Die Tops und Flops der 30. Runde

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Ein haarsträubender Fehler, ein überhebliches Auftreten und ein zerrüttetes Verhältnis.

Die 30. Bundesliga-Runde bietet wieder interessante Erkenntnisse. Wir haben die Tops und Flops!

Bright Edomwonyi

Was musste sich der 21-Jährige seit seinem Engagement in Graz alles schon anhören. Der Stürmer wurde abgeschrieben, angezweifelt und verhöhnt. Doch gegen Altach gab der Nigerianer mit einem Triplepack eine starke Antwort. Und jeder bei den "Blackies" gönnt dem Kicker, der im Jänner 2015 als Teil eines Tauschgeschäfts mit Marco Djuricin von Salzburg nach Graz wechselte, diesen Erfolg. "Ich freue mich irrsinnig für den Edi. Alle freuen sich für ihn, weil er so konsequent arbeitet und es bisher nicht geklappt hat", erklärt Trainer Franco Foda.


ZUSCHAUER-TENDENZ

Runde Top Flop Gesamt Schnitt
1. 15.100 (Rapid-Ried) 1.079 (Grödig-Altach) 36.826 7.365
2. 17.357 (Salzburg-Rapid) 2.940 (Admira-Mattersburg) 40.244 8.049
3. 13.300 (Rapid-WAC) 1.667 (Grödig-Austria) 27.490 5.498
4. 12.500 (Austria-Rapid) 1.212 (Grödig-Admira) 28.896 5.779
5. 14.876 (Sturm-Rapid) 2.402 (Admira-Ried) 35.089 7.018
6. 16.800 (Rapid-Grödig) 4.217 (Altach-Admira) 39.661 7.932
7. 14.300 (Rapid-Mattersburg) 1.454 (Grödig-Ried) 35.608 7.122
8. 8.347 (Salzburg-Grödig) 2.233 (Admira-WAC) 32.790 6.558
9. 15.500 (Rapid-Admira) 1.142 (Grödig-Mattersburg) 32.857 6.571
10. 6.410 (Austria-WAC) 3.345 (Admira-Sturm) 23.764 4.753
11. 23.200 (Rapid-Salzburg) 1.721 (Grödig-Sturm) 36.623 7.325
12. 7.715 (Salzburg-Admira) 3.079 (Ried-Mattersburg) 28.921 5.784
13. 32.200 (Rapid-Austria) 2.109 (Admira-Grödig) 58.479 11.696
14. 14.700 (Rapid-Sturm) 1.226 (Grödig-WAC) 32.288 6.458
15. 11.822 (Austria-Salzburg) 1.815 (Admira-Altach) 27.949 5.590
16. 9.623 (Salzburg-Sturm) 2510 (Ried-Grödig) 32.515 6.503
17. 16.400 (Rapid-Altach) 2.036 (Grödig-Salzburg) 33.460 6.692
18. 6.244 (Austria-Sturm) 2.700 (Mattersburg-Grödig 22.065 4.413
19. 12.700 (Rapid-Ried) 1.020 (Grödig-Altach) 27.549 5.509
20. 14.167 (Salzburg-Rapid) 1.919 (Admira-Mattersburg) 30.899 6.180
21. 13.700 (Rapid-WAC) 1.436 (Grödig-Austria) 25.159 5.032
22. 12.500 (Austria-Rapid) 1.124 (Grödig-Admira) 26.215 5.243
23. 12.571 (Sturm-Rapid) 2.150 (Admira-Ried) 29.805 5.961
24. 14.200 (Rapid-Grödig) 2.700 (Mattersburg-WAC) 35.155 7.031
25. 13.200 (Rapid-Mattersburg) 1.320 (Grödig-Ried) 26.815 5.363
26. 7.771 (Salzburg-Grödig) 2.014 (Admira-WAC) 25.544 5.109
27. 13.000 (Rapid-Admira) 1.176 (Grödig-Mattersburg) 29.303 5.861
28. 7.011 (Austria-WAC) 3.205 (Admira-Sturm) 26.818 5.364
29. 24.800 (Rapid-Salzburg) 2.000 (Grödig-Sturm) 39.343 7.868
30. 8.109 (Salzburg-Admira) 4.086 (Ried-Mattersburg) 30.895 6.179
GESAMT: 959.025 6.187

Jonatan Soriano

Wenn man glaubt es geht nicht mehr, dann kommt von irgendwo Jonatan Soriano her. Der Spanier machte für die Salzburger wieder einmal den Unterschied aus und erzielte den entscheidenden Treffer beim 1:0 gegen die Admira. Es war das 20. Saisontor des RBS-Kapitäns. Damit knackt der 30-Jährige zum vierten Mal in Serie die 20-Tore-Marke und hat maßgeblichen Anteil, dass sich Salzburg mit riesengroßen Schritten der Titelverteidigung nähert. Schließlich beträgt der Vorsprung auf Rapid nun schon sechs Punkte. Felicitaciones!


