Stöger: "Eure Diskussionen brauch ich wie..."

Stöger: Foto: © GEPA
 

"Eure Diskussion brauch ich wie, wissts eh was...", eine lautstarke Äußerung von Peter Stöger während der Partie Austria Wien gegen die SV Ried, die einen kleinen Einblick in das derzeitige violette Seelenleben gibt.

Stein des Anstoßes war die Meinungsverschiedenheit zwischen Marko Djuricin und Manprit Sarkaria, wer den folgenden Elfmeter schießen solle. "Was soll das?", fragte Djuricin seinen Teamkollegen, als sich dieser bereits am Punkt für die Ausführung bereit machte.

Nach der Ansage des Trainers drehte er sichtlich schlecht gelaunt ab, Sarkaria verwandelte den schmeichelhaften Elfer sicher zum zwischenzeitlichen 1:1.

Nach Abpfiff versuchte man dem kleinen Disput im Lager der Violetten nicht zu viel Bedeutung zukommen lassen. Djuricin wollte sich im "Sky"-Interview erst nicht zur Szene - für ihn übrigens ein berechtigter Elfmeter - äußern, sagte dann aber doch: "Er hat ihn reingemacht, das passt und deshalb ist es okay so."

Drei Elfer, drei Schützen

Auch Sarkaria, der sich für Djuricin sichtlich überraschend den Ball geschnappt hatte, spielte das Thema nach Abpfiff herunter.

"Ich glaube, der versteht das schon, wir sind gute Freunde, also passt das schon", beruhigte er im Interview und fügte an: "Vorletzte Woche hat der Fitzi geschossen, letzte Woche der Marko und heute ich. Wenn alle treffen, dann passt es."

Ähnlich sah es Trainer Peter Stöger, der nicht näher darauf eingehen wollte, was das angesprochene "eh was" sein könnte.

Eine Nachbesprechung der Szene werde es nicht geben, immerhin sei positiv herauszustreichen, dass "wir zwei, wahrscheinlich sogar drei oder vier drinnen haben, die das in die Hand nehmen wollen". Stöger habe schließlich schon Mannschaften trainiert, "wo nach einem Elfmeterpfiff vor lauter Angst keiner hingehen wollte".

Kein fixer Schütze bei der Austria

"Die Einschätzung von Manni (Anm. Sarkaria) war wohl so, dass der Gefoulte nicht hingehen sollte, die Klassiker-Geschichte eben", versuchte Stöger die Szene zu erklären. Der Erfolg habe ihm ja dann bei der Ausführung recht gegeben.

Ein fixer Schütze werde von ihm auf alle Fälle nicht bestimmt. "Ich will nicht, dass jemand verpflichtet wird, der sich nicht gut fühlt, daher bin ich froh, wenn wir zwei, drei haben."

Die einfache Lösung für den Trainer, den tatsächlich nur die unnötige Unruhe und der damit einhergehende Zeitverlust störte: "Der soll den Ball nehmen, soll ihn reinschießen und fertig. So wie er es dann auch gemacht hat. Da brauch ich keine Diskussion."

Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang »

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