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Schweres WM-Los für Paischer, Filzmoser im Glück

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Die Auslosung der am Dienstag in Paris beginnenden Judo-Weltmeisterschaft beschert Österreichs Quintett unterschiedlich schwere Aufgaben.

Ludwig Paischer (bis 60 kg), der als einziger ÖJV-Athlet am Eröffnungstag auf die Matte steigt, trifft mit Nijat Shikhalizade auf einen unangenehmen Auftaktgegner. Im Head-to-Head führt der Aserbaidschaner mit 3:0.

Sabrina Filzmoser (bis 57) ist hingegen gegen Konjit Gulecha Aydiko (ETH) genauso klar zu favorisieren wie Max Schirnhofer (bis 90) gegen Dieudonne Dolassem (CMR).

Auf Hilde Drexler (bis 63) wartet wiederum mit Mariana Silva eine Konkurrentin, die auf Augenhöhe mit der Wienerin zu sehen ist. Das bisher einzige Duell der beiden in Sao Paulo ging an die Brasilianerin. Peter Scharinger (bis 73) bekommt es nach einem Freilos wohl mit Azat Kubakaev (KGZ) zu tun, der mit Auftakthürde Ezequiel Matavele (MOZ) wohl keine Probleme haben dürfte.

Mit einem Schuss Optimismus

Für Paischer aber sieht ein Traumlos anders aus. Die bislang letzte Begegnung mit dem robusten Asiaten ist noch gar nicht lange her. Im Juni unterlag er dem früheren WM-Dritten beim Grand Slam in Rio de Janeiro in der Runde der besten 32.

Um gegen den 22-Jährigen erstmals als Sieger von der Matte zu gehen, bedarf es wohl einer Portion Optimismus. Und diese bringt ÖJV-Teamchef Udo Quellmalz mit. „Paischer hat die Klasse, diesen Mann zu schlagen“, ist sich der gebürtige Deutsche sicher.

Detail am Rande: Laut einer ÖJV-Aussendung war Shikhalizade in der Vergangenheit bereits mehrfach wegen Dopings gesperrt.

Gut erwischt

Im Vorfeld der WM galt Filzmoser als aussichtsreichste ÖJV-Starterin. Die Auslosung hat daran nichts geändert. Läuft es am Mittwoch ohne große Überraschungen ab, würde die Welserin nach zwei Siegen im Achtelfinale mit der Chinesin Zhu Guirong auf den ersten echten Gradmesser treffen.

Im Anschluss daran würde wohl entweder die Französin Automne Pavia oder die Russin Irina Zabludina warten. Doch wer die 31-Jährige kennt, weiß, dass sie selbst so weit noch gar nicht vorausdenkt.

Viele große Namen

Mit echten Granaten im Pool sind auch die übrigen ÖJV-Hoffnungen ausgestattet.

Während bei Drexler Doppel-Europameisterin Elisabeth Willeboordse (NED) und die vierfache Weltcup-Siegerin Alice Schlesinger (ISR) mitmischen, steckt Schirnhofer mit Olympiasieger Ilias Iliadis in einem Auslosungsarm. Scharinger hat es nicht viel besser. Ihm blüht im zweiten Kampf wohl Europameister Joao Pina (POR).

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