Die Rädchen greifen allmählich ineinander

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Österreichs Eishockey-Nationalmannschaft hat bei der WM der Division 1A (B-WM) in Kattowitz das erste Ziel in Reichweite.

Dank des 4:2-Erfolgs über Italien am Dienstag und der anschließenden überraschenden 1:4-Niederlage von Slowenien gegen Polen kann die ÖEHV-Auswahl am Mittwochabend (20 Uhr im LIVE-Ticker) mit einem Sieg gegen die Gastgeber zumindest Rang zwei fixieren.

Vorentscheidung steht bevor

Ob der zweite Platz heuer zum Aufstieg reicht, wird man vielleicht erst am 17. Mai wissen.

Tabelle

# Tore Punkte
  1. Österreich
3 10:5 8
  1. Südkorea
3 9:4 7
  1. Slowenien
3 11:6 6
  1. Italien
3 6:8 3
  1. Polen
3 6:8 3
  1. Japan
3 2:13 0

Nur wenn bei der bevorstehenden A-WM in Russland Frankreich und Deutschland, gemeinsam Ausrichter der WM 2017, in der Gruppenphase die Ränge sieben und acht belegen, würde es nur einen Aufsteiger geben.

Schafft Ungarn in St. Petersburg nicht mit Rang sechs die Sensation, steigen zwei Mannschaften auf.

Solche Überlegungen werden im Lager der Österreicher aber ebenso ausgeblendet wie der mögliche Abgang von Teamchef Daniel Ratushny nach diesem Turnier. Ratushny freute sich vielmehr über die erste überzeugende Leistung und dass sich die nächste Linie viel Selbstvertrauen geholt hat.

Offensiv-Produktion läuft an

Waren gegen Japan Raphael Herburger, Brian Lebler und Manuel Geier die Matchwinner, waren es gegen Italien die Salzburg-Stürmer Andreas Kristler (2 Tore) und Konstantin Komarek (1 Tor) sowie Linz-Angreifer Fabio Hofer (2 Assists).

"Im letzten Spiel war es der Durchbruch für die Herburger-Linie, heute für die Komarek-Linie. Manchmal braucht man nur ein bisschen Zeit und Geduld, um die Chemie zu finden", sagte der Teamchef. "Das ist wichtig, weil wir brauchen vier Linien, die offensiv produzieren."

Die Erleichterung war auch beim Trio groß. "Unsere Linie ist in den Medien ein bisschen kritisiert worden. Es hat sehr gut getan, dass wir drei Tore geschossen haben. Wir waren im Training schon grantig und frustriert", meinte Kristler, der für eine 2:0-Führung gesorgt hatte.

Seitenhieb Richtung Transferpolitik

Im Unterschied zu den mühsamen Siegen gegen Südkorea (3:2 n.P.) und Japan (3:1) sei diesmal auch der Gegner besser gelegen.

"Wir sind beim Verein alles Spieler der dritten und vierten Linie, da tun wir uns schwer, hier das Spiel zu machen", teilte er einen Seitenhieb auf die Transferpolitik der EBEL-Klubs aus. Und blieb auch selbstkritisch.

"Gegen Japan und Südkorea waren wir vielleicht ein bisschen faul, heute haben wir alles gegeben, weil wir gewusst haben, das ist schon ein Entscheidungsspiel", betonte Kristler.

Hofer auf der Sieger-Seite

Ein besonderes Spiel war es für Hofer. Seine Mutter kommt aus Italien, der Stürmer hätte daher auch für die Italiener spielen können.

"Italien war kein Thema. Ich bin in Österreich geboren und hiergeblieben, es bringt mir nichts, wenn ich in Österreich ein Ausländer bin", erklärte Hofer, der erst nach dem ersten Spiel in den WM-Kader nominiert worden war. "Das war eine schwierige Situation am Anfang. Aber ich habe sie so hingenommen", sagte er. Nun "spielen wir gut zusammen, daran werden wir weiter arbeiten".

Zu all der Freude mischte sich am Dienstagabend aber auch eine bittere Nachricht. Nikolas Petrik hat sich bei einem geblockten Schuss einen schon einmal gebrochenen Finger neuerlich gebrochen und fällt für den Rest dieser WM aus.


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