Wie sich die Rapid-Abgänge seit 2015 schlagen

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Ehemalige Spieler des SK Rapid sind derzeit wieder einmal in aller Munde!

Maximilian Wöber etwa, der von Ajax Amsterdam zum FC Sevilla wechselte. Oder Florian Kainz, dessen Wechsel von Werder Bremen zum 1. FC Köln unter Dach und Fach ist. Oder auch Srdjan Grahovac, der nach dem Abschied nun wieder zu Rapid zurückkehrte - übrigens ist er nicht der erste, der eine zweite Ära startete.

Genügend Anlässe, um die Frage zu beantworten: Wie erging es eigentlich den anderen Spielern, seit dem Abgang von Rapid? Robert Beric etwa, Stefan Stangl, Arnor Traustason, Giorgi Kvilitaia, Louis Schaub, Joelinton, Lucas Galvao oder den vielen anderen?

LAOLA1 zeigt auf, wie es den Rapid-Abgängen seit 2015 erging - und da sind einige positive wie negative Werdegänge dabei:

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Abgänge 2018/19 (seit Sommer 2018):

Louis Schaub (Köln): Stark! Im Sommer 2018 wagte er den Sprung nach Köln zum deutschen Zweitligisten. Dort unumstrittener Stammspieler und Assistkönig (10 Torvorlagen) bei zwei Toren. Am besten Weg mit Köln in die Bundesliga.

Joelinton (Hoffenheim): Überraschung! Qualitäten zeigte der Brasilianer auch bei Rapid, allerdings nicht als Goalgetter. Bei Hoffenheim setzte Julian Nagelsmann von Anfang an auf ihn, „Joey“ blühte regelrecht auf. Seine bisherige Pflichtspielbilanz: 24 Spiele, 8 Tore, 7 Assists. Wer hätte das gedacht?

Giorgi Kvilitaia (KAA Gent): Absoluter Pechvogel! Wechselte trotz Knöchelbruch nach Belgien, absolvierte dort drei Einsätze mit insgesamt 29 Minuten Spielzeit und brach sich dann im Training beim georgischen Nationalteam den Fuß und verpasste dadurch den kompletten Herbst.

Lucas Galvao (Ingolstadt): Durchwachsen! Bei Rapid geht er schmerzlich ab, beim deutschen Zweitliga-Schlusslicht lief es nur am Anfang mit 9 Liga-Einstäzen. Stand mit Problemen mehrfach nicht im Kader, wohl deshalb, weil er sich danach bei einer Knöchel-Operation zwei Knochenteile entfernen lassen musste. Will im Frühjahr durchstarten.

Mario Pavelic (HNK Rijeka): Einbruch! Bei Rapid am Ende abgesägt, bei Rijeka schnell Stammspieler, aber nur anfangs. Bestritt seit November kein Spiel mehr für den kroatischen Erstligisten, teilweise stand er nicht einmal mehr im Kader.

Thanos Petsos (Werder Bremen): Von der Bildfläche verschwunden! Die Rückholaktion des einstigen Leistungsträgers zahlte sich für Rapid nicht aus. Kehrte nach Bremen zurück, wo er noch einen Vertrag bis 2019 besitzt, aber keine Rolle spielt. Kein Einsatz seit Sommer, nicht einmal in der 2. Mannschaft.

Matej Jelic (Slaven Belupo): War bei Rapid ja schon lange kein Thema mehr und erfolglos verliehen. Beim kroatischen Mittelständer spielt der Stürmer wenigstens wieder, vom Stammspieler ist er jedoch auch dort weit entfernt.

Andreas Kuen (Mattersburg): Gezeichnet! Erlitt bei Rapid im Mai 3. Kreuzbandriss mit 23 Jahren, zudem wurde sein Vertrag nicht verlängert. Mattersburg hatte bisher noch nichts von ihm. Stieg Ende Oktober erstmals ins Mannschaftstraining ein, ein Comeback im Frühjahr würde seiner Karriere gut tun.

Albin Gashi (Den Bosch): Schaffte es bei Rapid nie zu einem Profi-Einsatz, durfte nur in der Vorbereitung und Tests schnuppern. Wechselte in die 2. holländische Liga, machte aber auch dort erst 3 Liga-Kurzeinsätze und stand mehrmals nicht einmal im Kader.

Maximilian Entrup (SV Lafnitz): Nach der Leihe von Rapid zu St. Pölten war sein Aus aufgrund der Vorgeschichte und Fan-Skandal nicht mehr zu verhindern. War zwei Monate vereinslos, ehe ihn Lafnitz in die 2. Liga holte. Mit drei Toren in 9 Spielen konnte er seitdem aufzeigen.

