Endstand
2:2
0:1 , 2:1
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Austrias Reise in die Top 6: "Shampoo, würde Arnautovic sagen"

Die Veilchen jubeln nach dem Fehlstart in die Saison über das Erreichen des Etappenziels. Aber was ist jetzt möglich?

Austrias Reise in die Top 6: "Shampoo, würde Arnautovic sagen" Foto: © GEPA

"Ich habe mich selten so über einen Punkt gefreut", sagt Manfred Fischer nach dem 2:2 daheim gegen den LASK.

Die Veilchen haben mit dem Remis den Einzug in die Meisterrunde geschafft. Die Tabelle >>>

Der Kapitän erinnert sich noch gut an den Fehlstart in die Saison – Cup-Aus, Abschied im Europacup noch vor der Ligaphase, nur Platz 9 nach sechs Bundesliga-Runden.

Erinnerungen an den Fehlstart

"Im August sind wir da gestanden, da hat es uns allen den Boden unter den Füßen weggezogen. Wir haben nicht gewusst: Wie funktioniert das? Vor zwei Monaten wirst du fast noch Meister und dann hängst du da – eine Niederlage nach der anderen. Diese Reise in den acht Monaten, wo du reinhackelst, immer wieder probierst, immer wieder Tiefschläge hinnehmen musst. Trotzdem stehst du in der 21. Runde da und hast es geschafft. Das ist richtig cool", so Fischer.

Aleksandar Dragovic ergänzt: "Nach dem Beginn haben uns viele schon abgeschrieben. Shampoo, wie Marko Arnautovic sagen würde, an die ganze Mannschaft."

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"Eine Riesenleistung"

Auch Trainer Stephan Helm hält es für "eine Riesenleistung, dieses Ziel vor der 22. Runde erreicht zu haben". Der FAK erspart sich somit ein "Endspiel" in Ried.

"Wenn man sich ansieht, mit welchen Mitteln wir arbeiten, sind wir zwar ein Team, das knapp über dem Strich einzuordnen ist, das ist aber trotzdem nicht selbstverständlich", sagt der Coach.

"Unser Kader ist aktuell nicht der breiteste. Da ist es nicht an der Zeit, irgendwelche Erwartungen oder Träume zu schüren."

Johannes Eggestein

Dass die Veilchen während der Saison mit Dominik Fitz und Maurice Malone zwei Leistungsträger verkauft haben, mit Manprit Sarkaria und Noah Botic zwei Offensivspieler schwere Verletzungen erlitten haben, nun auch noch Kelvin Boateng wochenlang fehlt, darf nicht unerwähnt bleiben.

Dementsprechend hält Johannes Eggestein den Ball auch flach: "Wir tun gut daran, uns von Woche zu Woche aufs nächste Spiel zu fokussieren. Unser Kader ist aktuell nicht der breiteste. Da ist es nicht an der Zeit, irgendwelche Erwartungen oder Träume zu schüren."

Helms ungewöhnlicher Ansatz

Coach Helm wählt in Sachen Zielsetzung über den Grunddurchgang hinaus überhaupt einen ganz anderen Ansatz: "Die Ziele sind sonnenklar: Wir wollen die Mannschaft entwickeln."

"Erfahrene und arrivierte Spieler sollen einen Stamm der Mannschaft bilden, damit junge Spieler und Spieler wie die beiden Lees und Barry entwickelt werden. Damit der Verein das machen kann, was mit Malone, Fitz und Ndukwe passiert ist. Und eine Kultur zu entwickeln, damit wir immer wieder abliefern können. Natürlich haben wir auch Ergebnisziele, die sind aber Folge dessen", so der Trainer.

Dass es für die Austria in dieser Saison aber durchaus wieder einige Zeit um den Meistertitel gehen kann, ist Fischer klar: "Es geht von Null los, es ist alles möglich, jeder kann jeden schlagen."

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