Duje Caleta-Car als stiller Aufsteiger

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Die Defensive soll es gegen Dinamo Zagreb richten.

Beim alles entscheidenden Showdown um den Einzug in die CL-Gruppenphase am Mittwoch (20:45 Uhr LIVE im LAOLA1-Ticker) in Wals-Siezenheim reicht Red Bull Salzburg gegen Dinamo Zagreb bereits ein 0:0, um es im neunten Anlauf endlich zum ersten Mal in die Königsklasse zu schaffen.

Zagreb braucht ein Tor, auf die Salzburger Abwehr wird nach dem 1:1 im Hinspiel also viel Arbeit zukommen. Zumal Dinamo als starke Auswärtsmannschaft gilt, in dieser Saison haben sie bislang auch alle vier Partien in der Fremde gewonnen. Unter anderem beim Dritten der Vorsaison Hajduk Split klar mit 4:0.

Innenverteidiger Duje Caleta-Car freut sich aus doppelter Hinsicht auf dieses "Finale dahoam", geht es doch zum einen um den Traum der Champions League, zum anderen gegen einen Klub aus seiner Heimat.

Schon das Hinspiel in der kroatischen Hauptstadt genoss der 19-Jährige, wie er LAOLA1 berichtete: "Es war ein sehr schönes Gefühl für mich, in Zagreb gespielt zu haben. Meine Freunde und Familie waren hier, umso schöner, dass wir ein gutes Ergebnis erzielen konnten.“

Vorher und nachher tauschte er sich mit seinen Landsmännern aus: "Ich kenne viele Spieler vom Nationalteam, konnte auch mit Gordon Schildenfeld ein wenig sprechen. Ich kenne ihn schon lange, wir sind Freunde und er hat mir im Team immer Tipps gegeben.“

Fast bei der EURO

Fast sprang der Caleta-Car auf den EURO-Zug auf, wurde aber wie Valentino Lazaro in Österreich noch aus dem endgültigen Kader gestrichen. „Ich war schon sehr glücklich, dass ich zur EURO-Vorbereitung mitdurfte. Jetzt muss ich weiter Leistung zeigen, damit der Anruf wieder kommt.“

Das EURO-Camp war der vorläufige Höhepunkt für den Kroaten, der noch auf sein Länderspiel-Debüt wartet, aber bislang einen stillen Aufstieg beim Meister hinlegte.

Caleta-Car wechselte 2013 nach Österreich, kam von seinem Jugendverein HNK Sibenik, für den er 17 Zweitliga-Einsätze verbuchte, und spielte dann ein Jahr bei den damals von Red Bull finanziell unterstützen Paschingern. Nach 15 Partien in der Regionalliga Mitte folgte der nächste Sprung.

Den Herbst 2014 verbrachte der Innenverteidiger noch beim FC Liefering, ehe er zu den Profis von Adi Hütter befördert wurde. Da lief es nicht gleich rund, wie sich Caleta-Car (etwa an Fehler beim 2:2 gegen Ried) erinnert.

„Am Anfang war es nicht leicht für mich, da habe ich auch Fehler gemacht, aber ich bin noch jung, lerne jeden Tag und jedes Spiel. Nur so kann ich mich auch weiterentwickeln."

Die besten Bilder vom CL-Playoff-Hinspiel Dinamo Zagreb gegen FC Salzburg.

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Caleta-Car könnte es binnen drei Jahren von der Regionalliga in die Champions League schaffen, er hat sich sichtlich weiterentwickelt.

Vor allem in der vergangenen Saison. Nachdem Paulo Miranda am Anfang patzte und Martin Hinteregger nach seiner Verletzung im Herbst schließlich im Winter zu Gladbach wechselte, kam der Kroate auf insgesamt 31 Bundesliga-Einsätze und harmonierte gemeinsam mit Miranda im Frühjahr in der Innenverteidigung blendend.

Entwicklung führte zur Vertragsverlängerung

Beide profitierten davon, dass Garcia auch den Fokus auf die Defensive legte.

"CC" entwickelte sich zu einem der zweikampfstärksten Spieler der Liga sowie im Pass- sowie im Stellungsspiel und erwies sich im Titel-Finish auch noch als wichtiger Torschütze nach Standards - gegen Rapid (1:1) und Altach (3:1) traf er jeweils nach Ecke. Kein Wunder, dass sein Vertrag vorzeitig bis 2020 verlängert wurde.

"Duje hat sich in den letzten 1,5 Jahren enorm weiterentwickelt und ist auf einem sehr guten Weg", lobte damals Sportchef Christoph Freund. Caleta-Car fühlt sich auch heute noch wohl.

„Mir geht es in Salzburg sehr gut. Der Trainer schenkt mir das Vertrauen, das macht mich sehr glücklich“, so der Abwehrspieler, der in dieser Saison allerdings auch von einer Verletzung profitierte. Denn zu Beginn der CL-Quali setzte Oscar Garcia auf das Gespann Hinteregger-Miranda.

Der Brasilianer verletzte sich allerdings beim 1:0 in Liepaja, seither ist Caleta-Car neben Hinteregger gesetzt. "Paulo und ich hatten eine sehr gute vergangene Saison, leider ist er jetzt verletzt. Mit 'Hinti' ist noch ein weiterer sehr guter Spieler wieder hier, ich denke, wir machen das ganz gut.“

Und von hinten macht bereits der 17-jährige Dayot Upamecano Druck. Beim 3:1 gegen Mattersburg spielte das im Durchschnitt 18 Jahre alte Verteidiger-Duo gemeinsam.

Problematische Leidenschaft

Präferenzen, mit wem er lieber im Abwehrzentrum zusammenspielt, habe er keine: "Mir ist egal, neben wem ich spiele. Wir sind alle Freunde, jeder der spielt, gibt sein Bestes.“

Caleta-Car ist kein Mann der großen Worte, aber er liebt den Sport der großen Männer. "Ich bin ein großer Fan der Thunder", bekennt sich der 1,88m-Verteidiger zum NBA-Team aus Oklahoma City. Diese Leidenschaft soll ihm früher ab und an den notwendigen Schlaf geraubt haben, heißt es aus Salzburg. Mittlerweile ist er aber Profi genug.

Und am Mittwoch kann er selbst Großes vollbringen und jener Red-Bull-Mannschaft angehören, die es erstmals in die Champions League geschafft hat.


Caleta-Car gewann gegen SVM alle Zweikämpfe, brachte 83 Prozent seiner Pässe an:





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