Die Oh-Là-Là's der EURO-Gruppenphase

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Jetzt kann die EURO so richtig losgehen!

36 der ingesamt 51 Spiele sind bereits bestritten, in der K.o.-Phase heißt das Motto nun "Siegen oder Fliegen".

Bevor die Achtelfinal-Begegnungen starten, ist es jedoch noch an der Zeit, einen Blick in den Rückspiegel zu werfen.

Was blieb uns in Erinnerung? Was berührte uns, was brachte uns zum Schmunzeln und auf was hätten wir lieber verzichtet?

LAOLA1 lässt elf Aufreger der Gruppenphase noch einmal Revue passieren:

 

Hier geht es zu Teil 2 der EURO-Gruppenphasen-Aufreger:


Späte Tore als neuer Trend:

Gutes Timing? Besondere Kondition? Oder nur Glück? Die EURO kommt statistisch gesehen spät in Fahrt, Last-Minute-Tore prägten die Gruppenphase und entschieden viele Spiele quasi mit dem Schlusspfiff. Der Schein trügt nicht, denn 19 der insgesamt 69 erzielten EM-Treffer bis dato wurden nach der 80. Minute erzielt. Das sind 27,54 Prozent. Zumindest gab es Tore – wenn auch späte. Denn die Torquote an sich ist bei diesem Großereignis bisher noch nicht das Gelbe vom Ei. Die Torquote liegt derzeit bei 1,92 Prozent und ist damit die niedrigste bei einer EURO seit 1980. Das geht sicherlich noch besser. Schließlich müssen in der K.o.-Phase Tore fallen, das gibt Hoffnung.


Hooligans vermiesen die Stimmung

Einen unschönen Aspekt der EURO stellen leider die Hooligans dar. Das Turnier war kaum gestartet, ereigneten sich in Marseille bereits die ersten Zwischenfälle. Russische und englische "Fans" gerieten aneinander und lieferten sich regelrechte Straßenschlachten, unter den Verhafteten befand sich auch ein Österreicher. Doch nicht nur in den Städten kam es zu Auschreitungen, auch in den Stadien sorgten manche Anhänger für Skandale. Kroatische Fans brachten das Spiel ihres Nationalteams gegen Tschechien beinahe zum Abbruch, ein Ordner wurde zudem von einem Böller verletzt. Bilder, die wir definitiv nicht mehr sehen wollen.


Britische Stimmungskanonen

Während sich manche Gruppen nicht zu benehmen wissen, feiern andere ein großes Fußballfest. Besonders hervorzuheben sind dabei die Anhänger von den britischen Inseln. Die sensationell für das Achtelfinale qualifizierten Nordiren sind mit ihem Hit "Will Grigg's on fire" ohnehin längst zur Internet-Berümtheit aufgestiegen, auch die irischen Fans sorgen in regelmäßigen Abständen für Gänsehautstimmung. So wurde beispielsweise eine hübsche Französin von Hunderten Iren besungen oder in der U-Bahn ein Schlaflied für ein Baby angestimmt. Doch auch die österreichischen Schlachtenbummler brauchen sich nicht verstecken, sei es im Stadion mit "I am from Austria" oder vor dem TV-Studio mit "Wir wollen den Herbert sehen".

Jogis "Schnüffel-Gate"

Deutschlands Teamchef Jogi Löw bekam bei dieser Europameisterschaft wohl bislang mehr Aufmerksamkeit als ihm lieb ist. Im Spiel gegen die Ukraine fingen TV-Kameras ein, wie sich der 56-Jährige in den Schritt griff und danach an seiner Hand roch. "Man ist voller Adrenalin und Konzentration. Die Dinge, die passieren, kann man gar nicht bewusst wahrnehmen. Ich versuche, mich anders zu verhalten", entschuldigte sich der Erfolgscoach im Nachhinein. Für Lacher sorgte Lukas Podolski, der seinen Chef verteidigte: "80 Prozent von euch, und ich auch, kraulen sich auch mal an den Eiern."


Stars unter Druck:

Einige Spieler stehen bei dieser EM besonders im Rampenlicht und werden auf Schritt und Tritt medial verfolgt. Einen Fehltritt erlaubte sich dabei Portugals Real-Star Cristiano Ronaldo. Eine Frage zu viel und schon landete das Mikro des Reporters im See. Die Affäre zog so weite Kreise, dass eine öffentliche Entschuldigung von CR7 gefordert wurde. Diese Aktion könnte man höchstens mit dem großen Druck und den durchwachsenen Leistungen in den ersten beiden Gruppenspielen begründen. Dass er mit diesem umgehen kann, bewies er mit seinem Doppelpack inklusive Traumtor gegen Ungarn. England-Star Wayne Rooney weiß ebenfalls, wie man Druck ablässt – er erleichterte sich einfach hinter Büschen auf dem Golfplatz. Aber zurück zu Ronaldo: Positiv in Erinnerung bleibt das Selfie mit einem Fan, bei dem er die Ordner zurückpfiff. Dieses machte ja auch den Wolfsberger AC weltbekannt.


Enttäuschung durch das ÖFB-Team

Was wurde nicht schon alles über das österreichische Nationalteam geschrieben, dennoch darf es in dieser Auflistung natürlich nicht fehlen. Mit großen Erwartungen sind Spieler und Fans nach Frankreich gereist, umso enttäuschter mussten sie bereits nach der Gruppenphase die Heimreise antreten. Der Auftakt gegen Ungarn wurde nach Strich und Faden vergeigt, anschließend ermauerte man sich zumindest ein torloses Remis gegen Gruppen-Favorit Portugal. Im "Finale" gegen Island spielte die ÖFB-Elf zwar die beste Halbzeit des Turniers, am Ende stand man aber doch mit leeren Händen da. Egal ob letztlich die Formschwäche der vermeintlichen Führungsspieler, die fehlende Turniererfahrung oder die falsche Taktik für das Ausscheiden gesorgt hat, es bleibt die große Enttäuschung.


 

Alexander Karper / Julian Saxer

 

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