Während bei den Tirolern alles aufging, erlebte der LASK, spätestens mit dem 2:1-Führungstor für die WSG, aber einen "rabenschwarzen Tag", wie Peter Michorl nach dem Spiel meint.
Spätestens nach dem 4:1 durch Nik Prelec in der 63. Minute waren alle LASK-Hoffnungen verschwunden. "Es war schon geplant, dass wir da nochmal zurückkommen. Wenn wir einen Anschlusstreffer erzielen, bin ich überzeugt, dann kann das Spiel in eine andere Richtung gehen. Aber mit dem 4:1 haben wir dann alles vermissen lassen", so Kühbauer.
LASK in Halbzeit zwei "nicht mehr existent"
"Wir waren dann nur mehr am Platz, aber nicht mehr existent. So kann ich die Mannschaft nicht sehen. Ich weiß, bei 4:1 ist es schwierig, trotzdem kann es nicht sein, dass wir dann kaum mehr Produktives nach vorne bringen", zeigt sich der Burgenländer verärgert über den lustlosen Auftritt in Halbzeit zwei.
"Wenn du zuhause vier Tore kriegst, wird es schwer ein Spiel zu gewinnen. Wir haben Fehler gemacht, die in der Bundesliga zu Toren führen. Heute sind uns gleich vier passiert", kann sich Michorl das Geschehene nur schwer erklären.
"Wir haben unser Spiel in keiner Phase auf den Platz gebracht und letztendlich verdient verloren", kann auch Ziereis nichts schönreden.
Kühbauers zweite Pleite - wieder gegen WSG
Dass beim LASK zuletzt aber nicht alles schieflief, zeigt, dass die Niederlage am Samstag erst die zweite Pleite in der Ära Kühbauer darstellt. Seit dessen Amtsantritt im vergangenen Mai verloren die Athletiker zuvor nur im Playoff-Halbfinale der vergangenen Saison - der Gegner? Die WSG Tirol.
Mit der 1:2-Niederlage im vergangenen Mai raubten die Wattener dem LASK die Chance, in den Europacup einzuziehen. Nun hat die Truppe von Thomas Silberberger den Linzern erneut eine empfindliche Niederlage beschert.
Hat sich die WSG also als das Kryptonit der Kühbauer-Mannschaft herausgestellt? "Im ersten Spiel, wo wir verloren haben, haben wir über 90 Minuten keine gute Leistung gebracht. Heute war es so, dass wir nicht zur rechten Zeit das Tor geschossen haben. Ich denke, wir waren erste Halbzeit die klar bessere Mannschaft. Aber das bedeutet nicht, dass man automatisch in Führung liegen muss", versucht Kühbauer die beiden Niederlagen voneinander zu trennen.
LASK will Lehren ziehen: "Watsche vor Länderspielpause"
Nun ist beim LASK aber Aufarbeitung gefragt. Die Länderspielpause dürfte genau zur richtigen Zeit kommen. "Das war eine Watsche vor der Länderspielpause", nimmt sich Michorl kein Blatt vor den Mund. "Die gilt es zu nutzen, um die Sinne zu schärfen."
"Vielleicht ist das auch ein guter Moment, dass wir wieder scharf aus der Länderspielpause kommen", hofft der Mittelfeldspieler, dass der LASK die richtigen Schlüsse aus der Niederlage zieht.