Wie entscheidet sich Rapid-Kapitän Stefan Schwab?

 

Der Kapitän geht voran - in guten wie in schwierigen Zeiten.

Derzeit läuft es für Rapid richtig gut, der Erfolgslauf - die Grün-Weißen sind seit acht Spielen ungeschlagen - konnte mit einem 3:1-Heimsieg gegen den SV Mattersburg fortgesetzt werden.

Und Stefan Schwab spielte dabei eine ganz wichtige Rolle, stand im Mittelpunkt. Der 29-jährige Mittelfeldspieler hatte mit seinem Doppelpack maßgeblichen Anteil am Erfolg, auch wenn ihm dieser noch danach Kopfweh bereitete.

Denn beim zweiten Treffer prallte er mit Alois Höller zusammen, blieb benommen liegen und musste ausgewechselt werden. Trotz Schwindelgefühl und Blackout, da er nicht wusste, ob es ein Tor war, hat er zum Glück keine Gehirnerschütterung davongetragen und stand am Montag - mit Beule - bereits wieder im Training.

Die Bedeutung des Kapitäns Schwab für Rapid ist groß. An seiner Vertragsverlängerung hängt viel. Geht es nach seinen Teamkollegen, dann wollen sie ihn auch in Zukunft als verlängerten Arm des Trainers bei den Hütteldorfern sehen.

Schwabs Bedeutung nicht nur statistisch messbar

Schwab hat mit Rapid schon viel mitgemacht. Als Nachfolger von Steffen Hofmann war es nicht leicht, Anklang als Kapitän zu finden. In schwierigen Phasen wurde die Kritik an ihm laut.

Doch auch damit konnte der Saalfeldner umgehen. Innerhalb der Mannschaft war er ohnehin immer akzeptiert, aktuell sorgt er auch sportlich wieder für Glanzlichter und ist für die Hütteldorfer wieder unverzichtbar.

Mit seinen Saisontoren fünf und sechs gegen Mattersburg hat er dies auch wieder mit Toren bewiesen. Damit ist er wieder der zweitbeste Rapid-Torschütze in der Bundesliga in dieser Saison hinter Taxiarchis Fountas (13).

Mit acht Assists ist er hinter Christoph Knasmüllner ebenfalls die Nummer zwei. Gleichzeitig ist er Taktgeber, Ideengeber und der Führungsspieler schlechthin im Mannschafts-Gefüge. Abseits von statistischen Werten merkt man aber auch, dass es Schwab momentan wieder richtig Spaß macht.

Vaterfreuden bei Schwab, aber noch keine Zukunftsentscheidung

Ein Solo hier, ein Ferserl dort - die Glanzlichter nehmen beim Saalfeldener in letzter Zeit wieder zu. Möglicherweise ein wichtiger Knackpunkt, wie sich der Salzburger entscheiden wird, was seine Zukunft betrifft.

Noch immer ist kein neues Arbeitspapier unterschrieben, obwohl Rapid seit Monaten dahinter ist, den Kapitän weiterhin an Bord begrüßen zu können. Schwab wollte Klarheit, was geplant ist, wie mit ihm geplant wird. Und gleichzeitig weiß er, dass es möglicherweise die letzte Chance ist, noch seinen Auslands-Traum zu verwirklichen.

Beim 1:0-Führungstreffer gegen Mattersburg jubelte er im Schnuller-Modus - wohl ein Indiz dafür, dass Schwab erstmals Vater wird. Auch das könnte eine wichtige Rolle spielen, wo das Kind die ersten Jahre aufwachsen soll.

Auch die Teamkameraden wissen offiziell von keiner Tendenz, wie sich Schwab entscheiden wird. "Da könnte ich jetzt was verraten", scherzt Thomas Murg, um dann zu relativieren. "Nein, ich weiß nichts."

"Ein fantastischer Spieler, ein fantastischer Mensch"

Wenn der Name des Captains allerdings zum Thema wird, schwärmen seine Mitspieler. Die Bedeutung Schwabs innerhalb des Teams dürfte eine extrem große sein, wenn man Murg und Co. glaubt.

