Rapid jubelt dank ungewöhnlicher Helden

 

Der SK Rapid Wien befindet sich auf der Siegerstraße.

Fünf Siege in den letzten sechs Bundesliga-Partien, davon drei Siege in Serie, sprechen eine klare Bilanz zu Gunsten der Hütteldorfer. Die Formkurve der Wiener zeigt auch nach dem Auswärtsspiel bei Aufsteiger WSG Tirol (Spielbericht >>>) weiter steil nach oben.

Dabei wurde den Zusehern am Innsbrucker Tivoli in der ersten Halbzeit wahrlich kein echter Fußball-Leckerbissen präsentiert, eine Leistungssteigerung in Durchgang zwei sowie ein goldenes Händchen Kühbauers bei einer gewissen Einwechslung brachte Rapid letzten Endes aber doch den Sieg ein.

Kelvin Arase heißt der Joker, der in der 50. Spielminute für den angeschlagenen Thomas Murg in die Partie kam, um nur einige Minuten später als Dosenöffner für die Hütteldorfer zu agieren.

Kühbauer beweist goldenes Händchen

"Ich glaube, in der ersten Halbzeit hat uns ein bisschen das Tempo gefehlt. Es war uns bewusst, dass die Sache mit dem 1:0 um einiges einfacher wird. Kelvin war heute der erste Eintausch aufgrund dessen, weil ich gewusst habe, dass er einen Speed hat, lange Wege macht", begründet Rapid-Trainer Didi Kühbauer Arases Einwechslung gegenüber "Sky".

Arase war allerdings auch nach dem Führungstreffer in der 54. Minute, dem ersten Bundesliga-Tor seiner Karriere, ein Aktivposten auf der grün weißen Außenbahn. "Abgesehen davon, dass er das 1:0 gemacht hat, war er auch weiterhin ein gefährlicher Posten auf unserer Seite. Es freut mich, dass er heute sein erstes Bundesliga-Tor erzielt hat", sagt Kühbauer.

Auch Kapitän Stefan Schwab streut seinem Kollegen Rosen: "Er hat viel Schwung reingebracht, ist mit seiner Schnelligkeit gut in die Tiefe gegangen. Er hat sich das Tor heute verdient, er hat sich das die letzten Wochen erarbeitet. Man sieht, wir haben einen kleinen Kader und jeder Junge, der Gas gibt, kriegt bei uns die Chance. Es war natürlich wichtig, dass er uns auf die Siegerstraße gebracht hat."

Vor einigen Wochen spielte Arase noch als Kooperationsspieler bei der SV Ried in der HPYBET 2. Liga. Die Verletzungsmisere im Rapid-Kader hat die Verantwortlichen der Wiener allerdings dazu gezwungen, Arase wieder zurückzuholen. Nun zeigt er sein großes Potenzial, haut alles rein, was ihm zur Verfügung steht. "Er hat zwar nur 60 Kilo, aber die haut er wirklich rein wie ein 90-Kilo-Mann", verdeutlicht Kühbauer.

Barac trifft bereits zweite Woche in Folge

Der zweite Held des Tages heißt Mateo Barac. Im Sommer stand der Kroate noch am Abstellgleis, nun ist er aus der Startelf Rapids kaum mehr wegzudenken. Eine starke Leistung nach der anderen steht auf dem Konto des Innenverteidigers. Diese Leistungen krönte der 25-Jährige bereits gegen die Admira vergangene Woche mit einem Treffer, nun legt er sogar noch eines drauf mit Bundesliga-Treffer Nummer zwei.

"Es fühlt sich an, als wäre ich ‚Back on Track‘. Ich brauche natürlich Spiele, um an meinen Top-Leistungen anschließen zu können. Aber jetzt bin ich sehr erleichtert und glücklich", meint Mateo Barac.

Keinen Grund zur Freude hat hingegen WSG-Coach Thomas Silberberger, dem das Selbstvertrauen in der eigenen Mannschaft gefehlt hatte. "Bei unseren Offensivaktionen hat uns heute komplett die Überzeugung gefehlt und dann ist es schwer. Erste Halbzeit haben wir meines Erachtens schon drei tolle Umschaltmomente vorgefunden, aber, wie bereits gesagt, wenn dir da die Überzeugung fehlt, dann kann es nicht klappen gegen Rapid."

"Gegen Austria Wien hatten wir Leidenschaft und Überzeugung, heute war Leidenschaft, aber keine Überzeugung. Wir sind jetzt natürlich enttäuscht, ich muss aber auch ganz ehrlich sagen, dass Rapid heute zu viel Qualität gehabt hat. Jetzt gilt es die Wunden zu lecken und den Fokus auf den Cup zu richten", meint Silberberger.

Textquelle: © LAOLA1.at

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