Invictus triumphiert im WM-Finale

Aufmacherbild Foto: © Flickr/LoL Esports
 

Nach 5 Jahren südkoreanischer Dominanz gewinnt in diesem Jahr mit Invictus Gaming zum ersten Mal ein chinesisches Team die League of Legends-Weltmeisterschaft. In einem Rematch aus der Gruppenphase ließen die Chinesen dem europäischen Team von Fnatic keine Chance.

Spektakuläre Show zu Beginn

Nachdem beide Teams in ihren Halbfinalspielen überzeugt hatten und jeweils 3-0 gewinnen konnten, hatte man sich bereits auf ein spannendes Finale eingestellt. Im ausverkauften Munhak-Stadium in Incheon, Südkorea gab es dabei zunächst eine aufwändige Eröffnungszeremonie, die den Rahmen für ein letzendlich einseitiges Endspiel bilden sollte.

Chinesische Dominanz ab Minute eins

Wie bereits eine Woche zuvor zeigte Invictus Gaming, dass sie für europäische Teams anscheinend besonders gut vorbereitet waren. Genau wie in ihrem Spiel gegen G2 Esports konnte man von Anfang an klare Verhältnisse herstellen und jede Hoffnung Fnatics im Keim ersticken. Besonders Fnatic Toplaner Gabriel „Bwipo“ Rau, der eine Woche zuvor noch eine Topleistung bot, konnte komplett aus dem Spiel genommen werden. Als es bereits 0-2 aus Sicht der Europäer stand versuchte Fnatic mit einem Spielertausch etwas an Momentum zurückzugewinnen. Doch auch mit ihrem Veteran Paul „Soaz“ Boyer konnte man nicht den Weg zurück in die Spur finden. Invictus war an diesem Tag einfach das klar bessere Team und beendete das wohl einseitigste WM-Finale seit langem mit einem klaren 3-0.

Emotionale Preisverleihung und unerwarteter MVP

Die Freude bei Invictus Gaming war grenzenlos. Nachdem sie noch vor kurzem das Finale der chinesischen Meisterschaft verloren hatten, sitzen sie nun auf dem Thron der League of Legends-Welt. Im Interview direkt nach dem Spiel war Invictus-Starspieler Song „Rookie“ Eui-jin zu Tränen gerührt – Jahre zuvor hatte er seine Heimat Südkorea verlassen und spielte seitdem für Invictus Gaming mit denen er nun ausgerechnet in seinem Heimatland den Titel holen konnte. In seinem Interview wechselte er daher quasi fließend zwischen koreanisch und chinesisch und bedankte sich für den anhaltenden Support.

Danach kam es zur Verleihung des „Summoners Cup“ und der Krönung des MVPs fürs Finale. Dieser Titel ging überraschenderweise an Gao „Ning“ Zhen-Ning(sh. Bild, rechts), den Jungler von Invictus Gaming, der normalerweise nur selten im Rampenlicht steht. Besonders in den ersten beiden Spielen konnte er das Spiel an sich reißen und den eigentlich stärker eingeschätzten Mads „Broxah“ Brock-Pedersen(sh. Bild, links) von Fnatic komplett aus dem Spiel nehmen.

Damit konnte China nun alle internationalen Turniere des Jahres 2018 für sich entscheiden und ist nun endgültig die Nummer eins der League of Legends Welt. Wir dürfen bereits gespannt sein wie es im nächsten Jahr weitergeht, dann zum ersten Mal mit Südkorea als Underdog.

Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang»
Mehr zum Thema

LAOLA Meins - Tags folgen

COMMENT_COUNT Kommentare