Neues Gefühl für Linz: "Sind nicht Salzburg"

 

Der FC Blau-Weiß Linz kürte sich am Sonntag in einem echten Herzschlagfinale zum Meister der 2. Liga.

Es hätte keine spannendere Konstellation geben können für den Kampf um den Titel. Der FC Blau-Weiß Linz und der FC Liefering hielten vor dem letzten Spieltag beide bei 62 Punkten, einzig der um einen Treffer besseren Tordifferenz war es zu verdanken, dass die Linzer vorgereiht wurden.

So war es auch passend, dass die beiden Titelanwärter am letzten Spieltag im direkten Duell um die Meister-Trophäe ritterten. Liefering brauchte unbedingt einen Sieg, dieser blieb den Jungbullen jedoch verwehrt. Blau-Weiß sicherte sich letztlich mit einem hart erkämpften 1:1 den Titel (Spielbericht >>>).

Linz: "Jetzt können wir feiern"

Es ist ein ganz besonderer Titel für die Stahlstädter, die nach zwei Regionalliga-Titeln den ersten großen Erfolg in ihrer knapp 24-jährigen Vereinsgeschichte feiern. Dementsprechend groß gestaltete sich auch der Jubel auf Seiten der Linzer nach Abpfiff.

(Text wird unter dem Video fortgesetzt)

"Wir haben das Glück auf unserer Seite gehabt. Es hätten sich beide verdient gehabt. Aber jetzt können wir feiern", freut sich Blau-Weiß-Mittelfeldspieler Michael Brandner nach dem Spiel.

Nur Salzburg "gewinnt jedes Jahr Titel"

Auch bei Goalgetter Fabian Schubert wurde ausgelassen gefeiert: "Es ist ein neues Gefühl für uns. Wenn man in Österreich nicht bei Salzburg spielt, gewinnt man nicht jedes Jahr Titel." Mit dem FC Liefering konnten die Linzer am Sonntag ausgerechnet ein Red-Bull-Farmteam am Titelgewinn hindern.

Den Linzern war der Stolz über die vollbrachte Tat im Konfetti-Jubel regelrecht anzusehen. "Ich glaube, das können wir schon alle richtig einschätzen, wie wahnsinnig gut unsere Saison war. Wir sind extrem happy."

Fabian Schubert war am Sonntag noch auf einer ganz eigenen Mission unterwegs. Der Torschützenkönig der 2. Liga ging gegen Liefering noch auf den Zweitliga-Torrekord von Sanel Kuljic (34) aus der Saison 2004/05 los, trotz verwandeltem Elfmeter verpasste der Blau-Weiß-Stürmer den Rekord jedoch um einen Treffer.

Jaissle: "Schock sitzt extrem tief"

Während Blau-Weiß Linz über den größten Erfolg der Klubgeschichte jubelte, zeigte man sich auf Seiten der Lieferinger aufgrund ihres knapp verpassten größten Erfolg der Klubgeschichte freilich am Boden zerstört.

"Natürlich schmerzt das unheimlich. Der Schock sitzt noch immer extrem tief", meint Liefering-Cheftrainer Matthias Jaissle, der am Sonntag zum letzten Mal seine Mannschaft betreute, immerhin übernimmt er Österreichs Serienmeister Red Bull Salzburg zur kommenden Saison.

Viel fehlte Liefering am Sonntag nicht, um Linz doch noch vom Thron zu stoßen. Am Ende blieben alle Offensivbemühungen aber unbelohnt. "Ich glaube, das war heute ein klasse Spiel von unserer Truppe. Die Jungs haben gefightet über die ganze Rückrunde, bis in die letzte Minute. Wir haben immer daran geglaubt. Es herrscht einfach nur große Enttäuschung aktuell", findet Jaissle.


Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang »

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