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LAOLA1-Analyse der Lauberhorn-Abfahrt

LAOLA1 Foto: ©

Hannes Reichelt legte in der Lauberhorn-Abfahrt mit Nummer 1 vor und durfte sogar vom ganz großen Copu träumen.

Bis zur Nummer 16, bis Beat Feuz dem Druck vor dem Heimpublikum standhielt und mit seinem 3. Weltcupsieg das Ski-Fest in Wengen perfekt machte.

LAOLA1 nimmt die Abfahrt nochmals unter die Lupe und sucht die wichtigsten Fakten:

Die Top 4 im Vergleich:

Im Vierkampf um den Sieg setzt sich Beat Feuz am Ende klar doch. Der Schweizer legt den Grundstein zu seinem dritten Weltcupsieg im oberen Abschnitt über den Hundsschopf, im Ziel-S finalisiert der 24-Jährige seinen Heimsieg.

Hannes Reichelt verliert das Rennen am Abschnitt über den Hundsschopf und im Ziel-S. Im oberen Teil büßt der Salzburger knapp 7 Zehntel auf Feuz ein, im Ziel-S lässt er nach einem Fehler 37 Hundertstel liegen.

Christof Innerhofer sucht seine Zeit vor allem auf den ersten 48 Fahrsekunden. Hier verliert er auf Feuz und Reichelt drei Zehntel. Im Brüggli-S ist er hingegen der absolut Schnellste.

Bestzeit bei der Zwischenzeit nach dem Brüggli-S hat allerdings Carlo Janka. Der Sieger von 2010 büßt aber auf den letzten 30 Fahrsekunden knapp sechs Zehntel ein und verpasst damit das Podest.

Feuz gegen die virtuelle Bestzeit:

FeuzReicheltInnerhoferJanka
1.48,59 (14.)-0,03 (12.)+0,30 (27.)+0,00 (14.)
2.1:02,46 (3.)+0,54 (14.)+0,42 (11.)+0,22 (5.)
3.1:29,69 (3.)+0,46 (6.)+0,05 (4.)-0,04 (1.)
4.2:03,91 (1.)+0,00 (1.)+0,16 (5.)+0,02 (3.)
5.2:17,97 (1.)+0,07 (2.)+0,29 (3.)+0,32 (4.)
Ziel2:25,31 (1.)+0,44 (2.)+0,49 (3.)+0,61 (4.)
FeuzReicheltInnerhoferJanka
1.48,59 (14.)-0,03 (12.)+0,30 (27.)+0,00 (14.)
2.13,87 (1.)+0,67 (30.)+0,12 (2.)+0,22 (3.)
3.27,23 (8.)-0,08 (4.)-0,37 (1.)-0,26 (2.)
4.34,22 (5.)-0,46 (1.)+0,11 (11.)+0,06 (8.)
5.14,06 (1.)+0,07 (4.)+0,13 (7.)+0,30 (19.)
6.17,34 (2.)+0,37 (17.)+0,20 (5.)+0,29 (13.)

Wie gut die Fahrt von Feuz war, zeigt der Vergleich mit den Abschnitts-Schnellsten.

Gegenüber der virtuellen Bestzeit verliert der Schweizer nur 1,07 Sekunden.

Bestzeiten erzielen neben Feuz noch Marc Gisin, Christof Innerhofer, Hannes Reichelt und Romed Baumann. Letzterer meistert das Ziel-S am schnellsten, nimmt da Feuz drei Hundertstel ab.

Bitter für Baumann: Ein Fehler nach der Minschkante bringt ihn um einen Podestplatz.

Marken-Weltcup:

FeuzSchnellster
1.48,59 (14.)-0,50 (Gisin)
2.13,87 (1.)
3.27,23 (8.)-0,08 (Innerhofer)
4.34,22 (5.)-0,46 (Reichelt)
5.14,06 (1.)+0,00 (Baumann)
6.17,34 (2.)-0,03 (Baumann)
2:35,31-1,07

Eine Überraschung bringt der Blick auf den Marken-Weltcup. Das Super-Star von Head rund um Didier Cuche, Bode Miller oder Aksel Svindal gerät in Wengen ins Hintertreffen.

Neuer Branchen-Primus ist Salomon dank starker Vorstellungen in den Speed-Disziplinen. So stand in jedem der bisherigen sieben Speed-Rennen zumindest ein Salomon-Pilot am Sieger-Podest.

Nationencup - Abfahrt:

MarkeGesamtDHSLRTLSGKB
1Salomon165077540295410130
2Head1625465-530530100
3Atomic12451403606158545
4Fischer740-385255-100
5Nordica585-52560--

Die Frage nach dem derzeit stärksten Abfahrts-Team ist schnell beantwortet. Die Schweizer Herren gewannen drei bisherigen vier Saison-Abfahrten.

Mit Beat Feuz, Didier Cuche und Didier Defago stellen die Schweizer bereits drei Abfahrts-Sieger. Auch im Nationencup führen die Eidgenossen die Abfahrts-Wertung an.

Gesamt hat Österreich aber die Nase vorne.

Philipp Bachtik

NationAbfahrtGesamt
1Schweiz8811861
2Österreich6722951
3Frankreich3661491
4Italien2671609
5USA2491222

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