Endstand
4:0
3:0, 1:0
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"Unerklärlich!" - Ein desolater WAC-Auftritt zum Grübeln

Die Wolfsberger lagen in Innsbruck schon nach zwölf Sekunden im Rückstand - danach ging es nur noch bergab.

Foto: © GEPA

Der Wolfsberger AC erlebte am Freitag seine bislang bitterste Stunde in der Amtszeit von Manfred Schmid.

Der Wiener, der seit Anfang März Trainer im Lavanttal ist, durfte vergangene Woche zum Start der Qualigruppe seinen ersten Sieg als Trainer der "Wölfe" bejubeln - fast eine Woche später ist die Stimmung am Tiefpunkt. 

Die Wolfsberger kommen auswärts bei der WSG Tirol komplett unter die Räder, kassieren schon nach zwölf Sekunden das erste Gegentor und können sich in weiterer Folge auch nicht mehr davon erholen - am Ende verliert man 0:4 (Spielbericht>>>). 

"Es ist natürlich bitter, wenn man so ins Spiel startet", spricht Schmid bei "Sky" die kuriose Fehlerkette vor dem 0:1 nach nur wenigen Sekunden an. "In dieser Situation sind so viele Fehler passiert, und trotzdem wäre es möglich gewesen, sie zu klären. Es ist eigentlich unerklärlich, wie wir uns da verhalten haben", kritisiert Schmid.

Novak: "Wenn wir einen Tiefschlag kriegen, dann stehen wir nicht auf"

"Ich habe beim Aufwärmen eigentlich das Gefühl gehabt, dass die Jungs gut drauf sind. Dann kriegst du so einen Tiefschlag in der ersten Minute", erklärt Michael Novak

"Nach dem 1:0 hatte ich kurz das Gefühl, dass wir uns erholen, aber nach dem 2:0 war es eigentlich erledigt", so Schmid. Danach habe seine Mannschaft komplett den Faden verloren. "Dann hat man gesehen, es ist eine reine Kopfsache, die Jungs werden passiv und verstecken sich."

"Das ist schon das ganze Jahr", kritisiert Novak. "Wenn wir einen Tiefschlag kriegen, dann stehen wir nicht auf. Das müssen wir ändern", wird der Routinier deutlich.

Desaströser Auftritt war nicht vorherzusehen

Laut Novak habe sich die Partie im Kopf entschieden: "Wir dürfen die Partie nicht so wegschmeißen mit solchen ersten 30 Minuten. Das ist einfach nicht okay. Man kann ein Spiel verlieren, man kann Fehler machen, aber nicht in der Art und Weise, dass man im Kopf zu langsam ist, dass man auseinanderfällt und sich nicht mehr an den Plan hält. Dann müssen wir erst recht zum Plan stehen."

 

"Es ist ein herber Rückschlag, wir haben gedacht, dass wir schon weiter sind. Das sind wir nicht, das hat man gesehen", erklärt Schmid. Gerade nach dem ersten Sieg in der vergangenen Woche sah er seine Mannschaft gut aufgestellt. Auch die Trainingswoche sei gut verlaufen.

"Wir haben die ganze Woche Einzelgespräche geführt, Videoanalyse gemacht mit den Spielern, um unser Spiel zu entwickeln. Ich habe ein sehr gutes Gefühl gehabt. Die Trainings waren griffig, präzise, richtig gut. Die Stimmung vor dem Spiel war so, dass ich mir eigentlich keine Sorgen gemacht habe. Dann startest du mit so einer Aktion ins Spiel und alles ist zerstört", sagt der WAC-Coach.

Schmid: "Werden jetzt nicht auf die Mannschaft draufschlagen"

Nun sei es die Aufgabe, den schwachen Auftritt zu analysieren und die richtigen Schlüsse daraus zu ziehen. "Wir werden jetzt nicht auf die Mannschaft draufschlagen. Es war ein Spiel, das ist passiert. Wir werden das ganz klar analysieren. Dann werden wir nach vorne schauen, es sind noch viele Spiele."

In der Qualifikationsgruppe sei ohnehin jede Woche alles möglich, das weiß auch Manfred Schmid: "Das kann nächste Woche schon wieder ganz anders aussehen."

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