Koller: "Das wird bei der EM nicht gehen"

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Österreich hat den Auftakt ins Länderspiel-Jahr gegen Albanien 2:1 gewonnen, Teamchef Marcel Koller ist jedoch nur bedingt zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft.

Vor allem in der Rückwärtsbewegung ortet der Schweizer Probleme: "Es geht um Laufbereitschaft in der Defensive. Da müssen wir uns in den Hintern kneifen. Das wird bei der EM nicht gehen, wenn wir spekulieren und gegen den Gegenspieler zu spät kommen. Da muss man sich überwinden und Defensivarbeit machen."

Dies habe er in der Pause auch angesprochen. Womit klar ist, dass der ÖFB-Coach seine Kritik nicht ausschließlich auf die zweite Halbzeit bezieht. Die Probleme im ÖFB-Spiel traten trotz oder wegen der frühen 2:0-Führung schon in den ersten 45 Minuten auf.

Koller: "Wir waren nicht diszipliniert genug"

"Die erste Halbzeit war offensiv gut, wir hatten viel Ballbesitz. Defensiv war nicht alles gut. Wir waren nicht diszipliniert genug, um Räume zuzustellen. Der Gegner ist trotzdem nicht gefährlich geworden", konkretisiert Koller.

Auch nach der Pause habe man zwar trotz des Gegentors wenige Chancen der Albaner zugelassen, aber: "Ab und zu hat es doch ein bisschen Ruhe gegeben, aber das war zu wenig. Wir hätten da noch mehr Ballbesitz und Ruhe in unserem Spiel gebraucht. Da hatten wir zu viele Fehler drinnen. Das müssen wir besser machen."

"2:0 zur Pause ist immer ein schwieriges Ergebnis"

Dass der Gegner bei Rückstand mehr nach vorne spiele, sei normal: "Sie haben sich mehr zugetraut. Wir haben aber auch nicht mehr so gut gespielt wie davor."

Auch das Abwehrverhalten beim Gegentor von Ermir Lenjani unmittelbar nach dem Wiederanpfiff missfiel dem 55-Jährigen: "Da waren wir nicht wach genug. Plötzlich bricht der Gegner durch die Linien durch und das Tor fällt."

Eine frühe Führung ist im Fußball natürlich nie kontraproduktiv, kann jedoch auch gewisse Nachteile mit sich bringen.

"Ein 2:0 zur Pause ist immer ein sehr schwieriges Ergebnis. Da kommt eine gewisse Zufriedenheit auf. Man denkt sich, es kann nichts mehr passieren. Wenn das Anschlusstor kommt, musst du dich am Riemen reißen, dass du mehr läufst und wieder mehr kommt. Plötzlich bekommt der Gegner Energie. Wenn das dritte Tor nicht fällt, liegt die Gefahr des Ausgleichs immer in der Luft", verdeutlicht der Teamchef.

"Das soll uns eine Lehre sein"

Koller ist für seinen Perfektionismus bekannt. Dieser Anspruch wurde gegen Albanien trotz des Sieges nicht erfüllt. Im Hinblick auf das Türkei-Spiel am Dienstag erwartet die ÖFB-Spieler definitiv eine detaillierte Analyse der Fehler aus dem ersten Test im EM-Jahr.

Kritik, die der Weiterenticklung dienen soll. "Es war nicht alles glänzend, aber es gibt auch solche Spiele. Lieber jetzt als bei der EURO. Das soll uns eine Lehre sein, dass man das nicht so aus der Hand gibt", zeigt sich der ÖFB-Coach versöhnlich.


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