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Italiens "Men 2 Watch"

LAOLA1 Foto: ©

In der Serie A tummeln sich mittlerweile einige hoffnungsvolle Talente.

Doch die Konkurrenz ist riesig, junge Spieler bekommen nur überaus selten ihre Chancen.

Welchem Youngster ist in dieser Saison der Durchbruch zuzutrauen? LAOLA1 hat die "Men 2 Watch":

Luc Castaignos (18, Inter Mailand)

Seit dem Sommer 2009 geht es für Luc Castaignos steil bergauf. Damals wurde er ex aequo mit dem Deutschen Lennart Thy Torschützenkönig der U17-EM. Nicht ganz ein Jahr, nachdem er bei Feyenoord seinen ersten Profi-Vertrag unterschrieben hatte. Im September 2009 gab der Niederlander sein Debüt im Rotterdamer Team. Und in der abgelaufenen Spielzeit startete er voll durch: 34 Eredivisie-Spiele, 15 Tore und zwei Assists. Schon bald standen die Top-Klubs Schlange. Der 1,87 Meter große Stürmer ist nicht nur kopfballstark, seine größte Stärke liegt in seinem Antritt und seiner Schnelligkeit. Bereits Ende Jänner sicherte sich Inter Mailand für drei Millionen Euro die Rechte an dem 18-Jährigen. Seit Sommer ist er in Italien. Es ist davon auszugehen, dass der U21-Internationale von Trainer Gian Piero Gasperini einige Einsatzzeit bekommen wird.

Stephan El Shaarawy (18, AC Milan)

Bereits im Dezember 2008 lief der Sohn eines Ägypters zum ersten Mal in der Serie A auf – damals für den Genoa CFC. Im vergangenen Sommer wurde der 18-Jährige in die zweite Liga an den AC Padova verliehen, um dort Spielpraxis zu sammeln. Seine Bilanz kann sich sehen lassen: Inklusive Playoff gelangen dem Offensiv-Allrounder in 29 Spielen neun Treffer und zwei Assists. Nun hat sich der AC Milan 50 Prozent der Rechte an dem „kleinen Pharao“ gesichert. Die „Rossoneri“ wollen den Edeltechniker, der durch gute Übersicht, Kreativität und eine tolle Schusstechnik besticht, behutsam aufbauen. Sollte nichts schiefgehen, wird der Junge aus Savona aber noch in dieser Saison einige Male eingesetzt werden.

Erik Lamela (19, AS Roma)

Seit Erik Lamela im Sommer 2004 im Alter von zwölf Jahren ein Angebot des FC Barcelona vorliegen hatte, ist er einer breiten Öffentlichkeit ein Begriff. Doch der Argentinier entschied sich dafür, in seiner Heimat erwachsen zu werden. Also dauerte es sieben Jahre für den lange erwarteten Schritt nach Europa. Nach dem Abstieg seines Stammklubs River Plate war klar, dass sich der Kicker aus Buenos Aires eine neue Aufgabe suchen würde. Diese hat er nun in der italienischen Hauptstadt gefunden. Zwölf Millionen Euro legte die AS Roma auf den Tisch, sollten diverse Klauseln in Kraft treten, werden es bis zu 17 Millionen. Bei den „Giallorossi“ sieht sich der „Gaucho“ einer starken Konkurrenz gegenüber. Doch der für seine Tempodribblings bekannte 19-Jährige sollte sich auf Dauer durchsetzen können.

Michele Camporese (19, AC Fiorentina)

Der in Pisa geborene Toskaner ist ein Eigengewächs der „Viola“. Dass der Innenverteidiger ein großes Talent mitbringt, ist ein offenes Geheimnis und seit geraumer Zeit bekannt. Camporese hat diverse Nachwuchs-Auswahlen Italiens durchlaufen und genoss das Vertrauen so ziemlich jedes Trainers. Das schenkte ihm auch Sinisa Mihajlovic, der ihn mit Aldair vergleicht, als er im November 2010 mit Verletzungsproblemen zu kämpfen hatte. Im San Siro feierte der Youngster in den zweiten 45 Minuten sein Debüt und wusste zu überzeugen – Zlatan Ibrahimovic machte in Hälfte zwei keinen Stich mehr. Am Ende der Saison hatte der 19-Jährige sechs Einsätze in der Startelf und zwei weitere als Einwechselspieler zu Buche stehen. Die Chancen stehen gut, dass der für sein alter überaus abgeklärt wirkende Abwehrspieler einen Stammplatz erobert.

Saphir Taider (19, FC Bologna)

Die Fußball-Gene liegen in der Familie. Saphirs 28-jähriger Bruder Nabil ist ebenfalls Profi, hat vier Länderspiele für Tunesien bestritten und war zuletzt bei Sivasspor aktiv. Der 19-Jährige hat sich vorerst allerdings für Frankreich entschieden, wo er aktuell U19-Nationalteamspieler ist. Im Mai 2010 feierte der zentrale Mittelfeldspieler sein Debüt in der Ligue 1, als er mit Grenoble gegen Marseille ran durfte. Eineinhalb Monate später unterschrieb der Sohn eines Tunesiers und einer Algerierin seinen ersten Profi-Vertrag. Nachdem der ballsichere Kicker in der abgelaufenen Saison bereits 16 Mal in der Startelf stand und zudem neun Mal von der Bank kam, wurden diverse Klubs aus der Serie A auf ihn aufmerksam. Lange Zeit sah es danach aus, als ob Fiorentina das Rennen machen würde, letztlich entschied sich Taider jedoch für Bologna, wo er einen Fünfjahres-Vertrag unterschrieb. Sobald sich der Franzose in Italien eingelebt hat, ist einiges von ihm zu erwarten.

Danilo Pereira (19, FC Parma)

Pereira kam im westafrikanischen Guinea-Bissau zur Welt, übersiedelte mit seiner Familie aber schon bald nach Portugal, wo er es über Arsenal 72 und Estoril in den Nachwuchs von Benfica schaffte. In Lissabon galt der defensive Mittelfeldspieler zwar als Talent, eine Chance bei den Profis sollte er aber nicht so schnell bekommen. Obwohl Benfica den heute 19-Jährigen halten wollte, entschied er sich im Sommer 2010 zu einem Wechsel zum FC Parma. Auch Juventus, Udinese, Milan und Fiorentina sollen reges Interesse gezeigt haben. Nach einem halben Jahr verlieh der Serie-A-Klub den portugiesischen U20-Internationalen zu Aris Saloniki, wo er fünf Spiele bestritt und zwei Treffer erzielen konnte. Nun ist der 1,87 Meter große Kicker, der über ausgezeichnete Technik und einen guten Schuss mit dem rechten Fuß verfügt, zurück in Parma.


Harald Prantl

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