Endstand
1:0
0:0 , 1:0
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"Mehr als 100 Prozent": WSG belohnt sich mit Sieg gegen Sturm

Die WSG Tirol zeigt gegen Sturm eine intensive, disziplinierte Leistung. Trainer Semlic sieht die geforderten "mehr als 100 Prozent" erfüllt. Wattens bleibt realistisch und mischt um die Top 6 mit.

"Mehr als 100 Prozent": WSG belohnt sich mit Sieg gegen Sturm Foto: © GEPA

Nach dem ersten Sieg in der Vereinsgeschichte gegen Sturm vergangenen Dezember, schlägt die WSG die Grazer erneut (Zum Spielbericht>>>).

Dabei zeigen die Tiroler, was ihr Trainer Woche für Woche einfordert: volle Intensität. Oder, wie es Philipp Semlic formuliert: "Mehr als 100 Prozent".

WSG gewinnt "kein gutes Fußballspiel"

"Wenn du mit 1:0 zu Hause gegen Sturm Graz gewinnst, das sehr griffig war, dann hast du wahrscheinlich viel richtig gemacht", sagt Philipp Semlic bei "Sky" nach der Partie. Und trotzdem schiebt er sofort nach: "Es war kein gutes Fußballspiel heute. So ehrlich müssen wir auch sein."

Viel Kampf, wenig lange Ballstafetten, kaum zusammenhängende Aktionen über mehrere Stationen. Aber seine Mannschaft habe das angenommen. "Sehr präsent, sehr aktiv, sehr fleißig" sei sie gewesen – und im entscheidenden Moment konsequent. Dass eine Standardsituation das Spiel entscheidet, überrascht ihn nicht: "Dass wir da gut sind, wissen wir."

Tor ist Lawrence egal: "Hauptsache wir haben gewonnen"

Für Johannes Naschberger war es eine "sehr, sehr gute Leistung". Vor allem mental habe es gestimmt. "Auf das können wir aufbauen." Ob das die geforderten 100 Prozent waren? Seine Antwort fällt klar aus: "Ich glaube, wir kommen ganz gut hin." Jetzt gehe es darum, das in jedem Spiel zu bestätigen.

Jamie Lawrence sieht es ähnlich. "Ich glaube, wir haben es uns heute extrem verdient." Die WSG habe gekämpft, sich gut präsentiert, vorne Bälle festgemacht und sich Chancen erarbeitet. Wer den Treffer am Ende gutgeschrieben bekommt, spiele keine Rolle: "Hauptsache, wir haben gewonnen." Schon in der Vorwoche habe man 100 Prozent Kampf auf den Platz gebracht, diesmal hätten auch die anderen Faktoren gestimmt.

Dieser Spieler macht Semlic stolz

Trainer Semlic betont, dass nach dem Spiel gegen den LASK noch der letzte Schritt gefehlt habe. Diesmal sei genau dieser umgesetzt worden. "Wir wollten sehr konsequent sein und dann dieses letzte Quäntchen an Winner-Mentalität dazu beitragen." Das habe die Mannschaft "sehr bravös umgesetzt".

Einen Spieler hebt er besonders hervor: seinen Torhüter. Vor dem Spiel war sein Einsatz fraglich. Und dann diese Leistung – inklusive entscheidender Parade: "Das macht uns heute stolz." Entwicklung finde außerhalb der Komfortzone statt, sagt Semlic. "Und heute hat er für sich definitiv einen Entwicklungsschritt gemacht."

In Wattens bleibt man trotz allem realistisch. Rechenspiele spielen keine Rolle. Wichtig sei der eigene Weg. "Diese drei Punkte heute tun gut", sagt Semlic.

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