Rene Swete

Der Tormann war zweifelsohne der Vater des ersten Grödiger Sieges im Kalenderjahr 2016. Erstmals nach elf sieglosen Partien in Folge durfte sich die Schöttel-Elf über einen Dreier freuen. Swete hielt beim 2:0 in Wien-Favoriten sein Team vor allem in der ersten Hälfte mit teilweise sensationellen Paraden im Rennen. Nach Spielende gab sich der gebürtige Wiener bescheiden. "Meine Leistung war ganz in Ordnung. Die Mannschaft besteht aber nicht nur aus mir, schließlich waren für die Tore andere verantwortlich. Wir gewinnen und verlieren gemeinsam", so der "Man of the Match".


Raphael Holzhauser

20:8 Torschüsse, 31:7 Flanken, 14:3 Ecken und 74 Prozent Ballbesitz. Doch trotz dieser Überlegenheit kassierte die Austria eine 0:2-Heimniederlage gegen Schlusslicht SV Grödig. Maßgeblichen Anteil am Sieg hatte neben Goalie Rene Swete auch Raphael Holzhauser. Der Austrianer leistete sich einen unglaublichen Fauxpas, als er am eigenen Fünfer den Ball leichtsinnig vertändelte und dadurch das 0:1 verschuldete. Doch während es in unteren Spielklassen für so einen Fehler ein Donnerwetter geben würde, stellte sich FAK-Coach Thorsten Fink vor seinen Spieler. "Das darf natürlich nicht passieren, aber ich werde mit ihm nicht zu hart ins Gericht gehen. Er weiß, dass er das nicht machen darf. Er wird aus diesem Fehler lernen."


Rapids überhebliche Art beim Chancenvergeben

Die Fassungslosigkeit stand Rapid-Coach Zoran Barisic nach dem 2:2 beim Wolfsberger AC ins Gesicht geschrieben. Bis zur 83. Minute führte seine Mannschaft mit 2:0. Auch nach dem Anschlusstreffer von Ouedraogo (83.) hatte seine Elf zwei Riesen-Möglichkeiten, wovon man eine einfach nutzen muss, wenn man das Spiel gewinnen und die Chance auf den Titel intakt halten will. Die Art und Weise, wie die Möglichkeiten vergeben wurden, war fast schon überheblich: In der 90. Minute liefen Kainz und Alar alleine auf das Tor zu, doch Alar ließ sich nach Pass von Kainz zu lange Zeit und wurde in Folge von Zündel grenzwertig attackiert. Doch nur wenige Sekunden später gab es eine ähnliche Überzahl-Situation, allerdings drehte sich Kainz im Strafraum gleich drei Mal ein, anstatt zu schießen und lief dann zur Eckfahne. Zwar holt er einen Corner raus, doch aus diesem kassierte Grün-Weiß im Konter den Ausgleich.


Ein tiefer Graben in Graz-Liebenau

Vier Tore, ein klarer Sieg und Stille. Graz und der SK Sturm erlebten am Samstag wahrscheinlich einen der seltsamsten Heimsiege der letzten Jahre. Die Fangruppen haben seit dem Auswärtsspiel in Grödig den organisierten Support eingestellt. Gleichzeitig wurde betont, dass es jedem Fan frei stünde, die Mannschaft anzufeuern. So war es dann auch. Zwischendurch vereinzelte Gesänge, mehr nicht. Das Team feierte seine Treffer demonstrativ ausgelassen in der Coaching-Zone, nach dem Spiel gab es einen Jubel-Kreis, weit enfernt von der Nordtribüne. Die Anliegen der Fangruppen wurden seit Herbst mehrfach detailliert erläutert. Eine ernstzunehmende Reaktion darauf vermissen die Fanklubs bislang. Trainer, Präsident und General Manager kommentieren lediglich die - völlig entbehrlichen - Aktionen und Äußerungen einiger weniger. Was bleibt, ist ein großer Graben, der aufgrund der stetig sinkenden Zuschauerzahlen auch finanzielle Folgen für den Klub hat. Für die Fangruppen ist klar: Mit der Installation eines Sportdirektors ist es nicht getan. Sie wollen weitere Taten sehen. 


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