Schriebl: "Ein Vertrauensbeweis von Red Bull"

Schriebl: Foto: © GEPA
 

Der SV Horn hat wahrlich harte Zeiten hinter sich.

Im vergangenen Sommer wurde mit "UFA Media" ein neuer, starker Partner ins Waldviertel geholt, der dem Klub zu neuen Höhenflügen verhelfen soll. Dazu wurde mit Aleksandr Borodyuk ein klingender Name an die Seitenlinie gestellt, der Nationaltrainer Kasachstans war und tragende Rollen bei Dynamo Moskau einnahm. Soweit der Plan.

Wenige Monate später wurde das Missverständnis aufgelöst, sowohl der Partner als auch der Trainer und alle Spieler, die "UFA Media" nach Horn lockte, sind Geschichte. Übrig bleiben Alexander Schriebl, der das Traineramt im vergangenen Oktober übernahm, Geschäftsführer Andreas Zinkel und eine blutjunge Truppe, die im Winter kräftig verstärkt wurde.

Unter der Führung des 42-jährigen Salzburgers scheinen sich die Horner stabilisiert zu haben, holten aus zehn Spielen unter Schriebl 14 Punkte, feierten vier Siege. Im Frühjahr setzte es zwar eine späte Pleite im NÖ-Derby beim SKU Amstetten, das folgende Duell gegen Austria Lustenau konnte man allerdings siegreich gestalten.

Schriebl zeigt sich im LAOLA1-Interview, im Rahmen des UEFA-Pro-Lizenz-Kurses, mit seinen ersten Monaten im Profi-Fußball zufrieden: "Ich finde, dass es bisher eine sehr schöne Zeit war. Wir haben recht erfolgreich gearbeitet und konnten uns sportlich stabilisieren - das war eines der Ziele des Vereins."

"Vertrauensbeweis von Red Bull"

(Artikel wird unter dem Video fortgesetzt)

In der vergangenen Transferperiode konnte sich der ehemalige Bundesliga-Spieler den gewünschten Kader zusammenstellen, damit sein Team in der Rückrunde voll angreifen kann. Wichtig war dabei auch, dass "wir erstmals eine Vorbereitung gemeinsam gestaltet haben, daher bin ich guter Dinge, dass wir eine gute Saison spielen werden."

Sechs Abgängen, sie wurden allesamt erst im Sommer nach Horn geholt, stehen zehn Neuzugänge gegenüber. Auffällig: Alexander Briedl, Lucho, Daniel Antosch und Daniel Owusu kamen direkt aus Liefering bzw. Salzburg, Denizcan Cosgun weist zumindest Red-Bull-Vergangenheit auf.

"Wir mussten reagieren - fünf, sechs Spieler haben uns verlassen, daher wollten wir uns mindestens mit sechs Spieler wieder verstärken", betont Schriebl und führt weiter aus: "Dabei konnten wir auch eine Brücke zu Red Bull schlagen. Darüber sind wir sehr glücklich, denn das ist auch ein gewisser Vertrauensbeweis von Red Bull, dass sie uns so viele Spieler abgeben."

Red Bull Horn? "Haben genug Spieler, die bereits da waren"

Hat Red Bull Salzburg mit dem SV Horn etwa einen weiteren Kooperationsklub für seine unzähligen Jugend-Talente gefunden? Ganz abwegig scheint dies nicht, auch der Begriff "Red Bull Horn" bietet sich dabei an, doch Schriebl dementiert: "Wir haben genug Spieler, die bereits da waren. Es war aber schon wichtig, dass wir auf dem Spielersektor aktiv werden und das ist uns sogar mit vielen jungen, talentierten österreichischen Spielern gelungen."

Ein Blick auf die aktuelle Kader-Struktur zeigt allerdings auch, dass eine starke Verjüngungskur unternommen wurde. Mit Florian Sittsam, Burak Yilmaz, Marco Siverio und Patrik Eler sind gerade einmal vier Spieler 26 Jahre oder älter, das Durchschnittsalter beträgt 21,9 Jahre.

Schriebl bestätigt dies, sieht aber andere Tugenden in seiner jungen Truppe: "Fakt ist, dass wir eine junge Mannschaft sind, die sehr leidenschaftlich ist, die Bock hat zu laufen. Das ist schon einmal eine gute Voraussetzung, damit wir ein paar gute Spiele absolvieren und erfolgreich sind."

Leidenschaft ist wichtig

Ein junger Kader kann zwar in gewissen Situationen von Vorteil sein, hinsichtlich des wohl drohenden Abstiegskampfes wären Führungsspieler aber wichtig. "In erster Linie ist die Leidenschaft wichtig - egal ob alt oder jung, unroutiniert oder routiniert", widerspricht der Horn-Coach.

"Wir müssen die Ellbogen aufstellen, laufen, mutig sein und das kann man sowohl mit jungen als auch mit älteren Spielern", gibt Schriebl bereits die Marschrichtung für die kommenden Wochen vor.

Die kommenden Aufgaben haben es auch in sich - mit Austria Klagenfurt (Dienstag, ab 18:30 Uhr im LIVE-Stream), dem FC Liefering und dem SV Lafnitz steht die Creme de la Creme der 2. Liga ins Haus.

Ein Trumpf kann dabei ausgerechnet eine junge, bissige Mannschaft sein, die von einem jungen Trainer angeführt wird, der den SV Horn in sichere Gefilde führen soll - Alexander Schriebl.


Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang »

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