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Red Wings zum 21. Mal in Folge in den Playoffs

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„Wir haben unseren Playoff-Rang fixiert, aber wir wollen den Stanley Cup.“

Für Tomas Holmstrom, 39-jähriges Urgestein der Detroit Red Wings, wurde gegen die Columbus Blue Jackets lediglich die Pflicht erfüllt. Das jedoch in beeindruckender Manier.

Von der ersten Minute an legten die Hausherren mit unfassbarem Tempo los, erst im abschließenden Drittel durfte das punktschwächste NHL-Team zwei Mal anschreiben. Am Ende stand ein 7:2 auf dem Scoreboard.

Selbst Head Coach Mike Babcock wollte das Erreichte nicht überbewerten: „Für meine Spieler hat das wenig zu bedeuten. Wichtig ist nur, dass wir dabei sind.“

Alles andere wäre eine faustdicke Überraschung gewesen. Das „Original Six“-Team zählt nämlich seit nunmehr 21 Jahren zum Postseason-Stammgast.

Neuer Franchise-Rekord der Red Wings

„Wenn du zurückblickst, ist es schon spektakulär. Die Verantwortlichen machten wirklich einen tollen Job. 21 ist eine herausragende Marke“,  gab Babcock nach dem Erfolg zu verstehen. Damit verlängern die Wings die längste aktive Playoff-Streak der vier Major Ligen und stellen zudem einen neuen Franchise-Rekord auf. Ein solcher Lauf gelang zuletzt von 1938 bis 1958.

„Wir sind in einer guten Position, müssen jedoch weiter siegen. Wir wollen uns den wichtigen Heim-Vorteil holen“, zeichnete Holmstrom die Marschroute vor. Der Left Wing hatten übrigens wesentlich Anteil daran, dass die Blue Jackets förmlich aus der „Joe Louis Arena“ geschossen wurden.

Bereits im ersten Abschnitt schnürte der Schwede einen Doppelpack, mit Fortdauer sollten noch zwei Assists folgen. Während der Routinier seine Regular-Season-Treffer 241 und 242 erzielte, durfte Landsmann Gustav Nyquist erstmals in der NHL jubeln.

Rookie mit großer Bürde

Der 22-jährige Rookie absolvierte seinen zwölften Einsatz in der Elite-Liga, nach 5:35 Minuten traf er erstmals ins Schwarze. „Es fühlt sich großartig an“, konnte der Center sein Glück kaum fassen. „Es ist eine tolle Sache diesen Schritt gemacht zu haben. Die Vorarbeit von Pavel Datsyuk war unglaublich.“

Die Teamkollegen freuten sich mit ihrem „Küken“, allen voran Henrik Zetterberg. Neun Saisonen läuft der 210. Pick des Drafts 1999 für den elffachen Stanley-Cup-Champ auf und wurde dabei zum wahren Erfolgsgaranten. Nicht einfach für Nyquist mit dem gestandenen Crack verglichen zu werden.

„Es ist schön für ihn, diesen ersten Treffer erzielt zu haben. Er spielt wirklich großartiges Hockey und das wird nicht sein letztes Tor gewesen sein“, prophezeite Mentor Zetterberg dem Hoffnungsträger.

Kein Umfaller der Senators

In der Western Conference rangieren die Red Wings auf Tabellen-Rang vier, unmittelbar davor liegen die Vancouver Canucks, Sieger im Nord-Westen, die San Jose Sharks, Leader der Pacific Division, und Spitzenreiter St. Louis Blues. Das ligaweit beste Team hat einen sechs Punkte Polster. Um doch noch die Central Division für sich zu entscheiden, darf sich Detroit keinen Umfaller mehr leisten.

Den von Sabres-Anhängern erhofften Umfaller konnten die Ottawa Senators abwenden. Oldie Daniel Alfredsson sowie Milan Michalek per Empty-Netter besorgten in der Schlussphase den 6:4-Erfolg bei den heimstarken Winnipeg Jets. Der Siebente im Osten liegt vier Punkte vor Buffalo und Thomas Vanek.

In der Nacht auf Mittwoch gastiert der ÖEHV-Crack bei den punktgleichen Washington Capitals. Ein Schlüssel-Duell um den achten und letzten Playoff-Platz. Die Hoffnung Tampa Bays geht indes gegen Null.

Kleiner Trost für Stamkos

Der Conference-Finalist des Vorjahres holte zwar einen 5:3-Auswärtssieg in Philadelphia, doch sieben Zähler Rückstand auf Washington und Buffalo sind wohl zu viel. Die Lightning fanden einfach nicht zu gewohnter Stärken, obwohl Superstar Steven Stamkos eine überragende Spielzeit abliefert.

Die zwischenzeitliche 2:0-Führung war sein 53. Treffer. Damit stellt der 22-Jährige die Bestmarke von Teamkollege Vincent Lecavalier von 2006/07 ein. „Es ist speziell. Wenn man solche Individual-Werte mit dem langjährigen Arbeitgeber und großartigen Mitspielern erreicht, ist das wirklich besonders.“

„Ich würde mich freuen, diesen Lauf in den Playoffs fortzusetzen. Das würde es noch besser machen. Es ist ein schöne Erinnerung, die ich mit allen teile.“ Die Torjäger-Krone scheint dem Center kaum zu nehmen. Sein schärfster Konkurrent Evgeni Malkin hat sieben Tore weniger auf dem Konto. Wohl nur ein kleiner Trost.

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