ÖSV nach Norwegen - Schlierenzauer pausiert

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Österreichs Adler sind nach dem Auftakt in den Skisprung-Weltcup schwer gerupft. Die ÖSV-Truppe fliegt hinterher.

Nach der Absage des Weltcup-Wochenendes in Titisee-Neustadt (GER) erstellt die ÖSV-Führung einen Ersatzplan für die Skispringer. Cheftrainer Andreas Felder reist am Sonntag mit einem Quintett zum Training nach Lillehammer und wird dann am Donnerstag gleich direkt zur Tournee-Generalprobe nach Engelberg weiterfliegen.

Gregor Schlierenzauer legt eine Pause bis zumindest Oberstdorf ein.

Wie bereits am Dienstag angekündigt wird Weltcup-Rekord-Gewinner Schlierenzauer (53 Siege) eine längere Pause einlegen. Wieder einmal.

Schlierenzauer: Einzeltrainings mit Florian Liegl

Zumindest bis zum Auftakt der Vierschanzen-Tournee in Oberstdorf (30.12.) wird der Tiroler aus dem Weltcup abgezogen, präzisiert der ÖSV am Mittwoch. In Einzeltrainings mit Co-Betreuer Florian Liegl will der 28-Jährige den Automatismus der Abläufe wiederfinden.

"Ich habe mich gemeinsam mit dem Trainerteam dazu entschlossen, die kommenden Weltcups nicht mitzuspringen. Die letzten Wettkämpfe haben gezeigt, dass meine Technik trotz intensiver und guter Vorbereitung noch nicht automatisch abrufbar ist", meint Schlierenzauer in einer ÖSV-Aussendung.

Er hofft, mit dem intensiven Training in den kommenden Wochen sein Vertrauen in diese Abläufe wieder so zu stärken, dass er wieder Top-Ergebnisse abliefern kann. "Ich brauche mehr als die Trainings-und Qualifikations-Sprünge während eines Weltcup-Stopps, um diese neue Technik top anzuwenden. Es wird herausfordernd, weil es einige Punkte sind, an denen ich arbeiten werde. Diese Herausforderung nehme ich an."

ÖSV-Coach Felder: "Das ist Kopfsache und braucht Ruhe!"

Felder unterstützt die Auszeit und das strukturelle Einzeltraining mit Liegl. "Das ist auch viel Kopfsache, und dafür braucht er die notwendige Ruhe abseits des Weltcups."

Wegen Regens und Wärme war der gemeinsame Weltcup mit den Damen in Deutschland ins Wasser gefallen. Felder fährt nun mit Stefan Kraft, Manuel Fettner, Clemens Aigner, Philipp Aschenwald und Daniel Huber in den Hohen Norden.

"Es ist schade, dass die Bewerbe in Titisee-Neustadt nicht stattfinden können, aber daran ist nichts zu ändern. Die Chance auf zusätzliche Trainingseinheiten kommt für uns trotzdem nicht ungelegen", sieht Felder Positives in den Entwicklungen.

Michael Hayböck, der bereits seit vergangenen Sonntag mit Co-Trainer Florian Schabereiter in Lillehammer im Einzeltraining sein Material abstimmt, kehrt am Donnerstag heim, fliegt aber kommende Woche nach Lillehammer zum Team zurück.

Doppelter Nasenbeinbruch bei Iraschko-Stolz

Bei den Damen könnten Chiara Hölzl, Eva Pinkelnig und Jacqueline Seifriedsberger ihren Trainingsaufenthalt in der Ramsau gleich zur Teilnahme am dortigen Austria-Cup nutzen. Dies überlegt Damen-Chefcoach Harald Rodlauer jedenfalls.

Willkommene Regeneration ist für die Dritte von Lillehammer, Daniela Iraschko-Stolz, angesagt. Dass die 35-jährige Steirerin hart im Nehmen ist, hat sie jedenfalls nach ihrem Sturz vom 26. November einmal mehr bewiesen. Der Verdacht auf Nasenbeinbruch hat sich bestätigt, die Nase ist sogar zweifach gebrochen.

Textquelle: © LAOLA1.at

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