VAR bringt Ried-Coach Heinle auf die Palme

 

Die SV Ried befindet sich im Abwärtstrend - sechs Spiele in Folge konnten die Innviertler mittlerweile nicht mehr in der Bundesliga gewinnen.

Die letzten drei Spiele mussten die Wikinger zudem ohne ihren etatmäßigen Cheftrainer Andreas Heraf (Stimmbandprobleme) bestreiten. An seiner Stelle stand zuletzt Christian Heinle am Spielfeldrand, so auch auch am Samstag bei der 1:4-Auswärtsniederlage gegen die Wiener Austria (Spielbericht >>>).

"Wir sind quasi mit 0:1 ins Spiel gegangen", rollt der Interimstrainer nochmals das Spielgeschehen vor dem "Sky"-Mikrofon auf. "Wir haben nach dem 0:1 geschaut, dass wir die Austria mit unseren Ballbesitzphasen vor Probleme stellen. Ich denke, dass uns das eigentlich sehr gut gelungen ist. Wir haben das 1:1 gemacht, waren aus dem Spiel heraus ganz klar überlegen", hat Heinle einen guten Auftritt seines Teams gesehen.

Zwei FAK-Tore zu Unrecht anerkannt?

Lange hielt die Freude der Rieder aber nicht, nur wenige Minuten später sollte sich die Austria durch Marco Djuricin wieder in Führung hieven. Dem Treffer ging jedoch eine kontroverse Szene voraus, in der ein potenzielles Foul an Rieds Murat Satin geschah.

"Wenn ich das so sehe, dann weiß ich auch, warum in den Social-Media-Kanälen genau das drinnen steht", sagt Heinle nach genauer Betrachtung der Szene. "Für mich war da ein ganz klarer Kontakt am Fuß unten, das hat zum 2:1 geführt, auch wenn man sagen muss, dass wir da zu passiv waren."

Dies sollte allerdings nicht der einzige Moment gewesen sein, wo der VAR nicht unbedingt zur SV Ried hielt. "Wir haben in der Halbzeit gewisse Dinge angesprochen, gehen raus, wollen weiter dominieren und dann ist diese Situation, wo, glaube ich, jeder sieht, dass das ein klares Handspiel ist", beschreibt Heinle den Vorfall vor dem 3:1, als Manfred Fischer den Ball mit der Hand touchierte.

Heinle: "Unfassbar, wozu wir da wen im Keller sitzen haben"

"Unfassbar, wozu wir da wen im Keller sitzen haben, der Entscheidungen trifft. Es gab auch das Foul von Braunöder, wo man mit einem VAR Rot zeigen kann", spricht der Ried-Coach einen weiteren Vorfall an, wo die Austria womöglich glimpflich davonkam. "Das summiert sich. Da bin ich ein bisschen sprachlos. Mit solchen Entscheidungen zu leben, tut richtig weh."

Am Ende konnte Ried nichts mehr entgegensetzen. "Danach hatten wir nicht mehr die Struktur, die wir vorher gehabt haben, weil wir dann probiert haben offensiver zu werden. Dann passt auch die Restverteidigung nicht mehr so. So weit sind wir noch nicht, dass wir da strukturiert Druck machen können", sieht Heinle eine Menge Verbesserungsbedarf im Spiel der SV Ried.

Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang »

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