Paul-Henri Mathieu und John Isner haben einen neuen French-Open-Rekord aufgestellt.
Der Franzose setzt sich gegen den US-Amerikaner im Zweitrundenspiel erst nach 5:41 Stunden mit 6:7(2),6:4,6:4,3:6,18:16 durch.
Mit 76 gespielten Games übertrifft das Duo die bisherigen Bestmarken (viermal 71 Games) seit Einführung des Tiebreaks 1973.
Der Allzeit-Rekord bleibt allerdings bestehen, der wurde 1957 im Spiel von Robert Mark (AUS) gegen Antal Jancso (HUN) mit 83 Games aufgestellt.
"Schwer zu realisieren"
Die Partie ist auch die zweitlängste in der Geschichte des Grand-Slam-Turniers in Roland Garros nach jener von Fabrice Santoro und Arnaud Clement (6:33 Stunden im Jahr 2004).
"Es war schwer für mich zu realisieren, dass ich gewonnen habe", so Mathieu in einer ersten Reaktion.
Der Weltranglisten-261. verwertet erst seinen siebenten Matchball zum Erfolg.
Wieder ein Marathon-Match
Isner präsentiert sich damit einmal mehr als Marathon-Mann.
Die Nummer zehn des Turniers hält auch den Rekord des längsten je gespielten Profi-Spiels.
In Wimbledon 2010 hatte sich Isner nach 11:05 Stunden gegen den Franzosen Nicolas Mahut mit 6:4,3:6,6:7,7:6,70:68 (183 Games) durchgesetzt.
Murray siegt nach Katastrophen-Start
Trotz eines katastrophalen Starts zieht Andy Murray am Donnerstag schlussendlich noch relativ sicher in die dritte Runde der French Open ein.
Der an vier gesetzte Schotte liegt gegen den Finnen Jarkko Nieminen bereits mit 1:6, 2:4 zurück und muss sich im ersten Satz bei 0:4 zudem am Rücken behandeln lassen.
Besonders beim Aufschlag ist Murray durch die Blessur stark eingeschränkt.
Phystiotherapeut bringt Besserung
Der Physiotherapeut leistet aber scheinbar ausgezeichnete Arbeit, kann Murray die Partie mit 1:6, 6:4, 6:1, 6:2 schließlich doch noch klar für sich entscheiden.
Die Probleme mit dem Rücken hat die Titelhoffnung der Briten schon länger. Murray musste deshalb sein Antreten beim ATP-1000-Turnier in Madrid absagen.
"Stand kurz davor, aufzuhören"
"Ich stand auch heute kurz davor, einfach aufzuhören", gesteht der Weltranglisten-Vierte bei der anschließenden Pressekonferenz.
"Erst bei Ende des zweiten Satzes hat sich mein Rücken wieder etwas entspannt."
Dass man in Roland Garros auch mit einem angeschlagenen Murray rechnen muss, bewies er allerdings bereits im Vorjahr.
Damals war der Schotte von einer Knöchelverletzung gehandicapt und verlor trotzdem erst im Halbfinale gegen den späteren Sieger Rafael Nadal.
Nadal im Eiltempo
Nicht den Funken einer Chance lässt dieser dem Usbeken Denis Istomin.
Der an zwei gesetzte Spanier steht in Roland Garros nach nicht einmal zwei Stunden als klarer 6:2, 6:2, 6:0-Sieger fest.
Nadal trifft nun entweder auf den an 32 gesetzten Deutschen Florian Mayer oder den Argentinier Eduardo Schwank.
Frühes Aus für Tomic
Mikhail Youzhny (RUS/27) besiegt den Niederländer Robin Haase in drei Sätzen mit 6:3, 7:6 (5), 6:4.
Ausgeschieden ist hingegen bereits Bernard Tomic: Der Erstrunden-Bezwinger von Andreas Haider-Maurer unterliegt dem Kolumbianer Santiago Giraldo deutlich mit 4:6, 1:6, 3:6.
Siege für Tsonga und Ferrer
Der Weltranglisten-Fünfte Jo-Wilfried Tsonga (FRA) steht nach einem 6:2, 4:6, 6:2, 6:1-Erfolg über den Deutschen Cedrik-Marcel Stebe ebenfalls in der dritten Runde der French Open.
Ungefährdet zieht David Ferrer unter die letzten 32 ein: Der an sechs gesetzte Spanier besiegt den Franzosen Benoit Paire mit 6:3, 6:3, 6:2.
Der an 19 gereihte Kanadier Milos Ranoic schlägt den US-Amerikaner Jesse Levine mit 6:4, 7:5, 6:2. Juan Monaco (ARG/13) siegt 7:6 (4), 6:0, 7:6 (5) gegen Lukas Rosol (CZE).
Kvitova schlägt Radwanska
Bei den Damen zieht Wimbledon-Siegerin Petra Kvitova sicher in die dritte Runde ein.
Die an vier gesetzte Tschechin besiegt die Polin Urszula Radwanska, die kleine Schwester der Weltranglisten-Dritten Agnieszka, sicher in zwei Sätzen mit 6:1, 6:3.
Kvitova, die im Vorjahr in Paris das Achtelfinale erreichte, trifft nun auf die Russin Nina Bratchikova, die die französische Lokalmatadorin Claire Feuerstein 3:6, 6:3, 7:5 schlägt.
Jankovic verliert in drei Sätzen