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"Fühle mich müde" - Mikutina bei Eiskunstlauf-WM abgeschlagen

Gold ging an die Olympia-Zweite, die nun ihre Karriere beendet.

"Fühle mich müde" - Mikutina bei Eiskunstlauf-WM abgeschlagen Foto: © GEPA

Für Olga Mikutina hat es bei der Eiskunstlauf-Weltmeisterschaft in Prag am Freitag zu keiner Platzverbesserung gereicht.

Die 22-jährige Vorarlbergerin mit ukrainischen Wurzeln landete auf dem 17. Rang, verlor also gegenüber dem Kurzprogramm eine Position.

Gold ging in Abwesenheit von Olympiasiegerin Alysa Liu aus den USA an die japanische Olympia-Zweite Kaori Sakamoto, die zu ihrem Karriereende ihren vierten WM-Titel einheimste.

Die 25-jährige Sakamoto lief in der Kür persönliche Bestleistung und erzielte 238,28 Punkte. Sie gewann knapp zehn Zähler vor ihrer fünf Jahre jüngeren Landsfrau Mone Chiba (228,47).

Diese quittierte die Abschiedsvorstellung ihrer Teamkollegin emotional. Bronze ging an die 19-jährige Belgierin Nina Pinzarrone (215,20), die sich durch die Kür noch um zwei Ränge verbesserte.

Mikutina macht in Kür zu viele Fehler

Mikutina zeigte ihre Kür zu einer Coverversion des Metallica-Songs "Nothing else matters". Einige kleinere Fehler kosteten ihr im Vergleich zum Plansoll über fünf Wertungspunkte. Am Ende bilanzierte sie mit gesamt 169,84 Punkten.

"Ich fühle mich müde. Die Saison war stressig und voller Wettkämpfe", sagte Mikutina. "Während des Laufens hatte ich das Gefühl, emotional und körperlich nicht alles geben zu können wie zum Beispiel im Kurzprogramm. Es gab hier und da Fehler. Außerdem habe ich in der Mitte des Programms den Fokus verloren", gestand Mikutina.

Ihr Höhepunkt im Wettkampf sei im Kurzprogramm das rhythmische Klatschen der Zuschauer mitten in ihrem Programm. Das hatte sie zuvor noch nicht erlebt.

Eistanz-Olympiasieger auf WM-Goldkurs

Das Eistanz-Duo Laurence Fournier Beaudry und Guillaume Cizeron ist nach seinem umstrittenen Olympiasieg bei den Winterspielen in Italien auch bei der WM auf Goldkurs.

Die beiden Franzosen kamen nach einem ausdrucksstarken Rhythmustanz auf 92,74 Punkte und haben damit mehr als sechs Zähler Vorsprung auf die zweitplatzierten Kanadier Piper Gilles/Paul Poirier (86,45 Punkte).

Die Olympia-Zweiten und Titelverteidiger Madison Chock/Evan Bates (USA) sind nicht am Start. Der Kürtanz geht am Samstag (18.30 Uhr/Eurosport) in Szene.

Bei den Winterspielen vor sechs Wochen hatte es viel Wirbel gegeben. Die Franzosen siegten hauchdünn vor Chock/Bates trotz eines Patzers beim Twizzle - einer schnellen Drehung auf einem Bein.

Dabei gab es bei der französischen Preisrichterin Jezabel Dabouis deutliche Abweichungen vom Jury-Durchschnitt. Es gab sogar eine von 26.000 Menschen unterschriebene Online-Petition an das IOC und den Internationalen Verband (ISU), um Integrität und Gerechtigkeit bei den Bewertungen einzufordern. Die ISU wehrte sich und verteidigte die Punktevergabe damals.

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