Die Oh-Là-Là's der EURO-Gruppenphase (Teil 2)

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Jetzt kann die EURO so richtig losgehen!

36 der ingesamt 51 Spiele sind bereits bestritten, in der K.o.-Phase heißt das Motto nun "Siegen oder Fliegen".

Bevor die Achtelfinal-Begegnungen starten, ist es jedoch noch an der Zeit, einen Blick in den Rückspiegel zu werfen.

Was blieb uns in Erinnerung? Was berührte uns, was brachte uns zum Schmunzeln und auf was hätten wir lieber verzichtet?

LAOLA1 lässt elf Aufreger der Gruppenphase noch einmal Revue passieren:

 

Hier geht es zu Teil 1 der EURO-Gruppenphasen-Aufreger:


Zlatan sagt ganz leise "Servus"

Zu den größten Enttäuschungen dieser EURO zählt definitv Österreichs Quali-Gruppen-Gegner Schweden. Vor allem die Offensive rund um Superstar Zlatan Ibrahimovic war an Harmlosigkeit kaum zu überbieten. Bis zum letzten Gruppenspiel musste man warten, ehe die "Tre Konor" den ersten Schuss auf das gegnerische Tor abgaben. Das gab es seit Beginn der Datenerfassung bei einer EM im Jahr 1980 noch nie. Das einzige Tor für Schweden erzielte bezeichnenderweise der Ire Ciaran Clark. Der letzte Platz in Gruppe E bedeutete jedoch nicht nur den Abschied aus Frankreich, es besiegelte auch das unrühmliche Ende Ibrahimovic' im Nationalteam. Im Anschluss an seinen letzten Auftritt auf internationaler Bühne meinte der 34-Jährige: "Ich habe die Möglichkeit genossen, bei der EM spielen und Schweden repräsentieren zu dürfen. Ich habe viele fantastische Erinnerungen an meine Zeit im Nationalteam."


Schweizer hadern mit Trikot-Gate

Schweiz gegen Frankreich als besondere Härteschlacht? Von wegen. Dass bei der „Nati“ gleich sechs Spieler ihr Trikot tauschen mussten – Granit Xhaka sogar zweimal – lag nicht am Gegner, sondern vielmehr an der Arbeitskleidung. „Was war denn da los?“, fragten sich die meisten, #Trikotgate sorgte für Aufruhr. Ausstatter „Puma“ stand am Pranger und startete Nachforschungen. Die Erklärung: „Fehlerhafte Materialcharge.“ Diese traf nur die Schweiz, Italien, Österreich, Slowakei und Tschechien, die ebenfalls diesem Ausrüster die Treue halten, blieben verschont. Der Schweizer Teamspieler und Flügelflitzer Xherdan Shaqiri sorgte daraufhin für Lacher: "Ich hoffe, dass Puma keine Pariser macht...".Zumindest war der Ball, dem ebenfalls in diesem Spiel die Luft ausging, von „Adidas“.


Der Zwergen-Aufstand geht weiter

Wer hätte das gedacht? Dass sich das Gesamtbild der EURO durch den veränderten Modus und der aufgestockten Teilnehmerzahl von 16 auf 24 Mannschaften verändern wird, war klar. Dass sich jedoch Wales, Nordirland, Ungarn, Slowakei, Irland oder Island verdientermaßen ins Achtelfinale schossen, war nicht zu erwarten. Gleich vier von fünf Debütanten konnten zudem die Gruppenphase überstehen und mit dem Aufstieg Geschichte schreiben, nur Albanien musste sich vorzeitig aus Frankreich verabschieden. Wie lange der Zwergen-Aufstand noch anhält, bleibt abzuwarten. Die Erwartungen haben sie aber schon jetzt übertroffen.


Das erste Bruderduell der EM-Geschichte

Dasselbe Blut fließt durch ihre Adern, die Familienbande sind eng geknüpft – und trotzdem sind Granit und Taulant Xhaka in den Farben getrennt. Die beiden Nationalspieler schrieben in dieser Gruppenphase Geschichte, als es bei Schweiz gegen Albanien zum ersten Duell zweier Brüder kam. Die Kinder albanischer Eltern wurden in Basel geboren, Granit entschied sich für die Schweiz, Taulant für das Heimatland seiner Eltern. In einem offenen Brief schrieb Granit vor dem Duell: "Egal, welche Farbe unsere Dressen haben, wir werden immer im selben Team sein." Die Schweiz setzte sich schlussendlich mit 1:0 durch. Auf der Tribüne fieberte deren Mutter in einem Shirt mit geteilter Schweiz- und Albanien-Flagge mit.


Die Top-Elf der Gruppenphase

Rein sportlich gesehen konnten einige Spieler positive Schlagzeilen schreiben. Die Auswahl war groß, doch nur elf haben es in die Top-Elf der Gruppenphase geschafft. Hier siehst du, wer dazugehört:


 

Alexander Karper / Julian Saxer

 

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