Horns Ercan Kara: Rapid? "Traue mir alles zu"

 

Ercan Kara ist definitiv ein Name, den man sich merken muss.

Der 24-jährige Stürmer hat sich in den vergangenen Jahren von der Landesliga über die Regionalliga bis in die HPYBET 2. Liga hochgearbeitet. Obwohl er aktuell beim Tabellen-Vorletzten SV Horn spielt, ist er mit zwölf Toren hinter Austria Lustenaus Ronivaldo Zweiter der Torschützenliste.

Dieser Aufstieg und der Beweis, sich immer höher zu beweisen, hat Interessenten auf den Plan gerufen. Bereits seit einigen Tagen ist das Gerücht im Umlauf, dass Kara nach dem Abgang von Aliou Badji beim SK Rapid ein Thema ist.

Viel deutet darauf hin, dass er deshalb im Frühjahr nicht mehr im Waldviertel aufläuft. "Für mich war es eine Ehre, das muss ich ehrlich sagen. Es ist einer der angesehensten Vereine in Österreich, der Größte in Wien. Natürlich freut es einen, wenn SK Rapid ein Angebot für einen hat. Wir werden sehen, was sich ergeben wird", kann sich der 1,92 Meter große Angreifer im LAOLA1-Interview ein Schmunzeln nicht verkneifen.

Denn im Hintergrund mahlen bereits die Mühlen. "Die Gerüchte weiß schon jeder, aber was dann sein wird und wo ich dann spielen werde, werden wir wahrscheinlich in Kürze sehen. Ich kann leider nichts verraten. Ich kann nur dazu sagen, dass ich noch Spieler des SV Horn bin. Sollte sich was entwickeln, wird das eh jeder mitbekommen."

Über Rapid II in die Kampfmannschaft? "Will gleich oben spielen"

Dabei kann es sehr schnell gehen. Am Montag heben die Hütteldorfer ins zehntägige Trainingslager in die Türkei ab - möglicherweise schon mit Kara an Bord. Gepackt hat er noch nicht, wie er festhält.

Wie man hört, könnte Kara bei Rapid vorerst einmal für Rapid II vorgesehen sein, das unbedingt den Aufstieg in die 2. Liga schaffen will. Gleichzeitig könnte er aber bei den Profis schnuppern und möglicherweise frühzeitig seine Chance nützen.

Darauf angesprochen lässt der Stürmer ein bisschen durchblicken, dass Rapid spruchreif ist. "Natürlich will ich gleich oben spielen. Ich traue es mir auch zu. Ich muss mich nur beweisen. Im Training werde ich aufzeigen, davon bin ich überzeugt. Ich werde alles geben, um zu spielen – wenn ich dorthin gehe", schwächt er erst am Ende leicht ab.

Angebote und Anrufe habe es jedoch auch von anderen Vereinen geben, wie Kara bestätigt. Diese leitete er jedoch prompt an sein Management weiter.

"Ich traue mir alles zu"

Die Bundesliga wäre ein großer Schritt für den 24-Jährigen, aber dieser strotzt sichtlich vor Selbstvertrauen und hat durch den stetigen Aufstieg in höhere Ligen scheinbar Blut geleckt.

"Ich traue mir alles zu. Ich traue mir noch viel mehr zu, aber ich muss es Schritt für Schritt angehen. Ich habe immer so gedacht, dass ich Step by Step meine Tore mache und meine Karriere so plane. Es ist alles aufgegangen und ich denke auch, dass ich oben die Qualität hätte, meine Tore zu machen."

Mit 24 Jahren ist er zwar nicht mehr der Jüngste. Eine frühere Empfehlung für weiter oben, hat jedoch nicht geklappt. So "verschwendete" Kara einige Jahre in unteren Ligen, dies hat seine Planungen jedoch nicht über den Haufen geworfen.

"Die letzten drei Jahre waren für mich sehr schön. Ich habe meine Qualitäten unter Beweis gestellt. Man kann dazu sagen, dass ich eine Zeit davor hatte und vielleicht alles früher sein hätte sollen. Aber es ist noch nicht zu spät", ist sich Kara sicher.

Kara im Zwiespalt - Situation in Horn "kompliziert"

Seine Situation beim SV Horn bezeichnet er durchaus als "kompliziert". Anders als bei seinen Vereinen davor, reichen seine Tore oft nicht zum Sieg, deshalb grundelt Horn im Abstiegskampf der 2. Liga herum.

"Es ist kompliziert. Du schießt deine Tore, aber im Endeffekt verlierst du die Partien. Dann hast du gemischte Gefühle. Es ist anders, weil so habe ich das auch noch nicht erlebt. Aber ich glaube, wenn wir hart an uns arbeiten, dann werden wir auch die Partien gewinnen."

Dabei geht er näher ins Detail: "Persönlich war es für mich eine gute Halbsaison. Ich habe meine Tore gemacht und habe meiner Meinung nach auch aufgezeigt. Für den SV Horn war es nicht so gut, wir sind auf dem vorletzten Tabellenplatz, obwohl es sehr eng unten ist. Aber ich glaube, da unten werden wir schon herauskommen, weil die Qualität in unserer Mannschaft da ist. Das wissen wir und haben wir auch im Herbst sehr oft gezeigt."

Trotz aller Überzeugung über die eigenen Stärken war es nicht vorauszusehen, dass Kara auf Anhieb so viele Tore auch in der 2. Liga erzielen kann. "Ich wusste, was ich kann. Ich habe nicht gedacht, dass es so gut klappen wird, aber wenn du mal in einen Torrausch kommst, dann machst du halt deine Tore. Und wenn es läuft, dann läuft es halt."

Das könnte auch schon bald bei Rapid die Devise sein. Die Transferzeit neigt sich dem Ende zu, spätestens am 6. Februar herrscht dann Gewissheit.

Textquelle: © LAOLA1.at

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