So nah stehen sich GAK und Plassnegger

 

Beim Duell zwischen Austria Lustenau und dem GAK handelt es sich wahrlich um kein gewöhnliches Spiel der HPYBET 2. Liga.

Einerseits ist es das LAOLA1-Tospiel der 4. Runde (Sonntag, 10:30 Uhr im LIVE-Stream und im LIVE-Ticker), hauptsächlich kommt es jedoch zum Wiedersehen von Gernot Plassnegger mit „seinem“ GAK.

„Emotionen“, antwortet der Lustenau-Coach auf die Frage, was in ihm vor dem Spiel vorgeht.

„Ich freue mich unglaublich, dass sie in der HPYBET 2. Liga angekommen sind. Ich habe selbst dort wunderschöne Jahre verbracht, nicht nur als Spieler sondern auch als Trainer“, so Plassnegger im Gespräch mit LAOLA1 weiter.

Der 41-Jährige wurde in der GAK-Jugend ausgebildet und spielte von 2004 bis 2006 in der Profi-Mannschaft. Nach Ende seiner aktiven Karriere übernahm er die Grazer in der untersten Liga als Coach und führte sie zu vier Aufstiegen in Folge.

„Ich habe sehr positive Erinnerungen daran“, schwelgt Plassnegger in der Vergangenheit. Diese Erinnerungen führt er noch weiter aus: „Unglaubliche Fans, unglaubliche Kulisse, unglaubliche Leute in Graz, das ist ja auch meine Heimat. Ich habe das dort von Anfang an mitgestalten dürfen, wir waren auch relativ erfolgreich.“

„Halte dem GAK in jedem Spiel die Daumen“

Obwohl sein Arbeitgeber mittlerweile Austria Lustenau heißt, macht Plassnegger kein Geheimnis daraus, auch weiterhin glühender GAK-Anhänger zu sein: „Ich halte dem GAK jedes Spiel die Daumen, außer in den zwei Runden gegen Austria Lustenau.“



Daher stellt er auch im Vorfeld des direkten Duells klar: „Wir wollen uns so gut wie möglich drauf vorbereiten. Nach dem Spiel werde ich einige Hände schütteln, werde gratulieren, dass sie aufgestiegen sind. Aber ich hoffe, dass wir trotzdem diesen Sieg einfahren.“

Trotz all der Verbundenheit verließ der Coach im Herbst 2017 auf eigenen Wunsch die Grazer: „Ich habe sie viereinhalb Jahre begleiten dürfen, wir sind viermal aufgestiegen. Danach ist das Angebot aus Lustenau gekommen - dann gibt es irgendwann Veränderung.“

„Der David (Preiß, Anm.) hat das sehr, sehr gut fortgeführt. Die Leute, die das Werk anführen, sind noch immer die gleichen, arbeiten kontinuierlich. Man sieht einfach, dass das sehr positiv gewachsen ist und sie haben es sich absolut verdient, in dieser Liga zu sein“, lobt Plassnegger den Verein.

Preiß gibt das Lob zurück

Doch nicht nur auf Seiten Plassneggers kommt es zu einem emotionalen Wiedersehen, auch beim GAK freut man sich, dem alten Weggefährten wieder zu begegnen.

Sein Nachfolger David Preiß ist voll des Lobes: „Wir haben dem Gernot natürlich sehr, sehr viel zu verdanken. Er hat damals den steinigen Weg gemacht von der 1.Klasse Mitte A hinauf, hat Strukturen geschaffen in Zusammenarbeit mit dem ganzen Team.“

Den erfolgreichen Weg setzte Preiß bis dato fort, wurde ebenfalls in jedem Jahr Meister und führte das Team endgültig zurück in den Profi-Fußball. „Es hat damals eine Übergabe gegeben, er hat mir gewisse Dinge gesagt über den Verein, über gewisse Personen, natürlich auch über die Mannschaft“, vergisst Preiß nicht auf Plassnegger.

Plassnegger streicht aber ohnehin heraus, dass der Erfolgslauf des GAK nur dank einer Vielzahl an Personen möglich war: „Die Jungs haben das sehr gut gemacht, zudem gibt es einen super Sportdirektor (Alfred Gert, Anm.), der dort arbeitet. Auch der Vorstand achtet darauf, dass nur das Geld ausgegeben wird, das auch wirklich in der Tasche ist.“

Plassnegger als Lehrer für Preiß

Als wäre das noch nicht genug, streicht Preiß eine weitere Besonderheit in der Beziehung zwischen dem GAK und Plassnegger hervor: „Es ist jetzt nicht so, dass wir täglich telefonieren, aber wenn ich eine Frage habe, kann ich mich jederzeit bei ihm melden.“

„Wir sind, sage ich einmal, in einer sehr guten Bekanntschaft, für eine Freundschaft ist der Kontakt einfach zu wenig und sind einfach die Distanzen zu groß“, erklärt Preiß weiter.

Vor dem direkten Duell wird sich Plassnegger jedoch mit Tipps zurückhalten. Was für ein Spiel dürfen sich die Fans erwarten? „Es wird eine interessante Partie werden. Wir hoffen, dass viele Leute ins Stadion kommen. Der GAK ist eine gute Mannschaft und wir werden uns richtig strecken müssen, damit wir die Punkte machen. Wir gehen es so an, dass wir zu Hause einen Dreier einfahren“, so der Lustenau-Coach.

Lustenau will vom Titel nichts wissen

Mit drei Punkten gegen den GAK würde Austria Lustenau auch den starken Saisonstart bestätigen. Sieben Punkte aus den ersten drei Spielen – damit sind die Vorarlberger Tabellenführer (ex aequo mit dem FAC). Tabelle>>>

Mit prominenten Neuzugängen bekam Lustenau bereits vor Saisonbeginn die Favoritenrolle zugeschoben. „Wir haben nie vom Titel geredet. Das haben andere Vereine gemacht. Wir wollen den Punkteabstand zu Ried verkürzen in dieser Saison - momentan sind wir vorne. Es werden auch andere Phasen kommen, da ist es dann wichtig, schnell herauszukommen“, weiß Plassnegger, dass auch wieder Spiele verloren werden.

Gegen den GAK soll die Erfolgsserie allerdings noch fortgeführt werden. Danach kann Plassnegger wieder beiden Teams die Daumen drücken.

Textquelle: © LAOLA1.at

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