Wacker: Auch Hörtnagl hinterfragt sich

Wacker: Auch Hörtnagl hinterfragt sich Foto: © GEPA
 

Der FC Wacker Innsbruck erlebt - wieder einmal - turbulente Zeiten.

Nach einer internen sportlichen Analyse haben die Tiroler die Entscheidung getroffen, Trainer Daniel Bierofka mit sofortiger Wirkung freizustellen. Vorerst übernehmen Co-Trainer Philipp Heinzer und Torwart-Trainer Szabolcs Safar die Leitung des Trainings. Anfang kommender Woche wird ein Interims-Trainer präsentiert, der die ausstehenden sechs Spiele im Herbst absolvieren wird.

"Nach intensiven Gesprächen zwischen Daniel und mir, sind wir zum Entschluss gekommen, dass ein Trainerwechsel zum jetzigen Zeitpunkt notwendig ist", erklärt Sportvorstand Alfred Hörtnagl. "Die verbleibenden sechs Spiele werden von einem Interimstrainer geleitet, den wir bis Anfang kommender Woche präsentieren wollen. Nach dieser Zeit werden wir sehen, wo wir in der Tabelle stehen und wie wir uns im Frühjahr ausrichten werden. Im Zuge dessen werde ich auch meine Position kritisch reflektieren", stellt sich Hörtnagl selbst infrage.

Bierofka stand seit August 2020 insgesamt 45-mal (24 Siege, 9 Unentschieden, 12 Niederlagen) an der Seitenlinie der Innsbrucker. Den Einzug in die Relegation in die Bundesliga verpasste Wacker in der abgelaufenen Saison im Zweikampf mit Austria Klagenfurt erst in der letzten Runde. Der Deutsche (42) hatte im Sommer mit seinem Team dann keine leichte Vorbereitung. Wacker trug mit dem deutschen Investor einen öffentlichen Streit aus. Der Traditionsklub muss sparen, einen Überbrückungskredit stellte der russische Investor Michail Ponomarew zur Verfügung. Trotz eines der teuersten Zweitliga-Kaders belegt Wacker nach zehn Runden in der ADMIRAL 2. Liga nur den sechsten Tabellenplatz.

Hörtnagl dankt Bierofka für seinen Einsatz. "Besonders hervorheben möchte ich, dass Daniel auch in den äußerst turbulenten Monaten im vergangenen Frühjahr und Sommer, stets akribisch weiterarbeitete und trotz Angeboten aus dem Ausland unserem Verein treu blieb. Leider sind in den letzten Wochen die gewünschten Ergebnisse ausgeblieben."

Als mögliche Kandidaten auf die Nachfolge von Bierofka werden Ferdinand Feldhofer, Joachim Standfest und Robert Ibertsberger gehandelt.

Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang »

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