"Frechheit!" – Kritik an Stadionplänen für Austria Salzburg
Der geplante Stadionbau für Austria Salzburg sorgt für Kritik. Vor allem die bisherigen Nutzer des Sportzentrums Nord fühlen sich übergangen.
Der Plan, im Salzburger Sportzentrum Nord ein neues Stadion für Austria Salzburg zu errichten, sorgt für unterschiedliche Reaktionen.
Standort und Finanzierung kritisch
Während mehrere Politiker im Raum Salzburg den Neubau grundsätzlich begrüßen, gibt es noch offene Fragen zur Finanzierung, zum Standort und zur Zukunft der dort ansässigen Sportvereine.
Sportlandesrat Martin Zauner (FPÖ) hält den Standort für geeignet, sieht jedoch finanzielle Hürden. Zauner zeigt sich aber auch euphorisch über das Projekt: "Ich tue alles, was nicht verboten ist, für die Austria", so der Politiker im Gespräch mit den "Salzburger Nachrichten".
Auch Stadträtin Anna Schiester (Bürgerliste) fordert zunächst ein Gesamtkonzept. Zudem wären für den Stadionbau eine Umwidmung in Bauland und weitere Schritte notwendig.
Leichtathletikverein empört
Kritik kommt von den derzeitigen Nutzern des Sportzentrums. Der Leichtathletikverein LTS Salzburg zeigt sich verärgert, weil er nicht in die Pläne eingebunden worden sei.
Die Vorgehensweise, nicht zuerst mit dem Verein zu sprechen, sei "schlichtweg eine Frechheit". Die Anlage wurde erst 2022 um rund vier Millionen Euro saniert.
Stadion nicht bundesligatauglich
Auch ÖVP und FPÖ fordern eine langfristige Lösung, die Spiele in der Bundesliga ermöglicht. Das geplante Stadion wäre laut den bisherigen Plänen dafür nicht geeignet.
"Wir bauen also um bis zu 20 Millionen Euro ein Stadion, aus dem die Austria im Erfolgsfall wieder ausziehen muss. Das ist keine Zukunftslösung, das ist ein Provisorium mit eingebautem Ablaufdatum", sagt ÖVP-Gemeinderat Jure Mustac.