So gelang Rapid gegen Sturm historisches Comeback

 

13. September 1985 - an jenem Tag vollbrachte der SK Rapid Wien das letzte Mal das Kunststück, einen Zwei-Tore-Rückstand noch in einen Sieg umzumünzen.

Während es vor 35 Jahren noch der Salzburger AK war, ist nun Sturm Graz der Leidtragende dieser Statistik.

Die Hütteldorfer machten ein 0:2 zur Halbzeit noch wett und drehten das Spiel in letzter Minute dank Joker Ercan Kara noch in einem Sieg (Spielbericht >>>). "Es ist natürlich ein unglaublich schöner Sieg für uns alle, weil er war auch nicht unwichtig", freut sich Rapid-Cheftrainer Didi Kühbauer nach dem Sieg gegenüber "Sky".

Nach zwei Niederlagen in Folge gegen TSV Hartberg und der historischen 2:7-Klatsche gegen Red Bull Salzburg bugsieren sich die Wiener nun wieder vorbei am LASK an die zweite Stelle der Meistergruppen-Tabelle.

Kühbauer: "Erste Halbzeit war Angsthasen-Fußball"

Um ein tolles Comeback feiern zu können, muss ein Team allerdings auch einmal in Rückstand geraten - so geschehen in der ersten Halbzeit. Kühbauer findet nach dem Spiel klare Worte, was die Leistung seiner Mannschaft im ersten Durchgang betrifft.

"Erste Halbzeit war Angsthasen-Fußball. Wir haben kaum einen Ball in den eigenen Reihen halten können. Sturm hat auch nicht den großen Fußball gespielt, aber es hat wieder gereicht, dass sie 2:0 vorne sind. Grundsätzlich ist es nach einem 2:0 sehr schwer, zurückzukommen", meint der 49-Jährige.

Rapids Achillesferse waren wie im Duell gegen Salzburg wieder mal die Standards. "Jetzt drüber zu reden ist mir wirklich gleich. Für mich war wichtiger, dass die Mannschaft eine Reaktion gezeigt hat nach der Pause, dass wir uns belohnt haben. Das ist in der Phase, wo so wenige Spiele noch sind, das Entscheidende."

Die Reaktion war eine gute, wie das Endergebnis schlussendlich auch zeigt. "Zweite Halbzeit war es so, dass wir das gemacht haben, was wir eigentlich schon von Beginn an machen wollten. Wir haben den Ball laufen lassen, wir haben viel mehr Bewegung um den Ball gehabt, haben auch die Tiefe gesucht, uns mit Kombinationen durchgearbeitet. Sturm war mental und physisch nicht auf der Höhe und wir haben das ausgenützt", so Kühbauer.

Goldtorschütze Kara: "Ich komme langsam rein"

So war es Joker Ercan Kara, der in der 90. Spielminute das Rapid-Comeback perfekt machte. "Ich habe meinen Job gemacht, ich bin reingekommen. Ich habe alles gegeben und getroffen, ein schöner Tag", freut sich Kara.

Auch im vergangenen Bundesliga-Spiel gegen Salzburg konnte der 24-jährige Mittelstürmer einen Treffer markieren. Kara scheint schon langsam in Hütteldorf angekommen zu sein. "Es läuft ein bisschen. Das ist gut für mich. Ich komme langsam rein. Es macht mich glücklich, dass ich meiner Mannschaft damit helfen kann."

Textquelle: © LAOLA1.at

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