Blau-Weiß-Protest gegen Punkteabzug für 2020/21

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Blau-Weiß Linz hat wenig Interesse daran, die kommende Saison der HPYBET 2. Liga mit minus vier Punkten zu starten.

Die Stahlstädter legen am Freitag fristgerecht Protest gegen das Urteil der Liga von vier Punkten Abzug zum Start der Spielzeit 2020/21 ein. Bestraft wurde Blau-Weiß aufgrund eines Fristverzugs betreffend den Jahresabschluss mit 30. Juni 2019, ausgesprochen wurde das Urteil im Zuge des Lizenzierungsverfahrens.

Geschäftsführer Stefan Reiter klärt auf, dass es sich hierbei um einen Fehler seiner Vorgänger gehandelt haben soll:

"Sämtliche Vereine hatten die Verpflichtung bis zum 15.10.2019 einen Jahresabschluss zum 30.06.2019 an die Bundesliga zu übermitteln. Aus bis heute nicht nachvollziehbaren Gründen hat es die damalige Geschäftsführung und auch der Vorstand verabsäumt, dieser Aufforderung nachzukommen. Es ging so weit, dass der Jahresabschluss zu diesem Zeitpunkt nicht einmal vorbereitet war."

(Artikel wird unter dem Video fortgesetzt)

"Massiver Eingriff in sportlichen Verlauf"

Für Reiter kam diese Pflichtvernachlässigung seiner Vorgänger überraschend:

"Als ich von der Bundesliga darauf angesprochen wurde, war ich natürlich vor den Kopf gestoßen. Die Phase der Restrukturierung des Vereins hat von Dezember 2019 bis Februar 2020 gedauert. In dieser Phase ist es uns mit Hilfe von Rechtsanwalt Mag. Peter Vogl, sowie zahlreichen Partnern des FC Blau-Weiß Linz gelungen, den Verein völlig zu entschulden und parallel dazu auch den Zulassungsantrag für die Spielzeit 2020/21 zu stellen. In diesem Zusammenhang ist zu erwähnen, dass wir ja dazu bereits die Auflage hatten, wegen der versäumten Abgabe, einen Zwischenabschluss zum 31.12.2019 erstellen zu lassen. Dieser wurde auch von einem unabhängigen Wirtschaftsprüfer mit einem positiven Testat versehen, sprich der Verein hatte eine positive Fortführungsprognose."

Der seit November 2019 beim angeschlagenen Linzer Klub tätige Reiter akzeptiert zwar die Sanktionen, hofft aber auf eine Strafmilderung:

"Die gesamten Unterlagen wurden dann fristgerecht am 03.03.2020 an die Bundesliga übermittelt und wir haben nun auch problemlos die Zulassung für 2020/21 erhalten. Die Bundesliga hatte allerdings trotzdem die Verpflichtung uns aufgrund der versäumten Abgabe 2019 zu sanktionieren. Der FC Blau-Weiß Linz akzeptiert auch die Sanktion aufgrund der Vorfälle im Jahr 2019. Einspruch wurde aber nun trotzdem erhoben - genauer gesagt gegen den Abzug von vier Punkten, weil wir der Meinung sind, dass dieser massiv in den sportlichen Verlauf der kommenden Spielzeit eingreift und wir durch die verspätete Abgabe ja auch keinen sportlichen Vorteil erlangt haben. Eine Geldstrafe sollte aus unserer Sicht ausreichend sein, was in der momentan ohnehin schon schwierigen Phase für die ganze Liga schmerzhaft genug ist.

Textquelle: © LAOLA1.at

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