In der Nacht von Freitag auf Samstag landete NBA-Champion Dallas Mavericks nach drei Niederlagen mit einem 99:86 zu Hause gegen die Toronto Raptors den ersten Saisonsieg.
Final-Gegner Miami Heat bewahrt durch ein 103:101 (34 Punkte von LeBron James) über die Minnesota Timberwolves seine weiße Weste.
Angeführt von Regular-Season-MVP Derrick Rose (29 Punkte, 16 Assists) siegten die Chicago Bulls (3-1) bei den Los Angeles Clippers 114:101. Boston feierte gegen Detroit einen 96:85-Heimerfolg.
Ersatz-Center trumpft auf
Große Erleichterung freilich in Dallas, wo ein 0-4, was einem Titelverteidiger zuletzt in der Saison 1969/70 (Boston) passierte, abgewendet wurde.
"Wir wussten, dass es passieren wird, es war nur eine Frage der Zeit", meinte Jason Terry bezugnehmend auf das erste Erfolgserlebnis der noch jungen Saison.
Ein Hauptgrund, dass es bei den Texanern diesmal glatt lief, war Ian Mahinmi. Der Ersatz-Center, der mit 19 Zählern Topscorer seines Teams war, übertraf seinen persönlichen Karriere-Bestwert. Der Punktelieferant vom Dienst, Dirk Nowitzki, steuerte deren 18 bei.
Wades nächster Game-Winner
"King" James, der in Minnesota ganz nebenbei auch zehn Assists abgibt, lässt einmal mehr Statistiken für sich sprechen.
Der seit Freitag 27-Jährige ist nun jener aktive Spieler, der die meisten Spiele mit mindestens 30 Punkten plus zehn Vorlagen abgeliefert hat. Konkret sind es 38, womit er sich von seinem Teamkollegen Dwyane Wade (37) absetzt.
Dieser wiederum dankte nach der Schlusssirene sowie seinem zweiten Game-Winner in Folge auch ein wenig der Auslosung. "Ich bin froh, dass wir auf die Timberwolves so früh in der Saison getroffen sind, weil später würden sie uns wohl noch größere Probleme bereiten", so Wade.
Denn in Minnesota wächst allmählich etwas heran. Erstaunlich: Alle Bankspieler punkteten zweistellig, darunter auch Ricky Rubio (12). Topscorer bei den bislang noch sieglosen Timberwolves war aber Kevin Love mit 25 Zählern.
"La vie en rose"
Großartige Stimmung in Los Angeles, wo die hiesigen Clippers das erste Saison-Heimspiel gegen die Chicago Bulls begingen. Rose spuckte den Hausherren allerdings kräftig in die Suppe.
"Ich wollte einfach gewinnen, das war das Größte für mich", freute sich der 23-jährige Matchwinner über den geglückten Auftakt des West-Coast-Trips seiner Truppe.
Das Publikum würdigte die Leistung von Rose mit "MVP"-Sprechchören als er zu den Freiwürfen antrat. "So etwas ist spitze, insbesonders wenn du auswärts spielst."
Hawks und Pacers ungeschlagen
Die Atlanta Hawks prolongierten ihren formidablen Saisonstart und feierten mit 105:98 über die New Jersey Nets den 3. Sieg im 3. Spiel.
Gleiches gilt für die Indiana Pacers, die beim 98:91 über Cleveland allerdings in die Overtime mussten. Klare Angelegenheit hingegen in Charlotte, wo die Orlando Magic die Bobcats mit 100:79 abservierten.
Weiters siegte Phoenix in New Orleans 93:78, Houston ging in Memphis 93:113 unter, Milwaukee fertigte Washington 102:81 ab und Utah schlug Philadelphia 102:99.