Steffen Hofmann (Karriereende): Viele trauern der Rapid-Legende noch immer nach! Eine weitere Station tat er sich nicht mehr an. Als Talente-Manager wächste er derzeit in seine neue Rolle hinein und konnte schon den einen oder anderen Jungen zu einem neuen Vertrag überreden.

Abgänge 2017/18 (seit Sommer 2017):

Maximilian Wöber (Ajax, nun FC Sevilla): Begehrt! Kam nach rasantem Aufstieg zu Ajax. War dort nicht immer glücklich mit seiner Rolle, kam aber regelmäßig auf Einsätze, spielte auch in der Champions League und gehört ÖFB-Kader an. Nun vor neuer Herausforderung beim FC Sevilla, und erst 20 Jahre alt.

Srdjan Grahovac (FC Astana, Leihe Rijeka, Rapid): Der Rückkehrer! Wurde mit Astana während Rapid-Leihe Meister und bewies mit 8 Toren ungeahnte Goalgetter-Qualitäten. Nach dem Verkauf wurde er von Astana an HNK Rijeka verliehen, wo er nicht immer erste Wahl war. Nun ablösefrei zurück bei Rapid.

Arnor Traustason (Malmö): Es geht bergauf beim Fehl-Rekordkauf Rapids! Fand nach Leihe zu AEK Athen und Verkauf an Malmö eine neue Heimat und kommt dort wieder regelmäßig zum Einsatz, auch in der Champions League. Hat seit April 2018 schon 7 Tore und 6 Assists für Malmö am Konto.

Thomas Schrammel (Sturm): Wechselte nach vielen Jahren im Rapid-Dress zum Liga-Konkurrenten. Verlor unter Heiko Vogel seinen Stammplatz, doch unter Nachfolger Roman Mählich spielte er bisher alle Spiele durch. Mit 31 Jahren noch immer ein solider Linksverteidiger.

Eren Keles (St. Pölten, Adanaspor): Dem nun 24-Jährigen konnte es nach Durchbruch bei Rapid nicht schnell genug gehen! Transfer von Rapid zu St. Pölten lief nicht reibungslos ab, war das halbe Jahr dort alles andere als Stammspieler. Auch in der 2. türkischen Liga nicht immer erste Wahl.

Jan Novota (Debrecen, Karriereende): Abschied mit Tränen! Der Torhüter beendete seine lange Rapid-Zeit, bei Debrecen bekam er nur mehr drei Einsätze, ehe er seine Karriere beenden musste. Wegen einer Aorta-Erweiterung wäre eine Fortsetzung der Karriere zu riskant gewesen.

Philipp Prosenik (Ried, vereinslos, Mattersburg): Bei Rapid-Leihe zum WAC mit 7 Toren in 33 Spielen stark. Seit dem Verkauf nicht vom Glück verfolgt! Bei Ried nicht mehr als ein Joker, im Sommer war der 25-jährige Stürmer sogar zwei Monate vereinslos. Seither kämpft er in Mattersburg vergeblich um mehr Einsatzzeit.

Christoph Schösswendter (Union Berlin, Admira): Zurück in Österreich! Wurde bei Rapid von Damir Canadi vom Abwehrchef zum Bankerldrücker degradiert. Suchte das Weite, aber kam bei Union Berlin in eineinhalb Jahren nur auf drei Einsätze, war meist nicht im Kader. Nun Neustart bei Ex-Klub Admira.

Tomi Correa (vereinslos, Atletico Victoria): Für den Spanier war die Profi-Karriere nach der durchwachsenen Zeit bei Rapid vorbei. War ein halbes Jahr vereinslos, ehe er auf seine Heimatinsel Teneriffa zurückkehrte, wo er noch in der dortigen Regionalliga bei Atletico Victoria kickt.

Osarenren Okungbowa (Rapid II, St. Pölten, FAC): Kam unter Damir Canadi zu zwei Profi-Einsätzen bei Rapid. Nach viel Verletzungspech ging es zurück zu Rapid II, seit Sommer bei St. Pölten, wo er nach einer Oberschenkelverletzung nur einmal im Cup, sonst in der 2. Mannschaft zum Einsatz kam. Wechselte nun im Jänner 2019 zum FAC.

Abgänge 2016/17 (seit Sommer 2016):

Florian Kainz (Bremen, Köln): Startete im Sommer 2016 in sein erstes Auslandsabenteuer! Tastete sich im ersten Jahr heran, im zweiten Jahr machte er großen Sprung mit 34 Pflichtspiel-Einsätzen und 4 Toren. Seit Sommer jedoch nur mehr 9 Einsätze und nun mit neuer Chance beim 1. FC Köln.

