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"Wäre dumm von uns" - Hoff Thorup will Konzept nicht verwerfen

Gegen den WAC setzte Rapid vermehrt auf Umschaltmomente - mit Erfolg. Daran soll sich auch im Ländle nichts ändern.

"Wäre dumm von uns" - Hoff Thorup will Konzept nicht verwerfen Foto: © GEPA

Rapid will ein Finalspiel in der letzten Runde des Grunddurchgangs unbedingt vermeiden.

Deshalb wartet auf die Wiener in der ADMIRAL Bundesliga am Sonntag (ab 17.00 im LIVE-Ticker >>>) eine "Sechs-Punkte-Partie" beim ebenfalls um die Meistergruppe ritternden Verfolger Altach.

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Nach dem erlösenden 2:0-Sieg gegen den WAC hat Rapid (29 Punkte) als Tabellensechster alles selbst in der Hand. Ein Sieg gegen den direkten Konkurrenten Altach (28) brächte Grün-Weiß in eine komfortable Lage.

Bei einem Punkteverlust würde die Mannschaft von Trainer Johannes Hoff Thorup im letzten Spiel gegen Salzburg unter enormem Druck stehen.

"Werden leiden müssen"

Vorerst beschäftigte sich Hoff Thorup jedoch nur mit den im Frühjahr noch ungeschlagenen Altachern. "Wir werden versuchen, so viel wie möglich in der gegnerischen Hälfte zu spielen und sie unter Druck zu setzen. Wir wissen aber auch, dass es Momente geben wird, in denen wir kämpfen und leiden werden müssen", sagte Hoff Thorup.

Beim ersten Sieg seiner Amtszeit gab der Däne den Pragmatiker, ließ seine Mannschaft im Spielaufbau simpler agieren, vertikaler spielen und auf Umschaltmomente setzen.

Das ist zwar nicht sein bevorzugter Weg, "keep it simple" bleibt vorerst allerdings das Gebot der Stunde: "Es wäre dumm von uns, damit nicht weiterzumachen. Damit ergaben sich Chancen für uns, speziell in der zweiten Hälfte", sagte Hoff Thorup.

Mehr Minuten für Dahl?

Zudem sieht er Rapid "noch nicht an dem Punkt, an dem wir einfach rausgehen und das Spiel zu 80 bis 90 Prozent kontrollieren".

Offensivspieler Petter Nosa Dahl, der zuletzt für den Umschwung hauptverantwortlich war, habe die ganze Woche mit der Mannschaft trainiert. "Es ist möglich, dass er länger als am Samstag spielt", meint der Rapid-Coach.

Dahl kam gegen den WAC in der 72. Minute. In Altach fehlt dagegen Mittelstürmer Ercan Kara Gelb-gesperrt.

Altach wartet mit "gefestigten Automatismen"

Altach darf trotz Trainerwechsel Richtung Meistergruppe schielen. Unter dem neuen Coach Ognjen Zaric gab es knappe Siege gegen Blau-Weiß und die Austria sowie ein 0:0 gegen Hartberg.

"Natürlich glauben wir an die Chance, wir haben gezeigt, wozu wir imstande sind, wissen aber auch, dass es nicht leicht wird", sagte Zaric. In die Favoritenrolle schob der in Kufstein aufgewachsene Zaric kurzerhand Rapid.

"Rapid hat eine Mannschaft mit hoher individueller Qualität, auch wenn das Momentum nicht auf ihrer Seite ist aktuell. Sie haben einen Marktwert, der knapp das Fünffache von uns ist, da brauche ich nicht über die Favoritenrolle reden - sie sind in der Pflicht, dass sie hier gewinnen", sagte der 37-Jährige.

Für sein heimstarkes Team folgt danach das Cup-Halbfinale in Salzburg und das Liga-Gastspiel bei Sturm mit Ex-Coach Fabio Ingolitsch.

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GAK - Ried: Wenig Rhythmus zu erwarten

Punktegleich mit Altach rangiert Ried an der siebenten Stelle. Die "Wikinger" mussten beim 1:1 in Tirol zuletzt einen Rückschlag einstecken, stehen nun aber vor einem Pflichtsieg beim GAK, wenn die erstmalige Meistergruppen-Teilnahme der Vereinsgeschichte Realität werden soll.

"Auf der Zielgeraden des Grunddurchgangs sind wir gut beraten, uns auf die Dinge zu konzentrieren, die wir selbst in der Hand haben", sagte Ried-Trainer Maximilian Senft.

In der 22. Runde gastiert die Austria in Ried, vier Tage davor findet allerdings das Highlight im Cup-Halbfinale gegen den LASK statt. Vor dem Vorletzten GAK zeigten sich die Rieder, die den achtfachen Torschützen Kingstone Mutandwa gesperrt vorgeben müssen, "gewarnt".

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GAK-Coach Ferdinand Feldhofer weiß, was auf sein Team zukommt. "Gegen Ried gibt es nicht viel Rhythmus, ganz wenig Nettospielzeit und viele Standards. Trotzdem freue ich mich auf ein intensives, rassiges Spiel, in dem der als Sieger vom Platz gehen wird, der besser seine Konzentration und Aufmerksamkeit halten kann."

Das 0:1 gegen Hartberg quittierten die GAK-Fans mit Pfiffen und Schneeballwürfen auf die eigene Mannschaft. "Jeder ist enttäuscht, aber das können wir in unserer Situation nicht brauchen und da erwarte ich mir auch ganz was anderes", sagte Feldhofer.

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Blau-Weiß - Tirol: "Vorgeschmack aufs untere Play-off"

In Tirol rüstet man sich bereits für die Qualifikationsgruppe. "Ich glaube, das wird ein Spiel, das einen Vorgeschmack auf das untere Play-off bietet. Die Mannschaften werden wenig Risiko nehmen, es wird viele Duelle geben und viel um zweite Bälle gehen", prophezeite WSG-Coach Philipp Semlic.

Abstiegssorgen müssen dieses Mal in Wattens nicht um sich greifen. Mit einem Auswärtssieg beim Schlusslicht in Linz würde die WSG bei 28 Punkten und damit doppelt so vielen wie Blau-Weiß halten - ein komfortabler Polster trotz noch anstehender Punkteteilung.

Blau-Weiß möchte die Tiroler nicht vorzeitig ruhigen Gefilden überlassen. "Die Tabelle kann jeder lesen. Die Punkte werden nicht alle weggenommen, sondern lediglich halbiert", sagte Blau-Weiß-Trainer Michael Köllner im Wissen um einen möglichen Zweikampf mit dem GAK im Abstiegsrennen.

"Wir wissen, dass wir vor einem wichtigen Spiel stehen, aber es sollte unseren Verein nicht zusätzlich blockieren. Wir werden alles dafür tun, dass wir in einem vielleicht sogar ausverkauften Stadion am Ende mit drei Punkten da stehen."

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