"Da brauchen wir nicht diskutieren. Was Schwabi alles macht im Verein... Aber das Wichtigste ist, was er für ein Spieler ist am Platz. Schwabi ist ein fantastischer Spieler, der wirklich alles hat für die Position, ein richtiger Box-to-Box-Spieler, sehr professionell, sehr wichtig für die Kabine. Natürlich wäre es unglaublich wichtig, wenn er beim Verein bleibt", bricht Murg eine Lanze für seinen Nebenspieler.

"Nicht nur diesmal, weil er zwei Tore gemacht hat. Sondern auch, wo es schon ein bisschen anders gelaufen ist und er viel kritisiert wurde, ist er immer er selber geblieben, hat immer sein Ding durchgezogen. Er ist ein fantastischer Spieler, ein fantasischer Mensch und ich hoffe, dass er bei Rapid bleibt."

Sein Vorgänger hat es vorgemacht, welchen Status man sich erarbeiten kann, wenn man Rapid viele Jahre die Treue schwört. Allerdings hat auch Steffen Hofmann dem Ruf seines Heimatlandes nachgegeben und Erfahrungen gesammelt - wenn auch nur kurz und mit keinen guten Erinnerungen.

"Schwab geht voran und das ist wichtig für uns"

Schwab hat die Qual der Wahl. Der ungewöhnliche Assistgeber gegen Mattersburg, Christopher Dibon, macht noch einmal klar, was für eine wichtige Rolle Schwab bei den Grün-Weißen spielt.

"Für mich ist das gar keine Frage. Schwabi ist ein super Spieler, ein super Typ, auch in schwierigen Phasen immer mutig, er traut sich was zu. Dass auch mal Fehler passieren, muss man ihm eingestehen. Aber er geht voran und das ist wichtig für uns. Ich versuche, ihn da zu unterstützen, und wenn er dann, so wie diesmal, zwei Tore macht, und die waren richtig schön auch noch, dann sieht man, wie wichtig er für Rapid ist."

Die beiden Ex-Admiraner kennen sich schon lange, sind auch abseits des grünen Rasens gut befreundet. Auf der einen Seite würde Dibon alle Hebel in Bewegung setzen, um Schwab bei Rapid zu halten. Zum anderen würde er ihm auch einen großen Sprung in eine Top-Liga vergönnen. Er selbst hat erst kürzlich bis 2022 verlängert.

"Das steht ja außer Frage, dass ich noch gerne länger mit ihm zusammenspielen würde. Natürlich ist es seine Entscheidung, aber er ist ein geschickter, schlauer Bursche. Am Ende des Tages wird man sehen, was rauskommt."

"Wie wichtig Schwab für uns ist, hat man gesehen"

Und auch für Trainer Didi Kühbauer gibt es wohl keine zwei Meinungen, ob er den Kopfball-Spezialisten gerne weiter unter seinen Fittichen haben würde.

Nach dem Zusammenprall hofft und geht er davon aus, dass ihm Schwab in den kommenden Spielen wieder zur Verfügung steht. "Ihm ist schwindelig, aber die Tests deuten nicht drauf hin, dass es eine Gehirnerschütterung ist. Wie wichtig er für uns ist, hat man diesmal eh gesehen."

Es liegt somit an Schwab selber, seine fußballerische Zukunft gut zu überdenken. Langsam aber doch wird eine Entscheidung fallen müssen, denn Anfang März wird auch der Verein langsam einen Notfallsplan aushecken müssen, sollte Schwab nicht verlängern.

Möglicherweise kommen die Vaterfreuden und die aktuelle Hochform gerade Recht, um ihm die Entscheidung ein bisschen leichter zu machen.

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SCR Altach - Red Bull Salzburg 3:2

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SK Rapid - SV Mattersburg 3:1

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SK Sturm Graz - FK Austria Wien 1:1

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SKN St. Pölten - Wolfsberger AC 0:4

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WSG - Admira 1:1

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LASK - TSV Hartberg 5:1

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Textquelle: © LAOLA1.at

Beste Rapid-Ausbeute seit 10 Jahren! Dank an "weißen Brasilianer"

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