Stefan Stangl (RB Salzburg, vereinslos): Setzte Karriere nach Rapid-Abschied in den Sand. Bei Salzburg kaum gefragt, nur 13 Einsätze in eineinhalb Jahren, aber auch oft verletzt. Drängte sich auch bei Austria-Leihe in 10 Einsätzen nicht auf. Im Sommer wurde Vertrag mit RBS aufgelöst, seitdem vereinslos.

Thanos Petsos (Bremen, Fulham, Rapid, Bremen): Der erste Abschied des Deutsch-Griechen, der zweite wurde oben schon erwähnt. War nach erster Rapid-Ära weder bei Bremen noch bei Fulham im Einsatz, eine Wadenverletzung trug ihr Übriges dazu bei. Es folgte die 2. Rapid-Zeit und die Rückkehr an die Weser.

Stefan Nutz (Ried, Altach): Neustart geglückt! Bei Rapid wurde er unter Wert geschlagen, seine Qualitäten zeigte er aber danach bei Ried und nun schon seit Sommer 2017 in Altach, wo er ein wichtiger Bestandteil der Mannschaft und Stammspieler ist.

Michael Schimpelsberger (Wacker): Der Oberösterreicher hat nach seinem Abschied aus Wien schon seit Sommer 2016 eine neue Heimat bei Wacker Innsbruck gefunden, wo er auch zum Stammpersonal zählt. Schaffte den Aufstieg, nun Bundesliga - es läuft für den Defensivspieler.

Deni Alar (Sturm, Rapid): Es ist kompliziert! Alar verließ Rapid, weil er nicht mehr zum Zug kam bzw. falsch eingesetzt wurde. In den zwei Jahren bei Sturm blühte er mit 16 bzw. 20. Liga-Toren auf, eine Quote, von der er seit der Rückkehr bei Rapid sehr weit entfernt ist. Bisher enttäuschend!

Philipp Huspek (Sturm): Bei Rapid kam er nicht so zum Zug wie gewünscht! Nach dem ersten starken Jahr ein wenig abgefallen bei Sturm Graz. Bekommt aber regelmäßig seine Einsätze, auch wenn nicht immer von Beginn an.

Dominik Starkl (Admira): Ging zur Admira, um mehr Spielpraxis zu bekommen. Wurde jedoch von Verletzungen immer wieder aus dem Rhythmus geworfen. 5 Tore in der Vorsaison waren stark. Auch heuer wieder mit zufriedenstellender Einsatzzeit.

2015/16 (seit Sommer 2015):

Robert Beric (St. Etienne, Leihe Anderlecht): Rapids letzter großer Knipser! Riss sich kurz nach seinem Wechsel zu St. Etienne das Kreuzband. 9 Pflichtspieltore 2016/17 bei den Franzosen, bei Leihe zu Anderlecht halbes Jahr kaum im Einsatz. Im Frühjahr 2018 dann zurück bei St. Etienne mit 7 Toren. In dieser Saison nur Joker mit 2 Toren in 9 Kurzeinsätzen.

Dominik Wydra (Paderborn, Bochum, Aue): Galt lange als großes Talent, auch bei Rapid. Für Ex-U21-Teamkapitän lief es bei Paderborn nicht so schlecht, in Bochum auch durch Verletzungen gar nicht. Bei Aue 2017/18 fast durchwegs Stammspieler, doch heuer meist nur mehr Reservist.

Marko Maric (Hoffenheim, Leihe Lechia Gdansk, Leihe Hannover, Leihe Lilleström): Der Torhüter wäre die neue Nummer 1 nach Jan Novota geworden, das war Rapids Plan, hätte er nicht vorschnell das Weite gesucht. Unterschrieb bei Hoffenheim 5-Jahres-Vertrag, wurde aber seither mit mäßigem Erfolg an Lechia Gdansk, Hannover 96 und nun Lilleström verliehen. In Polen spielte er eine Halbsaison, seit Mai 2018 ist er bei den Norwegern die Nummer 1.

Brian Behrendt (Bielefeld): Ging von Rapid nach Deutschland zurück zu Arminia Bielefeld. Der Defensivspieler mit dem Hammerschuss zählt beim deutschen Zweitligisten - wenn fit - zum Stammpersonal, nur mit kurzen Unterbrechungen. Mittlerweile mehr Innenverteidiger als defenisver Mittelfeldspieler.

Eldis Bajrami (Admira, vereinslos, SKN): Bajrami wurde damals bei Rapid einiges zugetraut, Chancen bekam er wenige. Spielte zwei Jahre bei der Admira, im Sommer 2017 war er jedoch zwei Monate sogar vereinslos. Steht seit September 2017 bei St. Pölten unter Vertrag, ist jedoch nach gutem Start nur mehr Bankerldrücker.

Textquelle: © LAOLA1.at

Rapid-Interesse an brasilianischem Stürmer von Sofia

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