucht es", meinte Trainer Werner Grabherr.

Altach "lechzt nach Heimsieg"

Die Situation des Gegners, dessen Hauptfokus bereits auf Belgrad liegen dürfte, ist für die Altacher unerheblich. "Wir werden uns mit aller Hingabe auf dieses Duell vorbereiten", versicherte Grabherr. Zumal die Vorarlberger nach Heimniederlagen gegen Mattersburg (2:3) und Aufsteiger Innsbruck (1:2) noch auf ihren ersten Saisonsieg warten. "Natürlich lechzen auch wir nach einem Heimsieg", sagte ihr Coach. Ein solcher ist in den vergangenen fünf Anläufen in der Liga nicht gelungen.

Mit den beiden 1:1 bei Rapid und Sturm hätte man aber gezeigt, "dass wir gegen Topteams bestehen können", meinte Grabherr. "Wir scheuen uns nicht, auch gegen Red Bull Salzburg einmal den Ball zu nehmen und etwas zu versuchen." Verbesserungspotenzial ortete der Altach-Betreuer noch im eigenen Positionsspiel. "Da fehlt uns etwas die Genauigkeit, die Sicherheit, auch der Mut in der letzten Zone. Das hat sich aber jede Runde gebessert, da machen wir gute Schritte."

Gegen Salzburg müssen sie ohne den gesperrten Samuel Oum Gouet gemacht werden. Neben Philipp Netzer (Achillessehnenprobleme) dürfte das Spiel auch für Adrian Grbic (Knieblessur) zu früh kommen. Die Mittelfeldspieler Valentino Müller und Boris Prokopic sollen nach ihren Verletzungen dagegen erstmals wieder im Kader stehen.

Textquelle: © LAOLA1.at/APA

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