Trotz Fehlstart: Sandro Wagner erhält Rückendeckung
Der ehemalige Co-Trainer von Julian Nagelsmann ist bei Hannover 96 schlecht gestartet. Von seinem Boss bekommt er nun Rückendeckung.
Der erhoffte Trainereffekt bei Hannover 96 blieb unter Neo-Coach Sandro Wagner bisher komplett aus!
Nach den ersten drei Ligaspielen unter Wagner steht ein magerer Punkt auf dem Konto. Mit insgesamt acht Punkten aus den ersten neun Spielen liegt der Klub um ÖFB-Legionär Benedikt Pichler in der 2. deutschen Bundesliga aktuell nur auf dem 16. Rang.
Zudem scheiterten die 96er am gestrigen Mittwoch im DFB-Pokal an Ligarivale Kaiserslautern. Die Krise bei den Hannoveranern wird immer größer.
Boldt stärkt Wagner
Wagner, der das Traineramt in der XXL-Länderspielpause von Christian Titz übernommen hatte, steht nach wenigen Auftritten bereits mit dem Rücken zur Wand. Sport-Geschäftsführer Jonas Boldt stärkte seinem Coach nach dem Pokal-Aus zumindest den Rücken. Wagner werde weiterhin an der Seitenlinie stehen: "Solange ich da bin, auf jeden Fall."
Doch laut der "BILD" wird die Arbeit von Boldt zunehmend kritisch gesehen. Das lässt Boldt aber vorerst kalt: "Mir persönlich hat niemand gesagt, dass wir von einem Missverständnis reden."
Dass rund um den Verein "Unruhe" aufkomme, sei "logisch", sagte Boldt: "Die Unruhe ist schon länger da – dafür hat man mich geholt. Daran werden wir arbeiten."
Leistung in Ordnung
Auftrieb soll nun in jedem Fall der Auftritt im Pokal gegen Kaiserslautern geben. Auch wenn Hannover am Ende mit 0:2 verlor, zeigte man die beste Leistung unter Wagner.
"Das Spiel passt nicht zum Ergebnis, und die Statistiken passen auch nicht dazu, aber das ist eben Fußball. Wir haben uns leider nicht belohnt", so Cheftrainer Wagner.
Kein Druck
Druck verspürt der ehemalige DFB-Co-Trainer von Julian Nagelsmann in jedem Fall keinen: "Ich bin Familienvater, es gibt anderen Druck in der Welt. Ich habe keinen", sagte Wagner.
Für den 38-Jährigen ist Hannover die dritte Station als Cheftrainer. Von Juli 2025 bis Dezember 2025 coachte er in 14 Spielen den FC Augsburg in der deutschen Bundesliga. Zu Beginn seiner Trainerkarriere war er zudem bei Unterhaching tätig, ehe er als Assistent zum DFB wechselte.